GEAB N°68 ist angekommen! Die gegenwärtige umfassende Krise - Herbst 2012: Die Wochen der historischen Zeitenwende beginnen / Geopolitik als Auslöser eines neuen weltweiten Schocks


- Pressemitteilung des GEAB vom 16. Oktober 2012 (GEAB N°68) -



GEAB N°68 ist angekommen! Die gegenwärtige umfassende Krise  - Herbst 2012: Die Wochen der historischen Zeitenwende beginnen / Geopolitik als Auslöser eines neuen weltweiten Schocks
Wir hatten schon vor Monaten einen massiven Schock für die Weltwirtschaft und die globale politische Stabilität für den Herbst 2012 vorhergesehen. Wir halten diese "Warnstufe rot" aufrecht und werden Mitte November im Einzelnen darauf zurück kommen, wenn wir auch unseren Länderrisikenbericht 2013 zum Zustand der Welt zum Jahresende 2013 vorlegen.

In den letzten Wochen hat sich die globale geopolitische Lage, wie von uns vorhergesehen, rapide verschlechtert: Der syrische Bürgerkrieg hat sich zu einem regionalen Konflikt ausgewachsen, in dem die großen Mächten versuchen, eine Grenze, die sich selbst gesetzt haben, nicht überschreiten zu müssen (1). Im Norden der Sahelzone (Mali, Niger usw.) droht eine weitere militärische Konfrontation zwischen Islamisten und den westlichen Staaten (2); das Chinesische Meer ist inzwischen Schauplatz verschiedener "lauwarmer" Konflikte, wobei Japan und China die Hauptakteure in diesem sich entwickelnden Chaos geben (3); die großen globalen Wirtschaftsmächte stecken inzwischen alle in einer Rezession (4); die soziale Unzufriedenheit wächst, genauso wie die Steuerbelastung - und alle Liquiditätsquellen, die 2009 noch angezapft werden konnten, sind versiegt (selbst die QE haben ihre Wirksamkeit inzwischen weitestgehend eingebüßt (5)).

In dieser 68. Ausgabe des GEAB untersuchen wir die Aussichten für die Immobilienmärkte der westlichen Staaten bis 2013 und veröffentlichen anlässlich des sich in den Niederlanden vollziehenden Immobiliencrahs eine Sonderantizipation über den dortigen Immobilienmarkt. Gleichzeitig widmen wir uns weiterhin der Frage, welche sozialen und politischen Konsequenzen die wachsenden sozialen Spannungen zeitigen werden und wie sie die Ereignisse im Jahr 2013 beeinflussen oder hervorrufen werden, wobei wir uns diesmal auf die USA konzentrieren (6). Und schließlich, nach einem Überblick über die großen Trends der kommenden Monate (wie immer mit Zeitangaben) geben wir erneut unsere Empfehlungen zu Immobilien, Gold und den Aktienmärkten.

Auswirkungen der QE der Fed auf die Liquidität in den USA in Prozent nach drei Monaten (blau), nach sechs Monaten (rot), nach einem Jahr (grün) und nach zwei Jahren (violett) - Quelle : Hussman Funds, 09/2012
Auswirkungen der QE der Fed auf die Liquidität in den USA in Prozent nach drei Monaten (blau), nach sechs Monaten (rot), nach einem Jahr (grün) und nach zwei Jahren (violett) - Quelle : Hussman Funds, 09/2012
Gleichzeitig kann man vor diesem Hintergrund der asiatischen oder arabisch- islamischen Konflikte sehen, wie die Verbündeten und Gegner der USA immer wieder den Grad der Schwächung der US- Macht austesten (7). Und mit jeder Woche, die verstreicht, wird eindeutiger, dass die "Hypermacht des ausgehenden 20. Jahrhunderts" ihre alte Macht eingebüßt hat: Der "Königsmacher im Mittleren Osten" der Jahre 1990 bis 2000 muss heute schon zufrieden sein, wenn seine Präsenz in der Region nicht auf Widerstand stößt und sich jeglicher sichtbarer militärischer Aktion enthalten (8); und im Konflikt zwischen China, seinem größten geopolitischen Konkurrenten und vor allen Dingen seinem wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner und Geldgeber (9), und Japan, seinem seit mehr als 60 Jahren wichtigsten Verbündeten in der Region (10), muss sich die einstige "pazifische Supermacht" mit der Rolle eines Beobachters zufrieden geben. Und gerade dort erweisen sich mit jedem Tag die immer schwereren Folgen der amerikanischen "Achillesferse" (11).

