Umfassende weltweite Krise – USA 2012/2016 : Ein zahlungsunfähiges und unregierbares Land


- Pressemitteilung des GEAB vom 17. Dezember 2011 (GEAB N°60) -



Umfassende weltweite Krise – USA 2012/2016 : Ein zahlungsunfähiges und unregierbares Land
Wie in den vorhergehenden Ausgaben des GEAB angekündigt, stellen wir in dieser 60. Ausgabe des GEAB unsere Vorhersagen über die Entwicklungen in den USA für die Jahre 2012 bis 2016 vor. Dieses Land, Epizentrum der umfassenden weltweiten Krise und tragender Pfeiler der Nachkriegsweltordnung, wird in den kommenden Jahren eine besonders tragische Epoche durchleben müssen. Es ist heute schon zahlungsunfähig und wird bald unregierbar sein. Das wird für die Amerikaner und all die, die von den USA abhängen, wirtschaftlich, finanziell, geopolitisch, währungspolitisch und sozial schlimme Folgen zeitigen. Heute schon ist von der „Hypermacht“ des Jahres 2006, als wir in den ersten Ausgaben des GEAB den bevorstehenden Ausbruch der umfassenden weltweiten Krise und das Ende der Vormachtstellung der USA vorhersagten, nicht mehr viel übrig. Aber die Entwicklungen der kommenden Jahre, die wir vorhersagen, sind noch viel umfangreicher und werden dieses Land, seine politischen Institutionen und seine gesellschaftliche Struktur vollkommen umkrempeln und sein wirtschaftliches und finanzielles Gewicht auf einen Bruchteil seines einstigen Gewichts reduzieren.

Gleichzeitig, wie jedes Jahr im Dezember, bewerten wir unsere Vorhersagen für das vergangene Jahr. Diese Übung, die wenige Think tanks, Experten und Medien (1) praktizieren ist für uns und unsere Leser (2) ein Mittel zu überprüfen, ob unsere Arten weiterhin einen Mehrwert erbringen und ob sie eine realistische Einschätzung der kommenden Entwicklungen ermöglichen. Dieses Jahr konnten wir unser Ergebnis zum Vorjahr mit einer Trefferquote von 82% leicht verbessern.

Auch enthält diese Ausgabe wieder Empfehlungen zu Währungen, Gold, den Aktienmärkten, bewertet die Folgen der Isolierung Großbritanniens in der EU (3) auf Gilts, Pfund und die britischen Staatsschulden und zuletzt stellen wir einige Überlegungen zu notwendigen Reformen der US-Verfassung vor (4).

In dieser Pressemitteilung stellen wir einen Auszug aus unseren Vorhersagen zu den Entwicklungen in den USA in den Jahren 2012 bis 2016 vor.

Aber bevor wir uns den USA widmen, wollen wir unsere Einschätzung über den aktuellen Entwicklungsstand der europäischen Integration darlegen (5).

Statt Euroland bricht Großbritannien auseinander

Wie wir vorhergesehen hatten, brachte der Europäische Gipfel in Brüssel vom 7. und 8. Dezember 2011 bedeutende Ergebnisse:

- Die Integration Eurolands mittels einer verstärkten und schnelleren Angleichung der Haushalts- und Finanzpolitik und dem Beginn einer gemeinsamen Steuerpolitik (6) schreitet voran. Die Regierungen der Eurozone, unter dem bestimmenden Einfluss Deutschlands, haben ihren Willen bekräftigt, diesen Weg beschreiten zu wollen. Damit widerlegten sie die Unkenrufe aus Großbritannien und den USA sowie der Euroskeptiker aller Länder, die ein Ausscheren Deutschlands aus dem Euro vorhersagten. Gleichzeitig erteilten sie der Idee eine Abfuhr, dass Euroland der Politik der Fed und der Bank of England nacheiferen und die Geldpresse anwerfen solle (Quantitative Lockerung), solange nicht sichergestellt ist, dass eine weitere Verschuldungspolitik der Länder und damit eine unbegrenzte Ausweitung der Geldmenge durch strengere Haushaltsregeln verhindert wird (7). Das offensichtliche Scheitern der Politik der quantitativen Lockerung sowohl in den USA wie auch Großbritannien (8) zeigt, wie richtig dieses Entscheidung ist. Das Junktim zwischen Haushaltsdisziplin und Geldschöpfungskompetenz für die Eurozone wird Ende 2012 ermöglichen, Eurobonds einzuführen (9).

Hingegen handelt es sich bei der « Zusage », dass der Schuldenschnitt um 50% auch bei den im Besitz von privaten Gläubigern befindlichen griechischen Staatsanleihen ein absoluter Einzelfall bleiben werde, um ein « Versprechen, das nur die bindet, die daran glauben“ (10). Initiator dieser Zusage ist übrigens der französische Präsident Nicolas Sarkozy, von dem seine Landsleute nach inzwischen beinahe fünf Jahren an der Macht inzwischen zu Genüge wissen, dass seine Positionen nicht von Dauer sind und immer nur taktischen Überlegungen entspringen (11).

