Umfassende weltweite Krise - 2010 bis 2020: Gold erringt K.O.-Sieg über den Dollar


- Pressemitteilung des GEAB vom 16. Januar 2010 -



Umfassende weltweite Krise - 2010 bis 2020: Gold erringt K.O.-Sieg über den Dollar
Die US-Zentralbank ist nicht mehr in der Lage, ihren Jahrzehnte langen Kampf gegen Gold unter dem Schlagwort vom „Überbleibsel aus barbarischen Zeiten“ führen, mit dem die alles überragende Stellung des Dollars im internationalen Währungssystem gesichert werden sollte. Nach unserer Auffassung wird im kommenden Jahrzehnt Gold den Dollar aus dem Ring des internationalen Währungssystems prügeln, während die anderen großen Währungen zumindest vor ihm auf die Knie gegen werden.

Wir haben schon des Öfteren in vorhergehenden Ausgaben des GEAB darauf hingewiesen : Gold ist sowohl eine mittel- bis langfristig geeignete Anlageform, um sein Vermögen gegen Wertverluste von Papierwährungen und Wertpapieren abzusichern als auch ein Zahlungsmittel in Zeiten schwerster Währungskrisen. In beiden Fällen ist die Entscheidung, ein Teil seines Vermögens in Gold zu tauschen Ausdruck einer gewissen Einschätzungen über die Risiken der nächsten Jahre, nicht der nächsten Wochen und Monate. In dieser 41. Ausgabe des GEAB, eine Spezialausgabe anlässlich des Beginns eines neuen Jahrzehnts, wollen wir unsere Einschätzung über die Entwicklung von Gold als Anlageform 2010 bis 2020 vorstellen. Diese Darstellung ergänzt unsere Ausführungen in der 34. Ausgabe des GEAB vom April 2004. Eine solche langfristige Vorhersage erscheint uns auch aufgrund unserer Ausrichtung als Entscheidungshilfsmittel für individuelle und institutionelle Investoren wie Banken, einschließlich der Zentralbanken, Versicherungen, Pensionsfonds etc., die mittel- und langfristig investieren müssen und wollen. Zum ersten Mal seit vierzig Jahren, nämlich der Abschaffung der Goldbindung des Dollars unter US-Präsident Nixon, sind die Interessen von Zentralbanken und privaten Investoren bei Gold gleichgerichtet: Seit der Dollar zu einer unsicheren Währung geworden ist und damit de facto seinen Status als internationale Leitwährung und Währungsreserven der Zentralbanken verloren hat, und solange keine ihn ersetzende neue internationale Leitwährung geschaffen ist, verbleibt nur noch Gold als verlässlicher liquider Wertspeicher.

Wir haben schon in der 34. Ausgabe des GEAB erläutert, dass Gold auf einem paradoxen Markt gehandelt wird. Zwar kontrollieren die Fed und die anderen großen Zentralbanken den Markt mit dem Ziel, eine zu hohe Preissteigerung bei Gold zu verhindern. Dennoch ist Gold wegen der gegenwärtigen umfassenden Krise, dem strukturell bedingt verringerten Einfluss der USA und also ihrer Zentralbank und der damit verbundenen Auflösung des internationalen Währungssystems eine sichere Anlage in hochgradig unsicheren Zeiten. Zur Erinnerung: Seit der Veröffentlichung der 34. Ausgabe hat Gold im Verhältnis zum Dollar eine Wertsteigerung von 30% zu verzeichnen, und im Verhältnis zum Euro von 23%. Seit unseren ersten Kaufempfehlungen 2006 hat es 100% im Verhältnis zum Dollar und 85% im Verhältnis zum Euro zugelegt.

2000 – 2009: Wertsteigerung Gold im Verhältnis zu 17 Währungen (in %)
2000 – 2009: Wertsteigerung Gold im Verhältnis zu 17 Währungen (in %)
Aber wenn Gold seither so an Wert gewonnen hat, dann ist das nicht einer Entwicklung zu mehr Markttransparenz und zu weniger Manipulation durch die Fed und ihre Schwesterinstitutionen geschuldet. Die drei großen Verteidigungslinien gegen eine Rückkehr von Gold in das internationale Währungssystem werden weiterhin gehalten, nämlich:

- Die Schaffung eines Marktes für Goldzertifikate, in dem der Markt für reales Gold in einem Meer von fiktiven Verträgen über Ansprüche an Goldlieferungen verwässert wird; fiktiv sind diese Verträge, weil sie sich auf Goldmengen beziehen, die noch nicht existieren oder zwar existieren, aber mehrfach verkauft wurden.

- Die Manipulation der Höhe der Goldbestände, insbs. der der USA, die schon seit Jahrzehnten nicht mehr überprüft wurden.

