Umfassende weltweite Krise: Viertes Quartal 2011: Kernschmelze der globalen Finanzwerte


- Pressemitteilung des GEAB vom 16. September 2011 -



Wie von LEAP/E2020 seit November 2010 angekündigt und mehrfach, zuletzt im Juni 2011, bestätigt, flammte die Krise zu Beginn des zweiten Halbjahrs wieder auf. Mehr als 10.000 Milliarden US-Dollar der nach 2008 verbleibenden 15.000 Milliarden an fiktiven Vermögenswerten wurden bereits „vom Winde verweht“. Was noch blieb, wird aller Voraussicht nach im vierten Quartal 2011 folgen. Denn dann tritt das ein, was wir die „Kernschmelze der globalen Finanzwerte“ nennen. Diese Kernschmelze wird sich vor allen Dingen an der Wall Street und in der Londoner City ereignen. Wie wir schon seit Monaten vorhersehen, wird, wenn die Euroländer in der Staatsschuldenkrise die privaten Investoren in die Verantwortung nehmen und einen Abschlag von bis zu 50% an den von ihnen gehaltenen Staatsanleihen durchsetzen, die kritische Masse erreicht sein. Dann wird der Prozess außer Kontrolle geraten. Aber auch wenn die Zündung in Europa erfolgt, die große Masse des Brennstoffs, der die Reaktion speisen und die Finanzwelt in Flammen aufgehen lassen wird, befindet sich in den USA (1). Die Ereignisse des Juli 2011 waren lediglich der Beginn. Das Schlimmste steht noch aus - und es steht kurz bevor.

In diesem Teil der 57. Ausgabe des GEABs, der als Presseveröffentlichung allgemein zugänglich sein wird, wollen wir darstellen, wie die Meinungsmache (2) gegen den Euro unter Ausnutzung der Griechenlandkrise organisiert wurde, und dabei auch beschreiben, welche Verbindung zwischen dieser Manipulation der öffentlichen Meinung und der bevorstehenden Kernschmelze der globalen Finanzwerte besteht. Weiterhin präsentieren wir unsere Vorhersagen zur weiteren Entwicklung des Goldpreises für die Jahre 2012 bis 2014 sowie unsere Analysen über die Renaissance des Protektionismus im Welthandel, die Ende 2012 einsetzen wird. Neben den üblichen monatlichen Empfehlungen, die dieses Mal Devisen, die Schweiz und den Schweizer Franken sowie den Immobilienmarkt betreffen, stellen wir unsere Empfehlungen an die Regierungen der G20 vor, die sich in weniger als zwei Monaten zu einem Gipfel in der Stadt treffen, die auch Sitz von LEAP/E2020 ist, nämlich Cannes.

Entwicklung des Indizes der Wirtschaftsproduktion in den USA (1974 bis 2011) (graue Streifen: Rezessionen; blaue gepunktete Linie: Rezessionswarnniveau; blau: Index der Wirtschaftsproduktion; rot: Vorhersagen für das dritte und vierte Quartal 2011) - Quelle: Streetalk/Mauldin, 08/2011
Entwicklung des Indizes der Wirtschaftsproduktion in den USA (1974 bis 2011) (graue Streifen: Rezessionen; blaue gepunktete Linie: Rezessionswarnniveau; blau: Index der Wirtschaftsproduktion; rot: Vorhersagen für das dritte und vierte Quartal 2011) - Quelle: Streetalk/Mauldin, 08/2011
Griechenland und der Euro: Bestandsaufnahme einer massiven Meinungsmache

Kommen wir also zu Griechenland zurück und der panikschürenden Medienkampagne, die alle paar Monate erneut aufflammt (3). Wir haben ja schon dargelegt, dass Griechenland und seine Schulden immer rein zufällig in das Fadenkreuz der großen Medien geraten, wenn die Probleme Washingtons und Londons überwältigend zu werden drohen (4). Der Sommer war eine Abfolge von Katastrophen für die USA (Rezession (5), Herabstufung der Bonitätsnote (6), Lähmung und Ohnmacht des politischen Systems (7), Unfähigkeit zur Verabschiedung eines realistischen Sparprogramms (8)). Großbritannien rutscht in eine Depression (9), in den Straßen seiner Städte brechen Aufstände aus, die an Gewalttätigkeit kaum zu übertreffen sind, sein Sparprogramm stürzt das Land in eine soziale Krise bisher nicht bekannten Ausmaßes (10) und kann ein weiteres Anwachsen der öffentlichen Defizite dennoch nicht verhindern (11), die Regierungskoalition weiß eigentlich gar nicht mehr, wieso sie noch zusammenbleiben soll und wie sie noch gemeinsam regieren kann, und als Sahnehäubchen auf dieser schreckliche Entwicklung wird die Kollusion zwischen dem Medienimperium Murdoch und führenden Politikern bekannt. In so einer verzweifelten Situation für USA und Großbritannien konnte ein Aufflammen der Berichterstattung über die schreckliche Lage in Griechenland und das bevorstehende Ende des Euros nicht ausbleiben.