- Großbritannien ist nun dauerhaft, und zwar für mindestens fünf Jahre, innerhalb der EU isoliert. Damit ist eindrucksvoll bestätigt, dass die gegenwärtige Europolitik von den Mitgliedsländern der Eurozone gestaltet wird. Dass David Cameron noch nicht einmal vermochte, wenigstens zwei oder drei der „traditionellen Verbündeten“ Großbritanniens auf seine Seite zu ziehen (12), zeigt, wie sehr heute britische Außenpolitik in Europa geschwächt ist, und wie gering ausgeprägt das Vertrauen in die britische Fähigkeit, die Krise zu überstehen (13). Es ist auch ein Zeichen für den schwindenden Einfluss Amerikas auf dem europäischen Kontinent; denn selbst die eilige Entsendung von Finanzminister Geithner und Vize-Präsidenten Joe Biden auf Werbetour in einige europäische Hauptstädte wenige Tage vor dem Gipfel konnte das Scheitern Großbritanniens nicht verhindern (14).

Entwicklung der Bilanzen der amerikanischen, britischen, japanische und Europäischen Zentralbank (2007-2011, Basis 100 im Juni 2008) - Quelle : Société Générale/Lyxor AM, 11/2011
Entwicklung der Bilanzen der amerikanischen, britischen, japanische und Europäischen Zentralbank (2007-2011, Basis 100 im Juni 2008) - Quelle : Société Générale/Lyxor AM, 11/2011
Dieser Gipfel war damit in der Tat von historischer Bedeutung, auch wenn er diese Einschätzung nicht dadurch verdient hat, alle Finanz- und Schuldenprobleme Europas geklärt zu haben. Wie wir schon im Dezember 2010 vorhersagten und wie Angela Merkel auch vor dem Deutschen Bundestag anmerkte, ist der Weg nach Euroland lang, schwierig und chaotisch. Alle Wege im Prozess der europäischen Integration sind so beschaffen, wie ein Blick auf die Geschichte der EU seit den fünfziger Jahren zeigt (15). Aber es ist ein Prozess, der den Alten Kontinent an internationalem Gewicht gewinnen lässt und Euroland zu einem entscheidenden Faktor in der Welt nach der Krise machen wird (16). Wenn diese Entwicklung den internationalen Finanzmärkten nicht gefällt, ist das ihr Problem. Auf ihnen lösen sich die Scheinwerte weiterhin in Luft auf, werden die Banken und Hedge Fonds, die vergeblich (17) versuchen, die Zinssätze für Anleihen europäischer Staaten nach oben zu treiben, reihenweise in Konkurs gehen (18).

Vergleich der Zinssätze für die bestehenden Schulden und für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit - Quelle : Figaro, 11/2011
Vergleich der Zinssätze für die bestehenden Schulden und für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit - Quelle : Figaro, 11/2011
Dieser Gipfel ist von historischer Bedeutung, weil mit ihm die Gründungsstaaten Europas wieder die Schalthebel im europäischen Einigungsprozess ergriffen haben. Und er zeigt, dass nicht Euroland auseinander zu brechen droht. Vielmehr hat die unbeugsame Haltung Camerons, zu der ihn die Banker der City verpflichtet hatten (19), zu einer Beschleunigung des Auseinanderbrechens Großbritanniens (20) beigetragen. Nicht nur brach dadurch ein Konflikt zwischen den Koalitionspartnern in der schon wackeligen britischen Regierung aus; die Isolierung Großbritanniens wird in Schottland und Wales scharf kritisiert, deren Regierungen erklärt haben, ihre Regionen als Teils Europas zu sehen. Die schottischen Politiker haben sogar klargestellt, dass sie die Zukunft Schottlands (21) in der Eurozone sehen, wenn erst einmal der Unabhängigkeitsprozess 2014 begonnen sein wird (22).

Entwicklung der Spenden der wichtigsten Hedge Fonds an die britischen Konservativen (2001 – 2011) - Quelle : Financial Times, 12/2011
Entwicklung der Spenden der wichtigsten Hedge Fonds an die britischen Konservativen (2001 – 2011) - Quelle : Financial Times, 12/2011
Ganz wichtig ist auch, dass dank des Gipfels die Tatsache, dass die britische Regierung in den Diensten der britischen Finanzindustrie steht, nun auch außerhalb Großbritanniens zu einem Thema geworden ist. Das wird die Entschlossenheit der kontinentaleuropäischen Regierungen bestärken, das Geschäftsgebaren der City, das sich jeglicher staatlicher Regelungen entledigt hat, wieder in einen gesetzlichen Rahmen zu pressen. Wie wir schon seit Dezember 2009 und dem Beginn der Angriffe gegen Griechenland und Euroland immer wieder schreiben, lancierte die City aus Angst vor drohenden europäischen Finanzmarktregeln mit tatkräftiger Unterstützung der britischen Konservativen Partei und der angelsächsischen Medien ihre Attacken gegen die Gemeinschaftswährung und Euroland (23). Die Beschlüsse des vergangenen Europäischen Gipfels sind eine empfindliche Niederlage für die City in einem Krieg, von dessen Existenz bisher die überwiegende Mehrheit der Menschen ahnungslos waren, der aber nun immer stärker ins Blickfeld der europäischen Öffentlichkeit tritt. Und dabei stellt sich heraus, dass die Mehrheit der Briten nicht so sehr gegen Euroland wie gegen die City sind (24), die sie beschuldigen, das Land und seine Menschen schmarotzerhaft auszubeuten (25).