- Eine systematische Propaganda unter Einsatz der großen Wirtschafts – und Finanzmedien, mit der Gold als archaische Geldanlange stigmatisiert wird, die nur Greise interessieren könnte, die mit ihren Kriegsgeschichten genauso langweilen wir mit ihrer obsoleten Fixierung auf Gold als Wertanlage, oder Verrückte, die Gold in den Wahnsinn getrieben hätte.

Während vierzig Jahre hat diese Strategie hervorragend funktioniert. Sogar Staaten wurden dazu gebracht, ihre Goldreserven für recht wenig Geld abzustoßen, allen voran Großbritannien (1). Daran lässt sich wieder einmal nachweisen, dass Regierungen bessere Entscheidungen treffen würden, wenn sie über Fähigkeiten zur Antizipation verfügten oder zumindest Zugang zu Antizipationsarbeiten hätten. Die Unfähigkeit, Entwicklungen vorher zu sehen, hat im Fall Gold Großbritannien mindestens 10 Milliarden USD gekostet.

Wenn aber die Marktmanipulation, die vierzig Jahre erfolgreich war, Gold aus dem internationalen Währungssystem heraus zu halten, immer noch funktioniert, wie konnte es dann geschehen, dass der Goldpreis so weit gestiegen ist? Dies ist die unmittelbare Folge der Krise und ihrer Phase der Auflösung der bisherigen Weltordnung: Die Fed hat nicht mehr ausreichend Einfluss, um den Erzfeind des Dollars und Konkurrenten um die Vormachtstellung im internationalen Währungssystem von diesem fernzuhalten. Dieser schwindende Einfluss ist natürlich das Ergebnis eines komplexen Prozesses mit verschiedenen Fassetten, die wir in der aktuellen Ausgabe des GEAB analysieren werden.

Entwicklung der Kurse der wichtigsten Währungen im Verhältnis zu Gold (1900 – 2009) (Die Unterbrechung in der Eurolinie  (DM vor 1999) erklärt sich aus der Hyperinflation von Weimar und dem Zusammenbruch Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg)  - Quelle:
Entwicklung der Kurse der wichtigsten Währungen im Verhältnis zu Gold (1900 – 2009) (Die Unterbrechung in der Eurolinie (DM vor 1999) erklärt sich aus der Hyperinflation von Weimar und dem Zusammenbruch Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg) - Quelle:
Wie bereits erwähnt, die Januar-Ausgabe des GEAB enthält traditionell unsere Vorhersagen für das kommende Jahr. Doch mit diesem Januar beginnt nicht nur ein neues Jahr, sondern ein neues Jahrzehnt. Es wird kein normales Jahrzehnt werden. Alle aufmerksamen Beobachter der Zeitläufte spüren, dass in ihm wichtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden. Franck Biancheri, der Koordinator des GEAB, schreibt zur Zeit an einem Buch über die Welt nach der Krise. Es soll in Frankreich im Februar 2010 erscheinen. Er entwickelt darin zwei mögliche Szenarien für die wichtigsten Entwicklungen des kommenden Jahrzehnts (2). Franck Biancheri ermöglicht dem GEAB eine Vorab-Veröffentlichung eines dieser Szenarien (3). Wir freuen uns, dass wir unseren Lesern auf diese Weise einen frühen Blick in die geopolitischen Entwicklungen, die uns bevorstehen könnten, zu ermöglichen vermögen. Die beiden Szenarien tragen den Titel „Die leidvolle Geburt der Welt nach der Krise“ (4) und „das tragische Ende der Welt vor der Krise “. Wir haben entschieden, unseren Lesern das zweite Szenario zu präsentieren. Es ist von den beiden das pessimistischere, aber auch das, von dem wir ausgehen, dass es die aktuellen Trends weitsichtigst und am umfassendsten analysiert.

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Noten:

(1) 2004 war Gordon Brown britischer Finanzminister. Er war verantwortlich für diesen schweren Irrtum, der bis heute den britischen Staat 10 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Dieser Artikel der Times vom 28. 12. 2009 beschreibt einen selten Fall, in dem Frankreich sich schlauer verhalten hat als Großbritannien, der allgemeinen Mode in Wirtschaft und Finanzwelt, die von Washington vorgegeben war, widerstand und sein Gold nicht verkaufte. Vielleicht ist ein Trost für die britischen Steuerzahler, wenn sie sich vor Augen halten, dass, wären 10 Milliarden mehr in der Kasse gewesen, ihre Regierung auch dieses Geld den Banken über die letzten Monate in den Rachen geworfen hätte. Und vielleicht baut es sie ein wenig auf zu hören, dass die Times nicht wusste oder nicht schreiben wollte, dass Nicolas Sarkozy, damals Finanzminister, ebenfalls einen Goldverkauf durchsetzte, der zwar nicht so umfangreich war wie der britische, der aber genauso ideologisch begründet war. Quelle: Boursorama, 30/12/2009. No comment

(2) Wir weisen darauf hin, dass diese Art von Szenario zwar wie eine Vorabchronik des kommenden Jahrzehnts präsentiert wird, aber natürlich nicht für sich in Anspruch nimmt, die Zukunft im Detail zu beschreiben. Sein Ziel ist vielmehr, die in den Antizipationsarbeiten analysierten Trends anschaulicher und verständlicher zu vermitteln. Diese Zukunftschroniken sind gewissermaßen bildliche Darstellungen der an anderer Stelle erarbeiteten Grundsatzanalysen.