Sollten wir ein Resume der Kampgange im Stil Hollywoods oder FoxNews (12) erstellen, würde sich das so lesen: « Während die Titanic auf den Eisberg zurast, lässt die Mannschaft die Passagiere Jagd auf gefährliche griechische Terroristen machen, die Bomben an Bord versteckt hätten.“ Aus der Propaganda ist diese Taktik wohlbekannt: Man lenkt von dem eigentlichen Problem ab, um zuerst eine ausgewählte Handvoll von Passagieren zu retten, nämlich die reichen und gut informierten (die sehr wohl wissen, dass keine Terroristen an Bord sind), weil Rettungsboote nur für wenige vorhanden sind. Natürlich muss von dem wahren Problem abgelenkt werden, sonst gäbe es ja eine Revolte an Bord (13).

Seit nunmehr zwei Jahren kochen interessierte Kreise immer wieder das Süppchen von der griechischen Krise und dem dadurch verursachten Ende des Euros hoch, ohne dass viel passieren oder die geringsten ihrer Vorhersagen eintreten würden (14).

Und dennoch wollen die Tatsachen einfach nicht der Fiktion weichen. Trotz der gigantischen Medienkampagne, die vielen anderen Volkswirtschaften und Währungen längst den Gar ausgemacht hätte, bleibt der Euro weitgehend stabil (15), Euroland bewegt sich in Riesenschritten auf eine verstärke politische Integration zu (16) und wird vielleicht bald die entscheidenden Etappen zurücklegen (17), die Schwellenländer stoßen ihre US-Staatsanleihen ab und kaufen stattdessen Staatsanleihen von Mitgliedern der Eurozone. Indessen rückt der Austritt Griechenlands lediglich in den Artikeln angelsächsischer Medien in den Bereich des Möglichen. Aber deren Autoren haben keine Ahnung, wie die EU funktioniert und noch weniger, welche machtvollen Trends in ihr wirksam sind (18).

Wer unbedingt Geld verlieren möchte, indem er auf ein Auseinanderbrechen des Euro, eine Parität von Euro und Dollar (19) oder ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone wettet, dem können wir nicht helfen (20). Wahrscheinlich haben die selben auch schon viel Geld ausgegeben, um sich vor der Schweinegrippepandemie zu schützen, mit der Experten, Politiker und Medien über Monate die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen wollten und die sich letztendlich nur als riesige Manipulation herausgestellt hat, an der auch die Pharmahersteller beteiligt waren, die die von ihnen bezahlten „unabhängigen“ Experten gewinnbringend einzusetzen verstanden hatten (21).

Wenn eine Kampagne erst einmal zu greifen beginnt, wird sie durch den Sensationshunger und Herdentrieb ignoranter Journalisten (22) zum Selbstläufer. Genau wie bei der Schweinegrippe funktionieren die Mechanismen des modernen Medienbetriebs auch hier, nur dass in der Kampagne gegen den Euro Wall Street und die Londoner City die Rolle spielen, die die Pharmakonzerne in der Schweinegrippefarce ausfüllten (23).

Vergleich der ökonomischen Eckdaten Euroland- USA (2010) (Schuldenniveau, Arbeitslosigkeit, Wachstum, Außenhandelsdefizit) - Quelle: Spiegel, 07/2011
Vergleich der ökonomischen Eckdaten Euroland- USA (2010) (Schuldenniveau, Arbeitslosigkeit, Wachstum, Außenhandelsdefizit) - Quelle: Spiegel, 07/2011
Wall Street und die Londoner City in Panik über die sich abzeichnende Entwicklung Eurolands

Was an der Wall Street und der Londoner City Panik auslöst, sind die Lehren, die die Regierungen und die Menschen in Euroland aus drei Jahren Krise und den untauglichen Versuchen zu ihrer Bekämpfung ziehen. Euroland in seiner Struktur und seiner Diversität bietet ein Diskussionsforum, für das es bei den amerikanischen und britischen Eliten und in der angelsächsischen Öffentlichkeit keine Entsprechung gibt. Denn aus diesem Forum erwachsen Innovation und Kreativität. Und genau das stört Wall Street und City, die daher versuchen, den Mehrwert des Diskussionsforums zu sabotieren, indem sie es mit Panikkampagnen beschäftigen möchten, z.B. über das bevorstehende Ende des Euro, oder indem sie es als Zeitverschwendung verhöhnen, an dem man sehen könne, dass Euroland ineffizient und unfähig zur Krisenbekämpfung sei. Angesichts der absoluten Lähmung des politischen Systems in Washington ist dies eine erstaunliche Chuzpe.