Die britischen Steuerzahler, deren Regierung 2008 die nationalen Banken mit 1800 Milliarden Pfund vor dem Konkurs rettete, waren weltweit diejenigen, die nach der Lehman- Pleite den höchsten Preis für die Rettung der Finanzindustrie bezahlen mussten. Zur Zeit weigert sich die britische Regierung, dieses Geld als Teil der Staatsschulden zu verbuchen und bezeichnet es als „Investitionen“. In der grausamen Wirklichkeit, die sich nicht nach politischem Wunschdenken und „Spin“ richtet, schwindet die Zahl derjenigen, die noch daran glauben, dass die City sich von der Krise erholen könne, täglich und seit der erneuten Verschärfung der Krise im zweiten Halbjahr 2011 hat sich der allgemeine Erkenntnisprozess beschleunigt. Damit sinkt der Wert der vom britischen Staat gekauften Bankaktien immer weiter. Der „Hedge Fonds Großbritannien“ steht am Abgrund (26). Und dank David Cameron und der Banker der City ist er allein, isoliert, ohne Chance auf Hilfe, weder von Europa noch von den USA.

Wenn auch in nächster Zukunft der Boom der chinesischen Wirtschaft (27) im Gefolge der europäischen Rezession und der amerikanischen Depression zu Ende gehen wird, wird sich im darauf folgenden Wirtschaftssturm 2012 erweisen, ob David Cameron und sein Finanzminister George Osborne das Schiff der britischen Regierungsgeschäfte auch sicher durch schweren Seegang zu bringen vermögen.

Entwicklung der Seetransportkosten zwischen China/Europa (blau) et China/USA (rot) (September-November 2011) - Quellen : Phantonomics, 12/2011
Entwicklung der Seetransportkosten zwischen China/Europa (blau) et China/USA (rot) (September-November 2011) - Quellen : Phantonomics, 12/2011
Aber kommen wir nun wieder zurück zum angekündigten Auszug unserer Vorhersagen über die Entwicklungen in den USA in den Jahren 2012 bis 2016 :

Die Zukunft der USA /2012-2016 : zahlungsunfähig und unregierbar

In dieser 60. Ausgabe des GEAB stellen wir unsere Vorhersagen über die Zukunft der USA für die Jahre 2012-2016 vor. Wir erinnern daran, dass wir seit 2006 und den ersten Ausgaben des GEAB die umfassende weltweite Krise als Prozess des Zerfalls der Nachkriegsweltordnung beschrieben haben; ihr seit siebzig Jahren tragender Pfeiler, die USA, bricht zusammen. Schon seit 2006 sagten wir voraus, dass in den Jahren 2011-2013 die Dollarmauer, auf der sich die US-Macht der USA gründet, einstürzen werde. Im Sommer 2011 vollzog sich mit der Herabstufung der US-Bonitätsnote durch die Rating-Agentur S&P eine Zeitenwende; von da an wurde das „Unmögliche“ (28) möglich. Wir denken, es ist heute angesichts einer Krise, die seit dem Sommer 2011 in einen höheren Gang geschalten hat, für unsere Leser wichtig, einen Ausblick auf die Zukunft des Landes zu erhalten, das bis vor der Krise das mächtigste Land der Welt war (29).

Wir gehen davon aus, dass mit dem Wahljahr 2012, vor dem Hintergrund einer sozialen und wirtschaftlichen Depression, der Lähmung des politischen Systems auf Bundesebene (30), des wachsenden Misstrauens der Wähler gegen die beiden abwechselnd herrschenden Parteien, der neuen Zweifel, ob die Verfassung noch ausreichend Funktionsregeln für einen Staat in einer modernen Welt bieten kann, die Vereinigten Staaten in eine Epoche eintreten, in der sich die Zukunft des Landes für viele, viele Jahre entscheiden wird. In den folgenden vier Jahren wird das Land politischen, wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Belastungen und Spannungen ausgesetzt sein wie nie seit Ende des amerikanischen Bürgerkriegs, der, geschichtlicher Zufall, vor ziemlich genau 150 Jahren, nämlich 1861, begonnen hat. In den nächsten vier Jahren werden die USA zahlungsunfähig und unregierbar sein. Das einstige Flaggschiff der Weltordnung wird zum manöverierunfähigen Seelenverkäufer.

