Umfassende weltweite Krise - Jahresende 2008: Zusammenbruch der Pensionsfonds


- Auszug des GEAB vom 18. März 2008 -



Umfassende weltweite Krise - Jahresende 2008: Zusammenbruch der Pensionsfonds
Wenn Sie Abonnent des GEAB wären, hätten Sie das Folgende schon am 18. März 2008 gelesen:

Nach Auffassung von LEAP/E2020 wird bis Jahresende 2008 das System der Pensionsfonds zusammenbrechen. Dadurch wird das gesamte System der kapitalfinanzierten Rente in Gefahr geraten. Diese finanzielle Katastrophe ist für viele Menschen gleichbedeutend mit dem sozialen Abstieg in die Armut. Denn gerade jetzt kommt die erste große Welle der geburtenstarken Jahrgänge in den USA, Europa und Japan in das Rentenalter. Die Erträge der Pensionsfonds werden genau zu dem Zeitpunkt einbrechen, wenn sie erstmalig dauerhaft große Summen an ihre Versicherten auszahlen müssen. In dieser 23. Ausgabe des GEAB beschreiben wir, wie die Krise die Pensionsfonds erfassen wird, führen aus, welche Länder (insbs. in Europa) besonders betroffen sein werden und geben strategische und praktische Empfehlungen, die helfen sollen, die negativen Auswirkungen zu begrenzen.

Gleichzeitig beschreiben wir in der diesmonatigen Ausgabe, wie sich die umfassende weltweiten Krise, deren reale Existenz heute eigentlich niemand mehr bezweifelt, in den nächsten Monaten auswirken wird (abonnieren Sie. Dabei werden wir insbs. die Liquiditätsspritzen der US-Zentralbank und ihre Folgen kommentieren. Im absoluten Gegensatz zu ihrem angestrebten Zweck tragen sie noch zur Instabilität des gesamten US-Bankensystem bei. Weiterhin analysieren wir die Risiken, denen die Banken in den USA und in einigen der besonders gefährdeten EU-Mitgliedstaaten ausgesetzt sind. Darüber hinaus präsentieren wir unsere Analyse, die uns zu dem Schluss kommen ließ, dass die US-Wirtschafts- und Finanzkrise einen amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran noch vor den nächsten US-Präsidentschaftswahlen wahrscheinlicher werden läßt und welche Konsequenzen er haben wird.

Auf jeden Fall wollen wir festzuhalten, dass mit der Notwendigkeit eines Notplans zur Rettung der fünftgrößten US-Geschäftsbank Bear Stearns (1), der einen Verkauf oder den Konkurs nur um ein paar Wochen hinausschiebar dürfte, das eingetreten ist, was wir in der 19. Ausgabe des GEAB (2) vorhersagten, dass nämlich schon im ersten Quartal 2008 eine große Bank pleite gehen werde.

Gleichzeitig hat der Dollar seinen Absturz (im Verhältnis zum Euro, Yen und Yuan) fortgesetzt. Gold ist nunmehr mehr als 1000 USD pro Unze teuer, für Erdöl muss mehr als 110 USD pro Fass gezahlt werden, die Aktienmärkte weltweit mussten innerhalb eines Quartals Kursrückgänge um 20% hinnehmen, und der neueste Versuch der US-Zentralbank, die Finanzkrise mit einer Geldspritze von 200 Milliarden US-Dollar aufzuhalten, hat sich bereits heute als ein Fehlschlag erwiesen... . Wir werden Zeugen, wie alle Grundlagen der Wirtschafts- und Finanzordnung der letzten Jahrzehnte vor unseren Augen wegbrechen. Der Rythmus beschleunigt sich. Wer könnte da noch zweifeln, dass die Krise eine Krise des gesamten Systems von bisher noch nicht gekanntem Ausmaß ist und eine ganz neue Qualität besitzt? (3)

Die Beschleunigung der Krise in den letzten Wochen ermöglicht unseren Forschern, bestimmte ihrer Vorhersagen noch zu verfeinern. Für den Devisenbereich heißt dies konkret, dass wir unsere Einschätzung über den Wert des US-Dollars im Verältnis zu den drei anderen großen Weltwährungen, also den Euro, den Yen und den Yuan, noch einmal überarbeitet haben. Wir gehen zukünftig davon aus, dass der Wechselkurs EURUSD Ende 2008 bei 1,75 liegen wird (im Gegensatz zu 1,70, wie wir noch 2006 vorhersagten); der Kurs USDYEN wird auf 90 und USDYUAN auf 6 fallen (4).

Entwicklung des Dollar Index (Korb aus Referenzwährungen (5)) vom 14. März 2008 / Quelle FxStreet
Entwicklung des Dollar Index (Korb aus Referenzwährungen (5)) vom 14. März 2008 / Quelle FxStreet
Angesichts des Ausmaßes der bereits im Leben vieler Amerikaner angekommenen Very Great Depression USA (6) ist es für LEAP/E2020 eine Genugtuung zu vernehmen, dass die US-Regierung als Folge von vielen Protesten (7) letztendlich davon Abstand nimmt, die Veröffentlichung der US-Wirtschaftsindikatoren auf der Webseite EconomicIndicators.Gov einzustellen. In unserer so turbulenten Zeit ist es nämlich äußerst wichtig, dass vielen der Zugriff auf Statistiken zur US-Wirtschaft in einfacher Weise möglich bleibt. Viele private und öffentliche, individuelle und institutionelle Investoren sind für ihre Investitionsentscheidungen darauf angewiesen.