Dabei ist es doch gerade die Existenz dieses Diskussionsforum, das den Euroländern ermöglicht, eine dauerhafte Lösung der Krise zu erarbeiten. Es ist ein Wesenselement der europäischen Integration, wo unterschiedliche Lösungsansätze sich konfrontieren, bis am Ende ein Kompromiss gefunden wird. Und Kompromisse kommen immer zu Stande, wie man an den sehr schwierigen und wichtigen Entscheidungen sieht, die seit Mai 2010 getroffen wurden. In diesem Diskussionsforum agieren eine Vielzahl von Teilnehmern, die aus 17 verschiedenen Ländern mit 17 öffentlichen Meinungen kommen sowie aus mehreren Gemeinschaftsinstitutionen (24). Und Ideen entstehen aus der Konfrontation der Meinungen. Der griechische Philosoph Heraklit sagte schon vor 2500 Jahren, dass in der brutalen Konfrontation der Ideen « einige zu Göttern wurden, andere zu Menschen; einige zu Sklaven, andere zu freien Männern ». Die Menschen Eurolands werden nicht zulassen, dass diese Krise sie zu Sklaven macht; daher sind die inner-europäischen Debatten notwendig und nützlich. In nur drei Jahren, von 2008 bis 2011, haben sie insbesondere drei wichtige Grundsteine für die Zukunft gelegt:

- der Prozess der europäischen Integration wurde dank Euroland wiederbelebt. Euroland ist heute auf dem Weg zu einer politischen Union. Wir gehen davon aus, dass sich diese Vision ab 2012 konkretisieren wird, und dass bis 2015 ein Referendum durchgeführt werden wird, mit dem über die Bildung einer politischen Union in Euroland entschieden werden soll (25).

- Zwei einfache Ideen sind dabei, sich bei den Eliten und den öffentlichen Meinungen in Euroland durchzusetzen:
1. Die Rettung von privaten Banken trägt nichts zur Überwindung der Krise bei.
2. Es ist unabdingbar, dass die « Märkte », was nichts weiter ist als eine Umschreibung der großen Finanzinstitute von Wall Street und der City, für ihre Risiken einstehen und nicht weiter darauf vertrauen können, von den Regierungen gerettet zu werden.

Jeden Tag überzeugen diese einfachen Überlegungen mehr Menschen, gewinnen mehr Unterstützung. Natürlich löst dies bei den Banken und Investoren an Wall Street und in der City Panik aus. Diese Ideen haben die Zündschnur in Brand gesteckt, die im vierten Quartal die Kernschmelze der globalen Finanzwerte auslösen wird. Deren Ursache liegt natürlich nicht in der Debatte in Euroland. Ursache sind die US-Rezession und die amerikanischen Defizite. Aber sie ist die Auslöser. Die „Märkte“ beginnen, einen Abschlag auf griechische und spanische Anleihen von 50% einzupreisen, weil sie spüren, wohin die Ereignisse in Euroland führen werden. Wir sind fest davon überzeugt, dass in Euroland sich gerade die Überzeugung Bahn bricht, die privaten Gläubiger der Staaten mit mindestens 50% an der Lösung der Schuldenkrise zu beteiligen. Natürlich stellt dies die europäischen Banken vor bedeutende Probleme. Die Sparer aber werden sich keine Sorgen machen müssen. Hingegen werden die Aktionäre Verluste zu tragen haben. Dies ist ja das Wesen des Kapitalismus. Risiko ist keine Einbahnstraße zu Profit.

Wall Street, die City und ihre Relaisstellen in den Medien sträuben sich natürlich verzweifelt dagegen, dass diese Ideen von einer Verantwortung des Kapitals sich durchsetzen und setzen viel daran, die Diskussion zu ersticken. Sie schüren Panik wegen des bevorstehenden Ende des Euros, indem sie Experten vorschicken, die den Bürgerinnen und Bürgern wieder und wieder versichern, dass die einzige Möglichkeit zur Rettung der Wirtschaft und damit auch ihrer Arbeitsplätze sei, die Banken mit neuem Kapital auszustatten, sie mit Liquidität zu überschwemmen (26)..., wie es schließlich auch London und Washington machen. Aber das sind ja auch die beiden Ländern, in denen die Banken die Regierungen am Gängelband führen.

Übrigens ist die Kampf um die EZB, von der wir schon in einer vorhergehenden Ausgabe schrieben, noch bei weitem nicht entschieden. Die Ernennung von Mario Draghi an ihre Spitze sowie der Rücktritt von Jürgen Stark sind Schlachten in dem Versuch von Wall Street und der City, die EZB unter die Kontrolle von London und Washington zu bekommen. Aber er ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt, weil die EZB fest verankert ist in der europäischen Konstruktion mit ihren offenen Debatten, in denen nun die Lehren aus den Fehlschlägen von 2008 gezogen werden. « Chi va piano va sano e va lontano » (27) lautet ein italienisches Sprichwort. Die Krise ist, wie wir seit Februar 2006 nicht müde werden zu betonen, von historischem Ausmaß. Die für ihre Überwindung notwendigen Maßnahmen, die uns als freie Männer weiterleben lassen und nicht zu Sklaven machen, um wieder Heraklit zu zitieren, erfordern reife Überlegung und ernsthafte Debatten. Und dies geht nicht ohne entsprechenden Zeitaufwand. Und solange die Europäer überlegen, können die „Märkte“ nicht ihre gewohnten Profite machen – woraus sich ihre Sorgen erklären. Natürlich kann man es nicht bei Überlegen und Debattieren belassen, sondern es muss auch gehandelt werden. Aber wir schreiben ja schon seit Mai 2010, dass die Entscheidungen Eurolands Quantensprüngen in der Entwicklung der europäischen Union waren, die einzigartig sind. Wir vertreten die Auffassung, dass dem zweiten Rettungsplan für Griechenland ausreichend Zeit eingeräumt werden sollte, umgesetzt zu werden und Erfolge zu zeitigen. Ansonsten wissen wir alle, dass die meisten der gegenwärtigen Regierungen nur noch über eine begrenzte Restlaufzeit verfügen. Für weitere Fortschritte in der europäischen Integration Eurolands müssen wir uns wohl bis Jahresmitte 2012 gedulden (28).