Um den komplexen Prozess des Zerfalls der ehemaligen Weltmacht verständlich darzustellen, gliedern wir die Präsentation in drei große Bereiche :

Die Lähmung der staatlichen Institutionen und der Zerfall des traditionellen Zweiparteiensystems
Die wirtschaftliche Todesspirale : Rezession/Depression/Inflation
Die Auflösung der Gesellschaftsstruktur

Die wirtschaftliche Todesspirale : Rezession/Depression/Inflation (Auszug)

Die USA beenden das Jahr 2011 in einem Zustand der Schwäche wie nie seit dem Bürgerkrieg. Auf der internationalen Bühne habe sie ihre Führungsrolle eingebüßt. Die Spannungen zwischen den Blöcken nehmen zu und die USA sind an fast allen Streitigkeiten beteiligt: China, Russland, Brasilien (eigentlich mit allen Ländern Süd-Amerikas) und nunmehr auch Euroland (31). Gleichzeitig verbessert sich die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt, auf dem die reelle Arbeitslosigkeit bei 20% liegt, kaum, obwohl die Zahl der aktiven Personen in der Bevölkerung stetig und wie noch nie zuvor zurückgeht; sie ist nunmehr auf den Stand von 2001 gefallen (32).

Die Preise für Immobilien, die zusammen mit Aktienbesitz den Hauptteil des Reichtums der US-Privathaushalte bilden, gehen trotz der verzweifelten Versuche der Fed (33), mit zinslosen Krediten die Wirtschaft anzukurbeln, Jahr für Jahr weiter zurück. In den Bilanzen der amerikanischen Banken stehen weitaus mehr zweifelhafte Finanzderivate als in denen der europäischen (34). Es besteht die konkrete Gefahr, dass einige von ihnen bald zahlungsunfähig werden; der Bankrott von MF Global ist insofern ein Vorzeichen für das, was kommen könnte, und hat wieder einmal gezeigt, dass drei Jahre nach dem Beinahe-Absturz der Wall Street Finanzaufsicht dort ein rein theoretisches Konzept bleibt (35).

Mit jedem Tag nimmt die Armut in den USA zu. Inzwischen ist jeder sechste Amerikaner auf den Bezug von Lebensmittelkarten (36) angewiesen und jedes fünfte Kind war schon einmal Opfer von Obdachlosigkeit (37). Die öffentliche Daseinsvorsorge (Bildung, Soziales, Polizei, Straßen) wurde quer durch das Land eingeschränkt, da die Staaten, Kreise und Gemeinden sie nicht mehr bezahlen können. Die Unterstützung, die die die Proteste der Mittelklasse und der Jungen, also TP und OWS, laut Meinungsumfragen bei vielen Amerikanern gefunden haben, ist die unmittelbare Folge der Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Amerikaner in ihrem täglichen Leben mit den realen Protestgründen konfrontiert werden. Diese Trends werden sich in den kommenden Jahren verstärken.

Der Schwächezustand der US-Wirtschaft und – Gesellschaft ist paradoxerweise das Ergebnis der 2009/2010 durchgeführten Rettungsversuche (Konjunkturprogramme, QE) sowie der Verschärfung einer allgemeinen Lage, die schon vor dem Ausbruch der Krise alles andere als rosig war. 2012 wird das erste Jahr sein, in der die Situation sich von einem bereits sehr schlechten Niveau aus noch einmal verschlechtern wird (38).

Die kleinen und mittleren Unternehmen, die Kreise, Städte und Gemeinden (39), die öffentlichen Unternehmen der Daseinsvorsorge usw. verfügen über keine Finanzreserven mehr, die sie durch die neue Rezessionsphase bringen könnten (40). Wir hatten vorhergesagt, dass 2012 der Wert des Dollars im Vergleich zu den anderen großen Weltwährungen um 30% fallen werde. Da die USA fast alle Konsumgüter einführen, bedeutet dies einen unmittelbaren Kaufkraftverfall in der gleichen Größenordnung. Gleichzeitig wird die Kaufkraft durch eine Inflation im zweistelligen Bereich weiter geschwächt.

TP und OWS haben also ihre besten Tage noch vor sich. Denn die Wut des Jahres 2011 wird sich 2012/2013 in rasenden Zorn wandeln...

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Noten:

(1) Wir reden hier noch nicht einmal von den Ratingagenturen, die ständig ihre Einstufungen abändern, womit bewiesen sein müssten, dass sie über keine verlässliche Bewertungsmethode verfügen, sondern lediglich Fahnen im Wind der Moden und der Interessenlagen sind.


(2) Die somit unmittelbar sowohl die Schlüssigkeit unserer Vorhersagen wie auch die Präzision der Beurteilung überprüfen können.

