Im April 2007, LEAP vorhergesagt: Die Stagflation ist wieder da: die US-Wirtschaft wird im Sommer 2007 nicht einmal um 1% wachsen


- Auszug GEAB N°14 (18. April 2007) -



Im April 2007, LEAP vorhergesagt: Die Stagflation ist wieder da: die US-Wirtschaft wird im Sommer 2007 nicht einmal um 1% wachsen
Inflation bei gleichzeitig zurückgehendem Konsum (1) (der für zwei Drittel des amerikanischen Wachstums der letzten Jahren sorgte); dabei keine Aussicht auf einen irgendwie gearteten neuen "Wachstumsmotor" (2): Das ist es, was man unter Stagflation versteht. Schon im Sommer 2006 sagte LEAP/E2020 voraus, dass sich die amerikanische Wirtschaft wohl in diese Richtung bewege. Heute sind genug Belege vorhanden, die uns die Feststellung ermöglichen, dass die Stagflation in den USA wieder Fuß gefasst hat. Die Ausbreitung der Krise im Risikokreditbereich auf alle Bereiche des US-Konsums wird dazu führen, dass - davon gehen unsere Forscher aus - im Sommer 2007 das Wirtschaftswachstum in den USA auf unter 1% fallen wird.

Gleichzeitig wird sich wegen des Absturz des Dollars im Verhältnis zu den Währungen der wichtigsten europäischen und asiatischen US-Handelspartner, der zunehmenden amerikanischen Produktivitätsschwäche und des in den letzten Jahren angehäuften Liquiditätsüberschusses die Inflation nicht, wie von der Zentralbank aber erhofft, im schwächeren Wirtschaftswachstum automatisch reduzieren. Doch die Risiken der beginnenden Rezession und ihre Auswirkungen auf die amerikanischen Aktienkurse und Banken dürften für die herrschenden amerikanischen Eliten, die die Entscheidung der amerikanischen Zentralbank maßgeblich beeinflussen (US-Regierung, die großen amerikanischen Geschäftsbanken, die Ultra-Reichen, deren Einkommen maßgeblich von der Börse und den Unternehmensgewinnen abhängen) wohl so furchteinflößend sein, dass die amerikanischen Zentralbanker noch vor dem Ende des Frühjahrs 2007 den Versuch eines Absenken der Leitzinsen wagen werden. Davon gehen jedenfalls die Forscher von LEAP/E2020 aus. Und wie wir schon früher im GEAB schrieben, wird die Fed im Laufe des 2. Halbjahrs 2007 diese Entscheidung wieder revidieren müssen, wenn sie festgestellt haben wird, dass das billigere Geld überhaupt keine Wirtschaftsbelebung initieren konnte, den Wert des Dollars aber weiter untergrub.

----------
Noten:

(1) Quelle : “Higher inflation, weaker spending in February”, MarketWatch/DowJones, v. 30.03.2007

(2) Quelle : “Durable goods data and investment data point to US hard landing in 2007”, RGE Monitor, v. 28.03.2007

Lundi 8 Octobre 2007
LEAP/E2020
Lu 4187 fois


In der selben Rubrik:
1 2 3 4 5 » ... 16

GEAB N°65 - Zusammenfassung

- 17. Mai 2012 -

Umfassende weltweite Krise / 2. Halbjahr 2012 - Vier Faktoren voller Sprengkraft treffen zusammen: Banken-Börsen-Renten-Schulden
Euroland macht sich, insbesondere dank der Wahl des neuen Präsidenten Frankreichs Francois Hollande, die LEAP/E2020 schon seit vielen Monaten vorhersagte, daran, sich bis Ende 2012 ein mittel - und langfristiges politisches, wirtschaftliches und soziales Gemeinschaftsprojekt zu geben. Währenddessen bleiben die Operateure an den internationalen Finanzmärkten Gefangene ihrer Reflexe, mit denen sie nur auf die kurzfristigen Aspekte wie die Kapriolen der griechischen Politik, die Zweifel am Entstehen einer Eurolandgovernance und auf die Staatsschuldenrisiken reagieren… (Seite 2)
Lesen Sie die Pressemitteilung

Welche Sprachen sollte ihr Kind lernen, damit sie ihm auch in zwanzig Jahren noch nützlich sind? Vorschau auf die wichtigen Verkehrssprachen in Europa und der Welt bis 2030
Über das kulturelle Interesse hinaus, das wir dieser Problemstellung entgegenbringen, konzipieren wir diese Antizipation als ein Entscheidungshilfsmittel sowohl für Eltern bei der Sprachenwahl für ihre Kinder wie auch der Bildungseinrichtungen (öffentliche Schulen, Universitäten, Staaten wie auch internationale Unternehmen). Die individuellen und gesellschaftlichen Weichenstellungen beim Sprachenlernen sind ja in der Tat auf sehr lange Sicht bedeutsame Entscheidungen, die mit einem Vorlauf von 20 bis 30 Jahren getroffen werden müssen… (Seite 12)
Abonnieren Sie

Strategische und praktische Empfehlungen
- Devisen und Gold: Halten Sie den Kurs
- Renten: Wie Sie Ihr Kapital bewahren
- Aktienmärkte: Letzte Möglichkeit, dem Chaos zu entgehen
- Banken: Maximales Misstrauen ist angesagt
- Staatsanleihen: Die Falle schnappt zu (Seite 23)
Abonnieren Sie

Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung
Die Mehrheit der Befragten, die meint, dass große Banken in ihrem Heimatland bis Ende 2012 in Konkurs gehen könnten, verstärkt sich von 61% im Vormonat auf nunmehr 66%… (Seite 25)
Abonnieren Sie