Solange werden sich die amerikanischen und europäischen Banken, die allein 2012 einen Finanzbedarf von 340 Milliarden US-Dollar haben (29), weiterhin zerfleischen und gleichzeitig versuchen sicherzustellen, von der uneingeschränkten Unterstützung der Zentralbanken zu profitieren. Was die EZB anbelangt dürfte ihnen eine sehr unangenehme Überraschung ins Haus stehen.

Vergleichende Entwicklung des Indizes der Zentralbankaußenstelle Philadelphia und der US-Industrieproduktion (2002-2011) - Quellen: Philadelphia Fed, MarketWatch, 08/2011
Vergleichende Entwicklung des Indizes der Zentralbankaußenstelle Philadelphia und der US-Industrieproduktion (2002-2011) - Quellen: Philadelphia Fed, MarketWatch, 08/2011
Das vierte Quartal 2011 bringt das Ende zweier Schlüsselparadigmen der Welt von Gestern

Die Kernschmelze des vierten Quartals wird die unmittelbare Folge des Aufeinandertreffens von zwei neuen Realitäten sein, die im harschen Gegensatz zu den grundlegenden Bedingungen der Welt vor der Krise stehen:

- Die eine ist in Europa entstanden. Von nun an müssen die großen privaten Banken, deren bedeutendsten die an der Wall Street und in der Londoner City sind, auch die Risiken tragen müssen, die sie eingehen, um maximale Profite zu erzielen. Das ist ein enormer Paradigmenwechsel. Bisher, und dies schon seit Jahrzehnten, lebten die Banker und arbeiteten die Banken nach der Devise „Kopf, ich gewinne, Zahl, der Steuerzahler verliert.“ Kein Wunder, dass die Finanzindustrie in den letzten Jahrzehnten immens schneller wuchs als die Realwirtschaft. Inzwischen bauen die Geschäftsmodelle der großen Banken und Versicherungen der westlichen Staaten auf dieser Überzeugung der impliziten Staatsgarantie auf. Da sich nun die Spielregeln ändern, werden viele der großen Banken in den USA, Großbritannien, Japan und Euroland nicht überleben (30).

- die andere neue Realität ist in den USA entstanden. Es ist das Ende des Mythos von der US-Wirtschaft als ewig brummender Motor des Weltwirtschaftswachstums (31). Das Land ist nicht nur wieder in die Rezession gerutscht, es ist auch politisch völlig gelähmt. Die USA werden das Jahr 2011 beenden, wie Griechenland das Jahr 2009 begonnen hat: Die Welt wird Schritt für Schritt zur Erkenntnis gelangen, dass das Land seine Schulden nicht mehr zurückzahlen können wird, dass seine Gläubiger keine Kredite mehr geben wollen, und dass seine Wirtschaft die staatlichen Sparprogramme nicht verkraften kann, die das Land in eine tiefe Depression stürzen würden (32). Man kann die Analogie sogar noch weiterführen: Die EU und die Banken haben von 1982 bis 2009 den Geldhahn für Griechenland aufgedreht, ohne wissen zu wollen, wofür das Geld ausgegeben wurde und ob das Land es je zurückzahlen könne. Genauso hat die gesamte Welt sich gegenüber den USA verhalten. Das Vertrauen in die amerikanische Wirtschaftsmacht war grenzenlos. Und in beiden Fällen wurde das Geld in Immobilienblasen oder durch teure Vetternwirtschaft verschwendet; in den USA sind die „Vettern“, denen öffentliche Gelder zuschanzt werden, Wall Street, die Ölindustrie und das Gesundheitssystem. Riesige Summen flossen auch in den unproduktiven Militärbereich. Und in beiden Fällen erkennt nun die Welt, dass es unmöglich ist, in wenigen Quartalen die Schäden, die durch Jahrzehnte der Sorglosigkeit und Unvernunft verursacht wurden, zu reparieren.

Der politisch und finanziell „perfekte Sturm“ in den USA vom November 2011

Im November 2011 zieht in den USA ein perfekter politischer und finanzieller Sturm auf, im Vergleich zu dem die Ereignisse dieses Sommers wie eine sanfte Brise wirken werden. Die sechs Faktoren der zukünftigen Krise sind bereits gegenwärtig (33):

- das « Superkomitee (34), das in den USA die Sparpolitik vorbereiten soll, wird an den Spannungen zwischen den beiden Parteien scheitern (35)

- der Haushaltskürzungen, die ohne weitere Entscheidung umgesetzt werden sollen, wenn im Superkomitee keine andere Entscheidung gefunden werden kann, wird in Washington eine politische Krise und Spannungen insbesondere mit dem Militär und den Empfängern von Sozialleistungen verursachen. Dieser Automatismus ist bei genauer Betrachtung eine Selbstentmachtung des Kongresses und des Präsidenten. Wegen der Kürzungen wird der gesamte Staatsapparat nicht mehr richtig funktionieren.