(3) Eine Entwicklung, die wir seit langer Zeit vorhersagen.

(4) Auf Wunsch vieler unserer Leser in den USA.

(5) In der 61. oder 62. Ausgabe des GEAB werden wir unser Vorhersagen zu den Entwicklungen in der EU in den Jahren 2012 bis 2016 vorstellen.

(6) Der Europäische Präsident Herman Van Rompuy hat weitgehend Recht mit seiner Einschätzung, dass in einigen Jahren im Rückblick 2011 als « annus mirabilis » für Europa bezeichnet werden wird. Quelle: Le Soir, 13/12/2011

(7) Quelle : New York Times, 10/12/2011

(8) Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hat gerade die britischen Behörden über ihre Einschätzung informiert, dass deren Politik der Quantitativen Lockerung vor dem Scheitern stehe. Quelle: Telegraph, 12/12/2011

(9) Da kann Angela Merkel heute noch behaupten, was sie will.

(10) In Frankreich berühmter Ausspruch von Charles Pasqua; gilt als Beweis für die Verlogenheit der Politik.

(11) Die Deutschen, Niederländer und andere Länder mit einem Leistungsbilanzüberschuss sind übrigens fest entschlossen, zu einem geeigneten Zeitpunkt diese Frage wieder aufzugreifen. Wir halten unsere Vorhersage aufrecht, dass 30% der Schulden der westlichen Staaten (Europa, Japan, USA) 2012 nicht zurückbezahlt werden.

(12) Nämlich die Washington weiterhin treu ergebenen Ländern wie Vaclav Klaus’ Tschechien, die baltischen Staaten sowie Schweden.

(13) Mit Ausnahme Großbritanniens haben sich alle Nicht-Euro-Staaten brav hinter das Banner der europäischen Gemeinschaftswährung geschart. Das lässt sich sicherlich nur dadurch erklären, dass sie alle „verantwortungslos“, „dumm“ oder „ahnungslos“ sind – ganz im Gegensatz zu den Leitartiklern der angelsächsischen Medien, für die kein Hauch eines Zweifels daran bestehen kann, dass der Euro dem Tod geweiht ist. Sie haben dabei sicherlich genauso Recht wie schon 2008, als sie unisono verkündeten, dass nichts den Siegeszug der angelsächsischen Finanzwelt aufhalten könne, oder auch 2011, als sie fest davon ausgingen, dass die Krise überwunden wäre. Quelle: Libération, 13/12/2011

(14) Diese Stippvisiten hoher US-Würdenträger oder Telefonanrufe des amerikanischen Präsidenten kurz vor Europäischen Gipfel, über die in der US-Presse breit berichtet wird, sind ein Markenzeichen der Regierung Obama geworden. Seitdem die Regierungen Eurolands Washington klar gemacht haben, dass sie sich lieber um ihre eigenen Probleme kümmern sollte, kann die US-Regierung nur mit diesem Trick bei den Amerikanern den Eindruck aufrechterhalten, Europapolitik werde weiterhin in Washington gemacht. In Wirklichkeit ist der amerikanische Einfluss auf die Entwicklung Europas so gering wie noch nie seit dem 2. Weltkrieg. Wie sollte es aber auch anders sein? Die USA können nicht mehr mit Geld locken, es gibt keinen gemeinsamen Gegner mehr, vor dem man sich unter den amerikanischen Schutzschirm flüchten müsste, und das amerikanische Wirtschafts- und Finanzmodell hat seine Vorbildfunktion verloren.

(15) Quelle : Euronews, 14/12/2011

(16) Nach Auffassung von LEAP/E2020 ist Angela Merkel heute unbestritten der einzige europäische, wenn nicht gar westliche « Staatsmann ». Sie ist keine große Ideengeberin, aber der einzige Politiker an der Macht, der schwierige politische Entscheidungen mit einer positiven Perspektive verbindet. Und sie zeigt Entschlossenheit und Durchhaltevermögen, ohne die in der Politik die wichtigen und damit immer schwierigen Vorhaben nicht gelingen können.

(17) Wir sagen « vergeblich » aus zwei verschiedenen Gründen : Zum einen, weil die derzeitig zu bezahlenden Zinsen für bestehende Schulden nicht die sind, die in der Presse kursieren (vgl. oben stehendes Schaubild); und zum anderen, weil Euroland ab 2012 oder Anfang 2013, sollten die Zinsen weiterhin steigen, sich daran machen wird, einen Teil des riesigen europäischen Sparvermögens einzusammeln, um sich für seine Finanzierung von den von den angelsächsischen Finanzmärkten diktierten Bedingungen zu emanzipieren. Und die werden für ihre Anleihen einen substantiellen Schuldenschnitt akzeptieren müssen.