Insoweit kann man die Zentralbank von Atlanta nur sehr dafür loben, der interessierten Öffentlichkeit etwas sehr nützliches zur Verfügung zu stellen: Sie hat eine DVD herausgebracht, die den Titel trägt: Wie man sich auf die Krise vorbereitet: Der Griff nach der Rettungsleine (« Crisis Preparedness: Reconnecting the Financial Lifeline »), und die sie kostenlos zur Verfügung stellt (8). Damit soll allen Investoren ermöglicht werden, die Gefahren der Krise zu erkennen und sich somit besser auf sie vorzubereiten. Wenn man bedenkt, dass nach Auffassung von LEAP/E2020 im September 2008 (9) mit dem Zusammenbruch der US-Realwirtschaft zu rechnen ist, wird offensichtlich, dass diese Ratschläge von offizieller Stelle sehr wohl ihre Berechtigung haben. Insbesondere hört man auf der DVD immer wieder, dass in einer schweren Krise Bargeld die beste Geldanlage ist ("cash becomes king"), eine Mantra, die der GEAB seit Monaten predigt. Mann kann sich ein Bild vom Ernst der Lage machen, wenn man sich vor Augen hält, dass diese Menschen gemachte Krise die Versicherungswirtschaft schon heute mehr Geld gekostet hat als der Wirbelsturm Katrina, der doch die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte der USA war (10).

Eigenkapitalreserven der US-Sparkassen (1950 bis 02/2008 / Quelle Zentralbank von Saint Louis
Eigenkapitalreserven der US-Sparkassen (1950 bis 02/2008 / Quelle Zentralbank von Saint Louis
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass Graphiken wie die oben dargestellte in frappierender Weise aufzeigen, dass die Lage viel gravierender ist als es sich die weitsichtigsten Politiker, Wirtschaftsführer -und Wissenschaftler und Bankvorstände (und von ihnen gibt es nicht viele) auch nur auszumalen vermögen. Sie zeigt, bis zu welchem Grad das US-Finanzsystem und mit ihm große Teile des globalen Finanzsystems ausgeblutet sind. Man kann die Situation einfach und drastisch beschreiben: Die Geldschränke der US-Banken sind leer. Die Krise wird sich nunmehr rasch ausbreiten und in ihr zweites Entwicklungsstadium eintreten; dies wird zu einer ganzen Reihe von Bankeninsolvenzen noch vor dem Sommer 2008 führen (wir sagten es bereits in der 20. Ausgabe des GEAB vorher), was wiederum dazu führen wird, dass das globale Finanzsystem in der zweiten Hälfte 2008 funktionsunfähig wird.

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Noten:

(1) Quelle : Reuters, 14.03.2008

(2) Wir hatten es in der 19. Ausgabe des GEAB für Februar vorhergesagt, und nun ist letztendlich der 14. März der Tag geworden, an dem die erste amerikanische Bank bankrott gemacht hat. Wir erinnern daran, dass nunmehr nach unseren Vorhersagen vom November 2007 weitere Banken, amerikanische und europäische, folgen werden.

(3) Im übrigen irrt sich CNN/Money nicht, das seinem Spezialbeitrag den Titel gibt: Problem Nr. 1: Das Geld Amerikas. Quelle: CNN/Money. Denn grundsätzlich handelt es sich genau darum: die Verflüchtigung von Tausenden von Milliarden US-Dollar, die sich virtuell über den letzten Jahren auf den Konten von Finanzinstituten, Banken, Privatpersonen und Regierungen weltweit angesammelt hatten. Genau darüber schrieben wir schon in den ersten Ausgaben des GEAB Anfang 2006.

(4) LEAP/E2020 möchte darauf hinweisen, dass für den Fall eines amerikanisch-israelischen Angriffs auf den Iran noch in diesem Jahr wir in dieser 23. Ausgabe des GEAB die Voraussage machen, dass dann der Wert des Dollars zum Jahresende 2008 noch darunter liegen wird. Und was die Gerüchte über eine konzertierte Aktion der Zentralbanken zur Eindämmung des Absturzes der US-Währung angeht, sagen wir eindeutig: Sie entbehren jeglicher Grundlage. Für eine solche gemeinsame Aktion fehlt es aufgrund der unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklungen in den verschiedenen Weltregionen an übereinstimmenden Interessen der Zentralbanken, wie LEAP/E2020 schon seit einigen Monaten schreibt. Der Wertverlust des Dollars resultiert aus der Rezession der US-Wirtschaft und einer entsprechenden Abwertung des Dollars um ungefähr 50% im Verhältnis zu den anderen großen Währungen.