- nach S&P werden auch die anderen Rating-Agenturen die Bonitätsnote der USA herabstufen; die Flucht aus den US-Staatsanleihen wird sich verstärken (36)

- Das einzige, zu dem die Fed noch in der Lage ist, sind Reden halten und die Aktienkurse oder den Benzinpreis in den USA zu manipulieren (37). Jede Hoffnung der Banken und Investoren, durch eine „wunderbare“ Geldpolitik der Fed gerettet zu werden, ist damit vergeblich.

- im Verlauf der nächsten drei Monate wird sich das öffentliche Defizit enorm erhöhen; denn in der Rezession sinken nun auch die Steuereinnahmen (38). Das bedeutet, dass die gerade verabschiedete höhere Schuldengrenze schon lange vor den Wahlen vom November 2012 erreicht sein wird (39). Das werden sich Investoren schon im vierten Quartal 2011 ausrechnen können und Panik wird nicht ausbleiben. Die Gläubiger der USA können sich an den Fingern abzählen, dass die USA dem Beispiel Eurolands folgen und von den Gläubigern verlangen wird, hohe Abschläge am Wert ihrer Staatsanleihen zu akzeptieren.

- das neue Konjunkturprogramm des US-Präsidenten wird die Arbeitslosigkeit nicht signifikant verringern. Zum einen ist es angesichts der Größe des Problems nicht ausreichend ehrgeizig und kann die Dynamik des Landes nicht wecken. Und es wird von den Republikaner im Kongress zerpflückt werden, die von ihm nur die vorgeschlagenen Steuersenkungen übernehmen werden (40).

Verbindungen der Mitglieder des US-Schulden- Superkomitees zu den Washingtoner Lobbyisten - Quelle: Washington Post, 09/2011
Verbindungen der Mitglieder des US-Schulden- Superkomitees zu den Washingtoner Lobbyisten - Quelle: Washington Post, 09/2011
Wir sind überzeugt davon, dass das Zusammentreffen dieser Elemente zum Jahresende 2011 den großen Finanzschock auslösen wird. Es wird der Schock sein, der uns aus der Welt von Gestern schleudert. Die Welt von Morgen ist aber noch nicht errichtet. Denn es sind verschiedene Welten möglich. Wie Franck Biancheri in seinem Buch herausarbeitet, werden die Jahre 2012 bis 2016 viele historische Weichenstellungen bringen. Hier gilt es, den richtigen Weg zu finden (41)!

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Noten:

(1) Zur Zeit, und wie wir schon seit mehreren Quartalen nicht müde werden zu betonen, ist die Medien- und Finanzhysterie wegen der Griechenlandkrise im wesentlichen Propaganda und Meinungsmache. Wer daran zweifelt, sollte sich doch einmal überlegen, ob die Lage in Griechenland sich im übrigen Euroland überhaupt bemerkbar machen würde, wenn die Medien nicht täglich darüber auf als Hauptnachricht berichteten. In den USA hingegen bedarf es keiner Berichterstattung, damit Millionen Amerikaner die Krise täglich aufs Schmerzlichste spüren.

(2) Denn es geht darum, die Wirklichkeit zu verschleiern und die Sicht auf sie zu beeinflussen, während wir unsere Aufgaben ja gerade darin sehen, die Realität als das zu erkennen, was sie ist.

(3) Alle drei oder vier Monate erleidet Griechenland und der Euro in den Medien einen fiebrigen Krisenschub, der erst wieder abklingt, wenn das staunende Publikum erkennt, dass das einzige bemerkenswerte, das passiert, darin besteht, dass Euroland, gewohnt mühevoll, die Grundlagen für eine zukünftige Euroland – Wirtschaftsregierung legt und Griechenland sich gleichvoll mühevoll aus seiner Schuldenfalle herausgräbt. Natürlich werden jedes Mal andere Anlässe für die Medienkampagnen herangezogen. Erst sind es die „Aufstände der Griechen gegen die Sparpolitik“, die den Anfang vom Ende für den Euro einleiten (wobei die Linie, die angeblich von einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands unmittelbar zu einem Ende der EU führt, immer mit sehr groben Pinselstrichen gezogen wird, ohne dass es Journalisten gäbe, die einmal genauer nachfragen würden); diesen Sommer war Griechenland schuld an den weltweit abstürzenden Aktienkursen, was in einem eleganten Zirkelschluss bewies, wie schlecht es Griechenland geht. Hinter der ausführlichen Berichterstattung über Griechenland mussten natürlich so irrelevante Ereignisse wie das erneute Aufflammen der Rezession in den USA oder die Herabstufung ihrer Bonitätsnote zurückstehen. So geht es die ganze Zeit. Offensichtlich leben die griechischen Götter immer noch und sind fit wie Turnschuhe, wenn Griechenland den Lauf der Welt bestimmen kann.

(4) Vgl. diesen Auszug der 51. Ausgabe des GEAB

(5) Quellen: MarketWatch, 14/09/2011; New York Times, 13/09/2011; USAToday, 07/09/2011; La Tribune, 05/09/2011; Mish’s, 29/08/2011; USAToday, 29/08/2011; CNBC, 17/06/2011

(6) Was vor gerade einmal sechs Monaten alle « Experten » als vollkommen undenkbar bezeichnet hatten.

