MAP4 ist angekommen! Antizipation heißt Voraussehen, um handeln zu können, von Marie-Hélène Caillol (+ Zusammenfassung)


- Edito MAP4-November2011 -



MAP4 ist angekommen! Antizipation heißt Voraussehen, um handeln zu können, von Marie-Hélène Caillol (+ Zusammenfassung)
ZUSAMMENFASSUNG: EDITO - Antizipation heißt Voraussehen, um handeln zu können (s.2) – GLOBAL GOUVERNANCE - Empfehlungen für die Regierungen der G20, um das tragische Ende der Welt von Gestern zu vermeiden: Die drei strategischen Prioritäten des G20 in den Jahren 2012 bis 2014 (s.4) – NEUE GOVERNANCE - Auf dem Weg zu einem gesamteuroländischen Referendum zur Errichtung einer Wirtschaftsregierung für Euroland? (s.10) - BEDIENUNGSANLEITUNG - Die Evaluierung der Vorhersagen (s.13) – ANTIZIPATION - Der Tag (da)... nach - dem US- Wahltag (s.15) – SOZIOLOGIE - 2012: Big Mother verdrängt Big Brother (s.21) – FUTURHEBDO - We need you ! (s.28) – FIKTION - Isaac Asimov : Foundation und Psycho-Geschichte (s.30)

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Die « drei Empfehlungen an die Regierungen der G20 », die auf diesen Leitartikel folgen, sind ein perfektes Beispiel des LEAP-Mottos „Antizipation heißt voraus schauen, um handeln zu können“ xxx. Sie sind nämlich das Ergebnis von sechs Jahren Arbeit und Nachdenken der Mitarbeiter von LEAP über die Krise. Unsere Voraussagen konnten sich aufgrund ihrer Qualität und Schlüssigkeit auf Anhieb Respekt verschaffen und genießen weltweit ein entsprechend hohes Vertrauen. 2009, im Vorfeld des G20-Gipfeltreffens in London, konnte LEAP, aufbauend auf drei Jahren kontinuierlicher Antizipationsarbeiten, „drei Empfehlungen für die Regierungen der G20-Staaten“ vorlegen, die als offener Brief in einer ganzseitigen Anzeige der Weltausgabe der Financial Times erschienen.

Heute bestehen jedoch erheblich Zweifel, ob die Financial Times – wie überhaupt die großen Medien – überhaupt noch ein für uns geeignetes Mittel zur Verbreitung solcher Ideen wäre, wenn wir wollen, dass sie auf höchster Ebene Aufmerksamkeit erregen. Schließlich verfügen wir über eigene Informationsvertriebswege (GEAB, Presseübersichten, MAP, Webseiten usw.), mit denen wir inzwischen hundertausende Leser in allen Ländern und in zahlreichen Sprachen erreichen. Denn nicht nur geben wir den GEAB in vier Sprachen heraus; darüber hinaus wird er von Lesern ohne unser Zutun in viele andere Sprachen übersetzt. Entsprechend dürften wir mehr Leser über diese Vertriebswege erreichen.

Insbesondere auch, weil wir uns nicht nur auf diese Veröffentlichungen beschränken, um uns mit unseren Empfehlungen bei den Regierenden der G20 Gehör zu verschaffen. Vielmehr haben wir in den Hauptstädten der G20- Länder oder in deren nationalen Botschaften in Frankreich die mit der Vorbereitung des nächsten G20-Gipfels in Cannes beauftragten Regierungsberater und „Sherpas“ getroffen. Die „3 Empfehlungen“, die hier sogleich folgen werden, sind also in den politischen Machtzentren der 20 wichtigsten Länder weltweit im Detail bekannt. Wir konnten mit den Verantwortlichen hervorragende Gespräche in herzlicher Atmosphäre führen. Unsere Vorgehensweise, die a priori als größenwahnsinnig hätte disqualifiziert werden können, wurde sehr wohl verstanden, respektiert und begrüßt.

Wir haben deutlich gemacht, dass diese Empfehlungen nicht mehr so neu und einzigartig sind, wie sie es noch 2009 waren, als wir sie in der Financial Times veröffentlichten. Der Vorschlag zum Beispiel, den Dollar als Weltleit- und Reservewährung durch einen Währungskorb zu ersetzen, wird immer wieder einmal von dem einen oder anderen Politiker oder Banker aufgegriffen. Dennoch haben sie es noch nicht auf die offizielle Tagesordnung der internationalen Gipfeltreffen geschafft. In den zwischenstaatlichen Gesprächen sind sie immer noch
Tabuthemen. Die Weltordnung von Gestern, die immer noch unter maßgeblichem britisch-amerikanischen Einfluss steht, setzt alles daran, sie aus den offiziellen Gesprächsthemen herauszuhalten, obwohl sie die entscheidenden Fragestellungen sind, wenn man die gegenwärtige Krise überwinden möchte. Solange unsere Regierungen diese Fragen auf ihren Treffen nicht vor den Augen und Ohren der Weltöffentlichkeit besprechen, wird sich die Krise weiter verschärfen. Eine schlichte erste Erörterung hingegen würde genügen, um quasi-automatisch eine Wendung zum Besseren eintreten zu lassen. Denn der Weg zu einer Überwindung der Krise würde sich deutlich abzeichnen.