(18) Wenn man sich anschaut, wer Eigentümer der drei großen Rating-Agenturen ist, kann man ob der Behauptung, sie wären unabhängig, nur lachen. Denn sie gehören überwiegend großen amerikanischen Banken und Hedge Fonds (Quelle: Bankster, 04/11/2011). Es wäre wünschenswert, dass sie die Anleihen der Eurozonen-Länder gleich um mehrere Grade herabstuften. Denn das würde die Investoren zwingen, Farbe zu bekennen, nämlich ob sie den Einschätzungen der Rating-Agenturen vertrauen oder doch lieber ihrem eigenen Urteil (Quelle: CNBC, 15/12/2011). Damit würde endlich Klarheit geschaffen. Denn die, die den Rating-Agenturen vertrauen, werden die großen Verlierer in dieser Finanzkrise sein. Die verzweifelten Versuche der europäischen Regierungen, ihre AAA-Einstufung zu bewahren, wie dies der Fall für Frankreich und Nicolas Sarkozy ist, beweist nur eines: Sie sind unter bestimmendem Einfluss ihrer Freunde aus der Finanzindustrie. Euroland ist der größte Handelsblock weltweit, verfügt über weltweit das größte Sparvermögen – es hat es überhaupt nicht nötig, sich von irgendwelchen Rating-Agenturen bewerten zu lassen. Man ignoriert sie oder man verjagt sie aus Europa. Wir gehen davon aus, dass 2012 diese Empfehlung von den Regierungen Eurolands umgesetzt wird.

(19) Die Hedge Fonds der City sind inzwischen die größten Spender der Konservativen Partei (vgl. obenstehendes Schaubild), deren Politik sie weitgehend bestimmen. Und diese Hedge Fonds fühlen sich natürlich den britischen Europskeptikern besonders verbunden, von denen Roger Cohen in der New York Times vom 13.12.2011 ein aussagekräftiges Porträt zeichnet. Was die britischen Euroskeptiker Angela Merkel vorwerfen, ist nicht, dass sie Deutsche ist, sondern dass sie kein Nazi ist. Wenn sie es wäre, wäre es für sie einfacher, ihre Vorstellungen von einer (britischen) „überlegenen Rasse“ in der EU zu Gehör zu bringen.

(20) Großbritannien wird von einer Teilhabe an den Entscheidungen, die auch auf die Briten Auswirkungen haben werden, ausgeschlossen sein: Guardian, 10/12/2011

(21) Quellen : Scottish TV, 12/12/2011 ; Wales Online, 10/12/2011 ; Independent, 05/12/2011

(22) Wir nutzen die Gelegenheit, unsere Überlegungen zur Verwendung des Wortes « Vereinigt » im offiziellen Namen Großbritanniens (Vereinigtes Königreich) vorzustellen. Wir vertreten die Auffassung, dass jedes Land oder jede sonstige politische Entität, die es für notwendig gehalten hat, das Wort „Vereinigung“ oder „Union“ in ihre offizielle Bezeichnung aufzunehmen, in einer schweren Krise, die die internen Gleichgewichte des Bündnisse durcheinander bringt, unter massiven Auflösungsdruck geraten. Die Beschwörung der Gemeinsamkeit im Namen verdeckt in Wirklichkeit den Mangel an einer gemeinsamen Identität. Daher zerfiel auch die Sowjetunion, daher gingen auch die Vereinigten Niederlande zugrunde. Und heute sehen sich die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich massiven Zentrifugalkräften ausgesetzt. Auch der Europäischen Union wird als politische Entität nicht von dauerhaftem Bestand sein. Sie wird sich politisch zu einer reinen Freihandelszone zurückentwickeln. (Quelle: Spiegel, 18/11/2011). Ganz anders sind die Zukunftsaussichten für Euroland, das keinen Zusatz von Union oder vereinigt braucht, um seine eigene Identität zu betonen. Schon bei der Errichtung der Europäischen Union durch den Maastrichtvertrag sprach sich Franck Biancheri, heute Forschungsdirektor bei LEAP/E2020, aus den oben angeführten Überlegungen heraus gegen die Umbenennung der Europäischen Gemeinschaften in Europäische Union aus.

(23) Indem sie ihre Möglichkeiten nutzte, Wechselkurse und andere Finanzwerte zu manipulieren. Diese Möglichkeit verringert sich unter den Wirkungen der Krise und dem wachsenden Bewusstsein in der Öffentlichkeit von den eingesetzten Manipulationsmechanismen rasch.

(24) Quelle : Independent, 10/12/2011

(25) Die City ist nahezu eine rechtsfreie Zone, die jeglicher staatlicher Autorität entkommen ist. Es ist ein gigantisches Finanzzentrum, das von zu wenigen Aufsichtsbehörden kontrolliert wird, das seine Geldflüsse über ein weites Netz an Steuerparadiesen kanalisiert, die als ehemalige Konfettistücke des britischen Reichs über die ganze Erde verteilt sind. France Télévisions hat gerade eine Reportage über die City, die im November 2011 entstanden ist, ausgestrahlt. Es drängt sich der Vergleich der City mit den Piratenhochburgen des Mittelmeers auf, von denen aus die Araber Jahrhunderte lang die Küsten Europas plünderten. Erst im 19. Jahrhundert gelang es den europäischen Mächten, diese Hochburgen in Kriegen zu schleifen.