(5) Währungen des Dollar-Index: Euro, Yen, Kanadischer Dollar, Britisches Pfund, Schweizer Franken und Schwedische Krone. Wäre der chinesische Yuan zusätzlich enthalten, wäre der Wertverfall noch ausgeprägter.

(6) Es gibt inzwischen sogar Webseiten, die sich auf das Thema spezialisert haben, z. B. Depression2.TV, deren Untertitel sehr bezeichnend ist: Überleben in der Zweiten Großen Depression

(7) Auszug aus der Mitteilung auf der Webseite von EconomicIndicators.gov: "Die ESA (Economics and Statistics Administration) hatte eigentlich beschlossen, diesen Dienst (Veröffentlichung der Indikatoren) aus haushaltlichen Gründen einzustellen, aber angesichts der vielen Reaktionen, die die ESA erhalten hatte, wurde beschlossen, die Seite weiterhin anzubieten... "

(8) Quelle : Banking Information, Federal Reserve Bank of Atlanta (wenn Sie die DVD unmittelbar bei der Fed von Atlanta bestellen wollen, können sie den link hier nmittelbar anklicken)

(9) Vgl. GEAB N°22

(10) Quelle : Bloomberg, 14.03.2008

Mardi 18 Mars 2008

GEAB N°61 - Zusammenfassung

- 17. Januar 2012 -

Umfassende weltweite Krise – 2012: Das Jahr der Zeitenwende in den internationalen Machtverhältnissen
Mit dieser 61. Ausgabe des GEAB jährt es sich nun zum sechsten Mal, dass die Mitarbeiter von LEAP/E2020 mit ihren Abonnenten und Lesern seines monatlichen Informationsbriefs ihre Vorhersagen über die Entwicklung der umfassenden weltweiten Krise teilen. Und zum ersten Mal in diesen vergangenen Jahren sagen wir in dieser Januarausgabe, die eine Übersicht über unsere Vorhersagen für dieses Jahr enthält, ein Jahr voraus, in dem sich die Krise nicht einfach weiter verstärken wird, sondern auch die ersten Elemente der „Welt von Morgen“ (...) sich herauskristallisieren... (Seite 2)
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USA 2012: Auf dem Weg zur Tragödie eines QE3
Die amerikanische Finanzpolitik steht heute vor der Herausforderung der Staatschuldenkrise, deren ultimatives Opfer sie sein werden. Wie LEAP/E2020 vorhergesehen hat, wird die Schuldenkrise der Eurostaaten 2011 der Zünder sein, der die US-Schuldenbombe 2012 zur Explosion bringt, auch wenn in einer Medienkampagne verzweifelt versucht wird, die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Der massive Verkauf von US-Staatsanleihen durch die großen Zentralbanken im zweiten Halbjahr 2011 belegt aber die Richtigkeit unserer Vorhersage in beeindruckender Weise… (Seite 7)
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VORHERSAGEN 2012: 20 MAL RAUF UND 15 Mal RUNTER, 35 SCHLÜSSELTHEMEN FÜR 2012
Up oder Down? Die politische Pattsituation in den USA; Die Londoner City und Wall Street; Der Westen als Interessen- und Wertegemeinschaft; Der Anstieg der Zinsen; Wall Street und die City als Schwarze Löcher des Finanzsystems; Der Wert der chinesischen Währungsreserven; Das britische Pfund (und die Gilts); Die Entstehung eines neuen europäischen Souveräns: Euroland; Der « kleine kalte Krieg » zwischen USA und China; Italien; Die Eurokrise; Die Bedeutung des Dollars in den globalen Handelsbeziehungen; Die Ratingagenturen; Die « große europäische Staatsschuldverschreibung » (GESSV); MerkHollMont ; Ron Paul ; Der weitere Vormarsch von Gold im internationalen Währungssystem; Die Rezessflation; Die Zahl, die Größe und der Einfluss der westlichen Banken; Sarkozy, Cameron, Netanjahu und Medwedew; Die Reifung der BRICS zu einem wichtigen Akteur auf der internationalen Bühne; Die Türkei verlässt das westliche Lager; Die europäische Tobin-Steuer; Die laizistischen und prowestlichen Bewegungen in der islamischen Welt; Wachstum; Klagen und Strafverfahren gegen Bankvorstände und Hedge Fonds- Manager; Der Zerfall des Weltwährungssystems in drei Zonen: Dollar, Euro, Yuan; Die allgemeine Abwertung der Schulden der westlichen Staaten; Die Wutbürger; Die EU als „Europa“; QE3 als Wunderwaffe zur Rettung der US-Wirtschaft; Die Fähigkeit der USA zu Militäreinsätzen; Die Meerenge von Hormus und eine neue Fassette der Krise im Mittleren Osten; Schottlands Unabhängigkeit; Die Nützlichkeit der G20 (page 19)
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Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung
(...) nimmt auch die Mehrheit zu, die die Auffassung vertritt, europäische Bekämpfungsmaßnahmen der Krise seien wirksamer als nationale Alleingänge (80% im Januar 2012 im Vergleich zu 77% im Vormonat) … (Seite 36)
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