(7) Für die Leser des GEAB kam dies nicht überraschend. Denn schon in der 49. Ausgabe des GEAB vom November 2010 hatten wir die politische Lähmung der USA und den Beginn magerer Zeiten im Jahr 2011 vorhergesagt.

(8) Wer auch über ein ernstes Thema lachen kann und will, sollte sich dieses Rap-Video zum sehr politischen Thema « Erhöhung der Schuldenobergrenze » anschauen. Quelle: Telegraph, 31/08/2011, 29/07/2011

(9) Quelle: Telegraph

(10) Organisationen und Vereinen, die sich um humanitäre und sozialen Belange kümmern, gehen Spenden und Subvention aus; sie kämpfen gegenwärtig um ihr finanzielles Überleben. Quelle: Guardian, 02/08/2011

(11) Wenn man private und öffentliche Schulden addiert, ist Großbritannien das höchst verschuldete Land der Welt. Quelle: Arabian Money, 28/08/2011

(12) Bei den beiden gibt es in ihrem Verhältnis zur Wirklichkeit und Fakten weitgehende Übereinstimmung.

(13) An der würde sich auch ein Teil der Besatzung beteiligen, die ebenso der Propaganda aufgesessen ist und tatsächlich glaubt, dass Terroristen an Bord wären.

(14) Sogar die Schweiz koppelt ihre Währung nun an den Euro. Das sollte Euroskeptiker doch eigentlich zum Umdenken bewegen, wie der Spiegel vom 07/09/2011schreibt.

(15) Stellen Sie sich doch einmal die Frage, ob der Dollar oder das Pfund es hätten überleben können, wenn Medien und Experten einen vergleichbaren Schwall an Artikeln und Interviews über die Probleme der USA und Großbritanniens produziert hätten. Aus den eher moderaten Demonstrationen in Griechenland las man das Ende des gesellschaftlichen Konsenses in Griechenland heraus. Welche Schlussfolgerungen hätte man dann aus den unvergleichlich gewalttätigeren Aufständen in Großbritannien ziehen müssen?

(16) Z.B. erhöht die EU sein Forschungsbudget beträchtlich, während in den USA immer mehr gekürzt wird. Quelle: Nature, 05/07/2011

(17) Sogar das Wall Street Journal vom 12/09/2011, wahrlich nicht als europhil bekannt, räumt ein, dass es so aussehe, als ob Euroland sich anschicke, mit einem neuen Vertrag einen weiteren Integrationsschritt zu gehen. Der Spiegel vom 02/09/2011 kommt zur selben Einschätzung.

(18) und in den Äußerungen von Philipp Rösler und Rainer Brüderle, die die FDP aus ihrem Umfragetief befreien sollen.

(19) John Tammy in Real Clear Markets vom 25/08/2011 erläutert es deutlich: „Europas Problem ist wirklich nicht der Euro.“

(20) Wir wollen hier noch einmal betonen, dass die Politische Antizipation als Methode, die den Arbeiten von LEAP/E2020 zugrunde liegt, nicht dazu da ist, ihren Autoren zu ermöglichen, ihre Träume oder Alpträume als Wahrheit ausgeben zu können; das wäre ein ideologischer Ansatz. Vielmehr ist sie ein Instrument der Entscheidungshilfe, das in der Wirklichkeit verankert ist. Wir empfehlen unseren Lesern einen sehr einfachen Test, mit dem man den Unterschied zwischen den beiden Ansätzen herausarbeiten und entscheiden kann, wie viel Vertrauen man ihnen bei der Prognose vom weiteren Verlauf der Krise entgegenbringen möchte: Welcher Ansatz hatte mehr Erfolg bei der richtigen Einschätzung des Verlaufs der Krise? Und welcher Ansatz hat Prognosen erstellt, die so gut wie nie eingetreten sind? Anschließend können Sie entscheiden, welcher Methode Sie mehr vertrauen wollen.