Neben der Veröffentlichung eines Auszugs unserer Analysen zur Lage und den Aussichten auf dem amerikanischen Immobilienmarkt, die den Beginn einer dauerhaften Depression des Immobilienmarkts der westlichen Staaten markieren, haben wir uns entschieden, in dieser Pressemitteilung der 68. Ausgabe des GEAB einige Schaubilder zu präsentieren, die nachweisen, wie die US- Behörden mit Hilfe von statistischen Manipulationen versuchen, den Schein eines Aufschwungs zu erwecken.

Wir freuen uns darüber, dass die Polemik, die im US- Wahlkampf über die offiziellen Arbeitslosenzahlen der US für September 2012 mit angeblichem Rückgang von 0,4% ausgebrochen ist, eine weitreichende Diskussion in den großen Medien über die "merkwürdigen Berechnungsmethoden" des US- Arbeitsministeriums ermöglicht hat. Diese staatliche Stelle ist nicht die einzige, die Statistiken nach ihrem Gusto hinbiegt, aber wenn man bedenkt, welche Bedeutung den US- Statistiken international immer zugemessen wird, halten wir es doch für sehr hilfreich, wenn mehr Akteure Klarheit darüber gewinnen, wie und mit welchen Zielen sie erstellt werden; und nicht nur die bereits sehr gut informierten Leser des GEAB und anderer wahrhaft informativer Netzauftritte.

In China vollzieht sich der politische Wechsel sehr schwierig. Wie sollte es auch anders sein, steht doch das Land vor einer doppelten Herausforderung: Zum einen die weltweite Wirtschaftskrise, die nun auch dieses Land (und überhaupt die BRICS (12)) in Mitleidenschaft zieht (13); zum anderen die Notwendigkeit der Entwicklung einer neuen Strategie, mit der das Land Antworten auf zwei große Fragestellungen geben kann, nämlich wie intern die Risiken von sozialen Unruhen abgefedert werden können (wir werden darauf im Einzelnen in der 69. Ausgabe des GEAB vom November 2012 eingehen) und wie extern die Definition seiner geopolitische Rolle in der Region und weltweit) gelingen kann.

Inzwischen etabliert sich auch die Europäische Union, bzw. um präziser zu sein, Euroland als dritter großer (und vielleicht für die Zukunft bedeutendster, da strukturierender) Pfeiler der neuen Weltordnung. Wie wir vorhergesehen hatten, kommen die einzigen guten Nachrichten im Herbst 2012 aus Euroland. Natürlich werden sie auf kurze Sicht von den wirtschaftlichen und für die Staaten finanziellen Folgen der umfassenden weltweiten Krise (Arbeitslosigkeit, Rezession, Sparpolitik usw.) aus den Tagesnachrichten verdrängt. Aber auf mittel - oder langfristige Sicht hat Euroland endlich einen Weg eingeschlagen, der in die Zukunft führen kann, nachdem es über Monate zu politischer Ohnmacht verdammt war. Es verfügt nunmehr über machtvolle Instrumente und der europäische politische Wille, gemeinsam die Krise zu überwinden (14), hat sich endlich herausgebildet (15), (da jeder Mitgliedstaat inzwischen die Auswirkungen der Krise empfindlich spürt).

Der Ablauf der kommenden Ereignisse ist nach unserer Auffassung inzwischen relativ leicht ersichtlich:
- Bis Ende November 2012 werden sowohl die USA als auch China in eine Phase doppelter Herausforderungen geraten: Sie werden bisher einzigartigen sozialen und politischen Spannungen ausgesetzt sein und gleichzeitig sich darauf vorbereiten müssen, dass die Periode der "friedlichen Wirtschafts- und Handelspartnerschaft" der letzten Jahrzehnte zu Ende geht;
- bis Ende Dezember 2012 stolpert sich Euroland, wie es so seine Art zu funktionieren ist, aus der "Eurokrise" und steht vor der dreifachen Herausforderung, seine Wirtschaft trotz der weltweiten Krise wieder in Schwung zu bringen, seine Institutionen neu zu ordnen und dabei die unbedingt notwendige Demokratisierung voranzutreiben (16), und die langfristigen Beziehungen zu Großbritannien auf eine neue Grundlage zu stellen (also im Prinzip eine EU 26 plus 1 (17))

Einzelhandelsumsätze für Benzin in den USA (1984 bis 2012) (In tausend Gallonen pro Tag)  - Quelle: US Dpt of Energy, 09/2012
Einzelhandelsumsätze für Benzin in den USA (1984 bis 2012) (In tausend Gallonen pro Tag) - Quelle: US Dpt of Energy, 09/2012

Die USA - Der Aufschwung als Fata Morgana

Die Medien versuchen die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der Immobilienmarkt in den USA sich erhole. Dabei stützen sie sich insbesondere auf den Case-Shiller- Index, den wir im Folgenden als Schaubild wiedergeben.