(26) Dabei werden ihm sowohl die öffentlichen wie auch die privaten Schulden zum Verhängnis. Zum Beispiel werden die britischen Immobilieninvestoren 2012 nicht mehr in der Lage sein, 156 Milliarden USD Kredite zu refinanzieren. Quelle: Bloomberg, 09/12/2011

(27) Quellen : Telegraph, 14/12/2011 ; Les Echos, 01/12/2011

(28) Wir wollen darauf hinweisen, dass vor gerade einmal einem Jahr die Möglichkeit einer solche Herabstufung ausgeschlossen erschien. Die Fachleute der Medien, Finanzmärkte unter andere, die sich mit Prognosen beschäftigen, wobei für sie Prognosen lediglich eine geradlinige Fortschreibung des Vergangenen in die Zukunft sind, gingen davon aus, dass dies einfach nicht passieren könne oder im äußersten Fall in fünf oder sechs Jahren eintreten könnte, wenn sich die finanzielle Lage sich dauerhaft verschlechtern sollte.

(29) Dies ist umso wichtiger, da die Medien und die Finanzmärkte sich heute ausschließlich auf das Ablenkungsmanöver Eurokrise konzentrieren, mit dem, wie wir seit nunmehr zwei Jahren schreiben, der Ernst der Lage für das weltweite Finanzsystem, also insbesondere für Wall Street und die City, verschleiert werden soll. Die empfindliche Niederlage für David Cameron in Brüssel zeigt die Panik, die an den angelsächsischen Finanzmärkten herrscht.

(30) Euroland, trotz seiner Mängel, die die angelsächsischen Medien und die Mietmäuler von Wall Street und City nicht müde werden herauszustellen, erweist sich seit nunmehr beinahe zwei Jahren als sehr kreativ, neue Institutionen und politische Verfahren zu erfinden, um in der Krise zu bestehen und sich auf die Welt von Morgen vorzubereiten. Die USA hingegen sind zur geringsten Initiative unfähig, um sich an die neuen globalen Bedingungen anzupassen, wie man gerade am Scheitern des Superausschusses, sich auf recht überschaubare Ausgabenkürzungen von 1.500 Milliarden USD in zehn Jahren zu einigen, sehen konnte (vgl. unten stehendes Schaubild). Die Geschichte der Staaten wie auch der Arten hat jedoch gezeigt, dass die Fähigkeit zur Anpassung entscheidend für das Überleben ist. Dies ist ein Naturgesetz, das keine Ausnahmen kennt.

(31) Wie schrieb doch Rudyard Kipling in seinem wunderbaren Gedicht « Wenn »: „Kannst du die Wahrheit sehn, die du gesprochen,
Verdreht als Köder für den Pöbelhauf; Dir treu sein kannst, wenn alle dich verlassen /Und dennoch ihren Wankelmut verzeih'n/ Läßt dich mit Lügnern nie auf Lügen ein / Kannst du dem Hasser deinen Haß versagen/Und doch dem Unrecht unversöhnlich sein / Dein ist die Erde dann mit allem Gut... „ (übertragen ins Deutsche von Lothar Sauer) Dieser Rat gilt nicht nur für Einzelne, sondern auch für Gesellschaften. Und ein Literaturfreund in unserem Team zitierte diese Passage des Gedichts angesichts einer Diskussion über die Berichterstattung der angelsächsischen Medien zu Euroland und Eurokrise. Aber mit der Isolierung Großbritanniens in der EU und der sich beschleunigenden Integration Eurolands (wie wir es vorhergesehen hatten), können wir feststellen, dass in Euroland eine psychologische Barriere durchbrochen wurde: Jetzt muss nicht mehr Rücksicht auf die besonderen Wünsche unsere angelsächsischen „Verbündeten“ genommen werden; es geht jetzt darum, sich gegen die Angriffe der angelsächsischen Gegner Eurolands und des Euros zur Wehr zu setzen. Im Gegensatz zu den großen Medien und Experten in den Diensten von Wall Street und City verschwenden die Euroländer keine Zeit damit, „Worte als Köder für den Pöbelhauf“ zu verdrehen. Vielmehr nehmen sie die Wirklichkeit, wie sie ist, gehen beharrlich ihren Weg und kappen eine Leine nach der anderen, mit der sie an die angelsächsischen Finanzzentren gebunden sind; bald werden sie auch die politischen Leinen kappen. Wir wollen uns nicht des Vergnügens berauben, unseren Lesern ein weiteres Beispiel der Meinungsmache der angelsächsischen Medien zu präsentieren, die inzwischen eine Spezialität der meisten britischen und amerikanischen Medien geworden ist. In unserer Rubrik „verdrehte Worte der Lügner für den Pöbelhauf“ stellen wir einen Artikel von MarketWatch vom 14.12.2011 mit dem Titel Money mangager fear eurozone breakup vor. Was aber liest man in dem Artikel? Dass sie überwiegend (75% von ihnen) von der Sorge getrieben waren, dass die US-Bonitätsnote herabgestuft werden könnte, wobei 48% von ihnen damit im nächsten Jahr rechneten, während nur 44% von ihnen meinten, dass das Risiko bestände, dass eines Tages (ohne konkretes Datum!) ein Land aus der Eurozone ausscheren könnte. Eine ehrliche Schlagzeile hätte also lauten müssen: Geldmanager fürchten Herabstufung der US-Staatsanleihen. Aber wie heißt es doch: Im Krieg und in der Liebe ist jedes Mittel Recht.