(21) Aber allmählich setzt sich bei den Machteliten und den öffentlichen Meinungen in Euroland die Erkenntnis durch, dass aus Großbritannien und den USA eine Kampagne gesteuert wird, mit der das Vertrauen in den Euro zerstört werden soll. Daher gehen wir davon aus, dass im kommenden Jahr die Vertrauenswürdigkeit der Journalisten und Experten, die über die Krise schreiben und reden, auf den Prüfstand gestellt wird. Wer von Manipulation spricht oder gar von Komplott, um das Wort von Laurence Parisot, Vorsitzende des französischen Arbeitgeberverbands MEDEF zu übernehmen, der sagt auch, dass es nach seiner Ansicht bewusste oder unbewusste Mithelfer und Verstärker in Euroland gibt. Die Machtelite Eurolands glaubte noch bis vor kurzem, im engen und ehrlichen Schulterschluss mit den USA und Großbritannien zu stehen. Sie werden bald erkennen, dass es ganz so einfach nicht ist. Daher werden viele der Medien in Euroland bald beginnen, die Objektivität, ja gar die Ehrlichkeit der Journalisten, die als Relaisstellen dieser Kampagne fungieren und die fast ausschließlich in den USA oder Großbritannien ausgebildet wurden oder für die angelsächsischen Medien arbeiteten (die die Speerspitze der Agitation gegen den Euro bilden), in Frage zu stellen. Auf France24 konnte man vor kurzem (France24, 05/09/2011) ein wunderbares Beispiel für die Kollusion gewisser Journalisten mit den angelsächsischen Medien bewundern. Die Journalistin Stéphanie Antoine interviewte die Vorsitzende des MEDEF zu ihren Äußerungen über ein Komplott der Amerikaner gegen den Euro. Sie griff pausenlos deren Position an, ohne jedoch Argumente für ihre Auffassung zu liefern, dass es sich hierbei um ein Hirngespinst handele. Und in ihrer Mimik machte sie kein Hehl daraus, dass sie kein Wort von dem glaubte, was ihr Gast erzählte. Der Lebenslauf von Stephanie Antoine auf Wikipedia ist sehr aufschlussreich: Sie hat in New York und London für die ABC, CNBC und Bloomberg gearbeitet. Da Laurence Parisot gerade die US-Medien beschuldigte, war natürlich verständlich, dass die Journalistin zur Objektivität unfähig war. Wir sind sicher, dass Journalisten und Experten, deren Gedankenwelt sich ausschließlich nach angelsächsischen Grundmustern bewegt, im nächsten Jahr aus den großen Medien Eurolands aussortiert werden. Auch in diesem Bereich bricht die Welt von Gestern zusammen.

(22) Auch dafür gibt es ein schönes Beispiel, nämlich ein Interview zweier Journalisten des Spiegels mit dem ehemaligen deutschen Finanzminister Peer Steinbrück im Spiegel vom 12. September 2011. Der Beginn des Dialogs ist bezeichnend: Die Journalisten leiten mit der Behauptung ein, der Euro sei nicht zu retten. Der ehemalige Finanzminister fragt zurück, wie sie denn zu dieser Erkenntnis kämen, und die Journalisten rechtfertigen sich mit dem von Euroskeptikern seit Jahren propagierten Klischee, dass eine „Währungsunion zwischen unterschiedlichen Wirtschaften nicht funktionieren könne“. Zwei Erkenntnisse kann man aus diesem kurzem Dialog gewinnen. Erstens spielen sich die Journalisten als Experten auf, die Wahrheiten verkünden – und der interviewte Politiker muss sie befragen, wie sie denn ihre Erkenntnisse gewonnen hätten. Zweitens können sie als Grundlage für ihren Expertenstatus nur Schlagwörter liefern, die sie nur so ungeprüft übernommen haben können, weil sie nicht zum analytischen Denken über das Thema, über das sie schreiben sollen, in der Lage sind. Leider ist betreffend der Griechenlandkrise diese Situation in den europäischen Medien weit verbreitet. Man kann die Journalisten insoweit entschuldigen, dass sie selbst Opfer der Unfähigkeit der gegenwärtig an der Regierung befindlichen Politiker sind, eine langfristige Vision für Europa und den Euro zu erarbeiten. Wären die dazu in der Lage, wäre die Kampagne gegen den Euro sofort beendet. Übrigens sind die Kommentare von Peer Steinbrück sehr interessant und beschreiben nach unserer Auffassung sehr präzise die Entwicklung der nächsten Monate.

(23) Und die Euroskeptiker von rechts und links auf dem europäischen Kontinent freuen sich darüber, dass endlich ihre Unkenrufe zur Zukunft des Euros Wirklichkeit werden. Es stört sie nicht im Geringsten, dass die Tatsachen und die Fortschritte der europäischen Union jeden Tag erneut belegen, dass sie sich immer noch irren. Sie wären besser beraten, sich an der Demokratisierung Eurolands zu beteiligen, die nun eingesetzt hat, statt ihren Vorhersagen nachzutrauern, die schon heute dem Vergessen anheimgefallen sind.

(24) Hierzu sei die sehr interessante Lektüre des Artikels der Vanguardia empfohlen, der von PressEurop vom 08/09/2011 übernommen wurde. Darin wird wird die Krise vergleichend aus italienischer und spanischer Sicht beschrieben. Er zeigt damit, dass die Krise sehr unterschiedlich gelebt werden kann.

(25) Wir werden bis Ende 2011 eine detaillierte Antizipation der Entwicklung Eurolands bis 2014 vorlegen. Aber eines ist schon heute sicher: London wird nicht länger eine weitergehende Integration Eurolands verhindern können. Wir werden in den nächsten Wochen miterleben, dass London sich darauf beschränken wird, für seine Duldung der weiteren Integration Eurolands einige Vorteile und Vergünstigungen zu erhandeln. Übrigens steht London mit dem Rücken an der Wand. Die geringste zusätzliche Belastung seiner Wirtschaft würde diese in die Knie zwingen. Quelle: Telegraph, 15/09/2011

(26) Die Entscheidung der Zentralbanken der westlichen Staaten vom 15.09.2011, erneut die großen Banken mit Dollar zu überschwemmen, wird bald genauso verpufft sein wie die vorherigen Maßnahmen. Das zeigt nur, wie prekär die Lage der Banken ist. Wie ist das eigentlich möglich? Sie hatten doch alle so bravourös die Belastungsprüfungen, „Stresstests“ genannt, bestanden, die ihre Robustheit nachwiesen. Davon abgesehen wird der akute Dollarmangel die Banken der Eurozone motivieren, in Zukunft verstärkt Kredite in Euro auszugeben. Wir gehen davon aus, dass 2012 diese Praxis sich allgemein durchgesetzt haben wird. Quelle: MarketWatch, 15/09/2011; Les Echos, 12/09/2011

(27) Wer langsam geht, bleibt gesund, und wer gesund bleibt, geht weit.