Diese 3 Empfehlungen und die Arbeit, die LEAP in ihre Verbreitung investiert, sind damit vor Allem als Beitrag gedacht, das Tabu zu brechen, das gegenwärtig die Welt immer mehr ins Chaos treibt und jegliche Hoffnung vereitelt, die Staaten dieser Erde friedlich und konstruktiv auf den Weg zu einer neuen Ordnung zu führen.

Leider haben wir so gut wie keine Hoffnung, dass auf dem G20-Gipfel in Cannes endlich der gordische Knoten zerschlagen wird. Im Vorlauf zum Gipfel wurde alles daran gesetzt, die Welt glauben zu machen, dass entscheidende Problem wären die Schulden einiger europäischer Staaten. Nicolas Sarkozy, der davon träumt, diesen Gipfel zu einem historischen Ereignis und einem persönlichen Triumph werden zu lassen, fühlte sich sogar dazu berufen, die Lage in Europa schwarz zu malen; er reihte sich ein in die Reihe derer, die die Ursachen der Krise falsch
interpretieren, und gab ihnen damit noch mehr Gewicht. Das lässt für den Cannes – Gipfel am 3. und 4. November wenig Hoffnung auf konstruktive und kenntnisreiche Debatten.

Aber wir hoffen, dass unsere Bemühungen, die Entscheider für die wahren Ursachen der Krise zu sensibilisieren, allmählich und Stufe für Stufe bis in die engsten Kreise der Macht ihre Früchte tragen, bis endlich die tatsächlich entscheidenden Fragen auch auf den internationalen Gipfeltreffen erörtert werden. Da viele der Regierungen der G20-Staaten im nächsten Jahr neu gewählt (oder bestimmt) werden, gehen wir davon aus, dass sich Ende 2012, Anfang 2013 ein Zeitfenster dafür öffnet, wenn auf einem G20-Gipfel die neuen Staats- und Regierungschefs der großen Länder der G20 (Russland, China, USA, Frankreich, wohl auch Italien und Deutschland) zusammentreffen. Es würde ausreichen, wenn einige von ihnen im Vorlauf ihres ersten Gipfels offiziell ihren Wunsch zum Ausdruck brächten, dass die Debatten der G20 sich auch diesen Fragen widmeten. Dann könnten die Organisatoren nicht umhin, diese Themen auf die Tagesordnung des Gipfels zu setzen.

Wenn wir dürfen nicht vergessen: In der Politik ist das Wort Tat.

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Vendredi 11 Novembre 2011
LEAP/E2020
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GEAB N°65 - Zusammenfassung

- 17. Mai 2012 -

Umfassende weltweite Krise / 2. Halbjahr 2012 - Vier Faktoren voller Sprengkraft treffen zusammen: Banken-Börsen-Renten-Schulden
Euroland macht sich, insbesondere dank der Wahl des neuen Präsidenten Frankreichs Francois Hollande, die LEAP/E2020 schon seit vielen Monaten vorhersagte, daran, sich bis Ende 2012 ein mittel - und langfristiges politisches, wirtschaftliches und soziales Gemeinschaftsprojekt zu geben. Währenddessen bleiben die Operateure an den internationalen Finanzmärkten Gefangene ihrer Reflexe, mit denen sie nur auf die kurzfristigen Aspekte wie die Kapriolen der griechischen Politik, die Zweifel am Entstehen einer Eurolandgovernance und auf die Staatsschuldenrisiken reagieren… (Seite 2)
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Welche Sprachen sollte ihr Kind lernen, damit sie ihm auch in zwanzig Jahren noch nützlich sind? Vorschau auf die wichtigen Verkehrssprachen in Europa und der Welt bis 2030
Über das kulturelle Interesse hinaus, das wir dieser Problemstellung entgegenbringen, konzipieren wir diese Antizipation als ein Entscheidungshilfsmittel sowohl für Eltern bei der Sprachenwahl für ihre Kinder wie auch der Bildungseinrichtungen (öffentliche Schulen, Universitäten, Staaten wie auch internationale Unternehmen). Die individuellen und gesellschaftlichen Weichenstellungen beim Sprachenlernen sind ja in der Tat auf sehr lange Sicht bedeutsame Entscheidungen, die mit einem Vorlauf von 20 bis 30 Jahren getroffen werden müssen… (Seite 12)
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Strategische und praktische Empfehlungen
- Devisen und Gold: Halten Sie den Kurs
- Renten: Wie Sie Ihr Kapital bewahren
- Aktienmärkte: Letzte Möglichkeit, dem Chaos zu entgehen
- Banken: Maximales Misstrauen ist angesagt
- Staatsanleihen: Die Falle schnappt zu (Seite 23)
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Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung
Die Mehrheit der Befragten, die meint, dass große Banken in ihrem Heimatland bis Ende 2012 in Konkurs gehen könnten, verstärkt sich von 61% im Vormonat auf nunmehr 66%… (Seite 25)
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