(32) Gleichzeitig wuchs die US-Gesamtbevölkerung um 30 Millionen, also um 10%. Quelle: Washington Post, 02/12/2011

(33) Wir gehen davon aus, dass in den Jahren 2013/2014 sich für den Kongress dank einer massiven Unterstützung der öffentlichen Meinung die bisher undenkbare Möglichkeit bieten wird, die Zerschlagung der Fed durchzusetzen. Die Gegnerschaft der Tea-Party-Bewegung zu den Bundesinstitutionen und die Proteste der OWS gegen Wall Street überlappen sich in dieser Frage in wunderbarer Weise.

(34) Quelle : New York Times, 24/11/2011

(35) Auch hier haben wieder einmal die Rating-Agenturen, allen voran Moody’s, nichts vorhergesehen. Denn bis Sommerende 2011 erhielt MF Global noch Höchstnoten, während in Wirklichkeit die Verantwortlichen schon die Konten ihrer Kunden anzapften, um die Zahlungsunfähigkeit hinauszuschieben. Vielleicht ist dieses Detail für diejenigen, die glauben, ihr Vermögen werde an Wall Street und in der City bestmöglich verwaltet, „food for thought“.

(36) Quellen : MSNBC, 11/2011 ; RT, 08/12/2011

(37) Das sind Zahlen, die man eigentlich nur in Ländern der Dritten Welt erwarten würde. Zur Lage von obdachlosen Kindern ein Video auf Beforeitsnews, 29/11/2011

(38) Das Land hat seine Fähigkeit zum Wirtschaftswachstum verloren, erklärt Gregor McDonald in SeekingAlpha vom 05/12/2011.

(39) Quelle : Washington Post, 29/11/2011

(40) In Wahrheit ist das Land seit 2008 nie aus der Rezession gekommen, auch wenn dank der makro-ökonomischen Maßnahmen die Zahlen anderes aussagen. Aber von Makro-Ökonomie können sich eben nur Wirtschaftswissenschaftler ernähren.

Samedi 17 Décembre 2011
LEAP/E2020
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GEAB N°65 - Zusammenfassung

- 17. Mai 2012 -

Umfassende weltweite Krise / 2. Halbjahr 2012 - Vier Faktoren voller Sprengkraft treffen zusammen: Banken-Börsen-Renten-Schulden
Euroland macht sich, insbesondere dank der Wahl des neuen Präsidenten Frankreichs Francois Hollande, die LEAP/E2020 schon seit vielen Monaten vorhersagte, daran, sich bis Ende 2012 ein mittel - und langfristiges politisches, wirtschaftliches und soziales Gemeinschaftsprojekt zu geben. Währenddessen bleiben die Operateure an den internationalen Finanzmärkten Gefangene ihrer Reflexe, mit denen sie nur auf die kurzfristigen Aspekte wie die Kapriolen der griechischen Politik, die Zweifel am Entstehen einer Eurolandgovernance und auf die Staatsschuldenrisiken reagieren… (Seite 2)
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Welche Sprachen sollte ihr Kind lernen, damit sie ihm auch in zwanzig Jahren noch nützlich sind? Vorschau auf die wichtigen Verkehrssprachen in Europa und der Welt bis 2030
Über das kulturelle Interesse hinaus, das wir dieser Problemstellung entgegenbringen, konzipieren wir diese Antizipation als ein Entscheidungshilfsmittel sowohl für Eltern bei der Sprachenwahl für ihre Kinder wie auch der Bildungseinrichtungen (öffentliche Schulen, Universitäten, Staaten wie auch internationale Unternehmen). Die individuellen und gesellschaftlichen Weichenstellungen beim Sprachenlernen sind ja in der Tat auf sehr lange Sicht bedeutsame Entscheidungen, die mit einem Vorlauf von 20 bis 30 Jahren getroffen werden müssen… (Seite 12)
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Die Mehrheit der Befragten, die meint, dass große Banken in ihrem Heimatland bis Ende 2012 in Konkurs gehen könnten, verstärkt sich von 61% im Vormonat auf nunmehr 66%… (Seite 25)
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