(3) Natürlich ist « leidvolle Geburt » ein Quasi-Pleonasmus, denn jede Geburt, auch die einer neuen Weltordnung, kann nur unter Leiden geschehen, auch wenn das Ergebnis Quelle von Glück sein kann.

(4) Wenn dieses Ende bevorsteht, dann wird es im engen Wortsinne tragisch sein, nämlich auch unter dem Aspekt, dass viele dieses Ende kommen sehen und dennoch ohnmächtig mit ansehen müssen, wie ihre Welt untergeht.

Jeudi 1 Septembre 2011

GEAB N°61 - Zusammenfassung

- 17. Januar 2012 -

Umfassende weltweite Krise – 2012: Das Jahr der Zeitenwende in den internationalen Machtverhältnissen
Mit dieser 61. Ausgabe des GEAB jährt es sich nun zum sechsten Mal, dass die Mitarbeiter von LEAP/E2020 mit ihren Abonnenten und Lesern seines monatlichen Informationsbriefs ihre Vorhersagen über die Entwicklung der umfassenden weltweiten Krise teilen. Und zum ersten Mal in diesen vergangenen Jahren sagen wir in dieser Januarausgabe, die eine Übersicht über unsere Vorhersagen für dieses Jahr enthält, ein Jahr voraus, in dem sich die Krise nicht einfach weiter verstärken wird, sondern auch die ersten Elemente der „Welt von Morgen“ (...) sich herauskristallisieren... (Seite 2)
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USA 2012: Auf dem Weg zur Tragödie eines QE3
Die amerikanische Finanzpolitik steht heute vor der Herausforderung der Staatschuldenkrise, deren ultimatives Opfer sie sein werden. Wie LEAP/E2020 vorhergesehen hat, wird die Schuldenkrise der Eurostaaten 2011 der Zünder sein, der die US-Schuldenbombe 2012 zur Explosion bringt, auch wenn in einer Medienkampagne verzweifelt versucht wird, die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Der massive Verkauf von US-Staatsanleihen durch die großen Zentralbanken im zweiten Halbjahr 2011 belegt aber die Richtigkeit unserer Vorhersage in beeindruckender Weise… (Seite 7)
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VORHERSAGEN 2012: 20 MAL RAUF UND 15 Mal RUNTER, 35 SCHLÜSSELTHEMEN FÜR 2012
Up oder Down? Die politische Pattsituation in den USA; Die Londoner City und Wall Street; Der Westen als Interessen- und Wertegemeinschaft; Der Anstieg der Zinsen; Wall Street und die City als Schwarze Löcher des Finanzsystems; Der Wert der chinesischen Währungsreserven; Das britische Pfund (und die Gilts); Die Entstehung eines neuen europäischen Souveräns: Euroland; Der « kleine kalte Krieg » zwischen USA und China; Italien; Die Eurokrise; Die Bedeutung des Dollars in den globalen Handelsbeziehungen; Die Ratingagenturen; Die « große europäische Staatsschuldverschreibung » (GESSV); MerkHollMont ; Ron Paul ; Der weitere Vormarsch von Gold im internationalen Währungssystem; Die Rezessflation; Die Zahl, die Größe und der Einfluss der westlichen Banken; Sarkozy, Cameron, Netanjahu und Medwedew; Die Reifung der BRICS zu einem wichtigen Akteur auf der internationalen Bühne; Die Türkei verlässt das westliche Lager; Die europäische Tobin-Steuer; Die laizistischen und prowestlichen Bewegungen in der islamischen Welt; Wachstum; Klagen und Strafverfahren gegen Bankvorstände und Hedge Fonds- Manager; Der Zerfall des Weltwährungssystems in drei Zonen: Dollar, Euro, Yuan; Die allgemeine Abwertung der Schulden der westlichen Staaten; Die Wutbürger; Die EU als „Europa“; QE3 als Wunderwaffe zur Rettung der US-Wirtschaft; Die Fähigkeit der USA zu Militäreinsätzen; Die Meerenge von Hormus und eine neue Fassette der Krise im Mittleren Osten; Schottlands Unabhängigkeit; Die Nützlichkeit der G20 (page 19)
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Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung
(...) nimmt auch die Mehrheit zu, die die Auffassung vertritt, europäische Bekämpfungsmaßnahmen der Krise seien wirksamer als nationale Alleingänge (80% im Januar 2012 im Vergleich zu 77% im Vormonat) … (Seite 36)
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