(28) Wohingegen die Schaffung von Eurobonds schon so gut wie beschlossene Sache ist. Quelle: MarketWatch, 30/08/2011

(29) Quelle: International Financing Review, 02/09/2011

(30) Die Hedge Fonds haben im Sommer schon herbe Verluste erlitten. Quelle: Les Echos, 01/09/2011

(31) Die Lektüre dieses Artikels in The Nation vom 19/07/2011 beschreibt sehr eindrücklich den sich in 50 Jahren vollzogenen Wandel von einem Amerika des „Wohlstands für alle“ zu einem, dass sich nicht mehr aus der Rezession befreien kann.

(32) Denn die amerikanischen Privathaushalte sind noch höher verschuldet als ihre Bundesregierung. Quellen: MSNBC, 09/09/2011; AlJazeera, 04/09/2011; Yahoo Finance, 28/07/2011

(33) Im nächsten GEAB werden wir unsere Vorhersagen für die Entwicklungen in den USA bis 2015 vorlegen.

(34) Quelle: Washington Post, 14/09/2011; The Hill, 08/09/2011

(35) Quelle: Washington Post, 14/09/2011

(36) Quellen: Financial Post, 01/09/2011; CNBC, 08/08/2011

(37) Die Fragen, wie es möglich ist, dass ein Preisunterschied besteht zwischen dem Rohölpreis in den USA und dem in London, werden immer mehr und drängender. Sogar die Financial Times interessiert sich nun für dieses Phänomen. Und alles scheint darauf hinzudeuten, dass die Fed eine Preismanipulation organisiert, um den Anstieg der Benzinpreise zu verhindern. In den nächsten Wochen werden vielleicht mehr der Einzelheiten bekannt. Entscheidend ist hier nicht, ob die Geschichte stimmt. Wichtiger ist vielmehr, dass sie zeigt, welches Misstrauen in den USA nunmehr gegenüber den Institutionen besteht, die das Land beherrschen. Quelle: Le Monde, 06/09/2011

(38) Quelle: ZeroHedge, 02/09/2011

(39) Quelle: ZeroHedge, 08/08/2011

(40) Quelle: USAToday, 09/09/2011

(41) Das ist übrigens eines der Themen, die in der Konferenz „Nach der weltweiten Krise – Optionen für neue transatlantische Beziehungen“, die in Houston am 3. und 4. Oktober 2011 stattfinden wird, erörtert werden. Mit Franck Biancheri und Harald Greib werden zwei führende Mitarbeiter von LEAP/E2020 daran teilnehmen.

Samedi 17 Septembre 2011
LEAP/E2020
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GEAB N°90 - Zusammenfassung

- 15. Dezember 2014 -

Umfassende weltweite Krise 2015 – Erdöl, Währungen, Finanzmärkte, Soziales, Mittlerer Osten : Schwerste Stürme ziehen über die westlichen Staaten dahin

- « Umfassende weltweite Krise : Das Ende des Westens, wie er nach dem 2. Weltkrieg entstanden war“
- Die Erdölkrise ist umfassend (systemisch), da sie einhergeht mit dem Ende der Erdölzeit
- Die neue amerikanische Wirklichkeit
- Europa nach der Ukraine-Krise : Viele Fragen bleiben offen
- Drei Aufgaben für das neue Europa : Überwindung der Ukraine-Krise, Wiederbelebung der europäisch- russischen Beziehungen, Vermeidung eines europäischen QE
- Mittlerer Osten : Der große Tanz der traditionellen Bündnisse
- Saudi-Arabien und der Iran : Die Verbündeten wechseln das Lager
- Und was bleibt von den « westlichen Werten » ?
Lesen Sie die Pressemitteilung

2015 – Eine neue Phase der umassenden weltweiten Krise: Die umfassende Erdölkrise
- Die Auswirkungen der Spekulation
Preiskrieg
- Systemische Ölkrise und der Finanzsektor
- Systemische Ölkrise und Geopolitik
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Investitionen, Trends und Empfehlungen

- Erdöl: Äußerste Vorsicht ist geboten!
- Energieintensive Wirtschaftsektoren wie Fluglinien
- Erneuerbare Energien: Die Guten und die Schlechten
- 2015: Euro&Yen legen wieder zu
- Gold: Immer noch eine sichere Anlage
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Evaluierung unserer Vorhersagen für 2014
(vgl. 81. Ausgabe des GEAB von Januar 2014): Erfolgsquote liegt bei 69%
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