Case-Shiller- Index der landesweiten Immobilienpreise in den USA, 2005 bis 2012  - Quelle : S&P/Case-Shiller
Case-Shiller- Index der landesweiten Immobilienpreise in den USA, 2005 bis 2012 - Quelle : S&P/Case-Shiller
In sechs Monaten, vom vierten Quartal 2011 bis zum zweiten Quartal 2012, verzeichnete der Index in der Tat einen Anstieg von 3,7%. Wir gehen jedoch davon aus, dass dieser Anstieg nicht von Dauer sein wird, sondern es sich dabei lediglich um eine künstlich herbeigeführte Pause auf dem unvermeidbaren Weg der amerikanischen Immobilienpreise zu tieferen Preisniveaus ist. Wir stehen mit dieser Auffassung nicht alleine, denn selbst die Fed hielt es trotz der aktuellen Preissteigerungen für sinnvoll, mit seinem QE3 in ersten Linie den Immobilienmarkt zu stützen. In Wirklichkeit ist dieser Preisanstieg künstlich herbeigeführt, und dies zumindest aus zwei Gründen:

Erstens ist das Zinsniveau auf einem historischen Tiefststand (zur Zeit 3,39% für ein Darlehen mit Zinsbindung über 30 Jahre (18)), was zum einen einigen Familien ermöglicht, auch wenn sie weitestgehend insolvent sind, wieder auf den Immobilienmarkt zurückzukehren, zum anderen aber überwiegend Investoren ermöglicht, Immobilien, in die die Banken zwangsvollstreckt haben, zu Schnäppchenpreisen zu erwerben (19). Diese Käufe führen automatisch zu einem Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Es bleibt dennoch auffällig, dass, obwohl das Zinsniveau nun schon seit einigen Jahren extrem niedrig ist, dies erst jetzt Auswirkungen zeitigt. Das bedeutet, dass die "neuen" Marktteilnehmer finanziell nicht auf Rosen gebettet sind und damit der "Aufschwung" alles andere als solide ist. Leider ist dieses Zinsniveau in keiner Weise ein Spiegelbild der guten Gesundheit der US- Wirtschaft und allein der Fed und seinem Aufkaufprogramm für US- Staatsanleihen geschuldet. In normalen Zeiten hätten die verschiedenen staatlichen Konjunkturprogramme schon viel früher zu einem deutlich ausgeprägteren Immobilienpreisanstieg führen müssen.

Zweitens verknappen die Banken das Immobilienangebot, weil sie die zwangsvollstreckten Häuser nicht zum Marktwert abgeben wollen; denn dann müssten sie in ihren Bilanzen die entsprechenden Wertberichtigungen vornehmen. Und 90% der zwangsvollstreckten Häuser gehören den Banken (20). Das sind Millionen Häuser, die alsbald auf den Markt kommen werden, was unweigerlich zu einem Preisrückgang führen wird. Aber zur Zeit wird das Angebot bewusst verknappt, was zu einem Preisanstieg führt.

Und dabei kann man doch gerade an der Zahl der Zwangsvollstreckungen sehen, in welch schlechter Verfassung der Immobilienmarkt in den USA ist. Nachdem eine Zeit lang weniger Zwangsvollstreckungen durchgeführt wurden, weil bekannt geworden war, dass die Banken die notwendigen Unterlagen fälschten, steigt ihre Zahl nun wieder an (21) (Schätzungen gehen davon aus, dass pro Jahr in drei Millionen Häuser zwangsvollstreckt wird. Wer sich einen realistischen Einblick in den Zustand des US- Immobilienmarkts verschaffen will, sollte sich auf Wikipédia die Liste der größten amerikanischen Städte (mit Ausnahme New Yorks) besorgen und sich anschließend auf einem Netzauftritt wie Trulia (22) einen Überblick darüber verschaffen, wie groß der Anteil der Zwangsvollstreckungen an den Immobilienangeboten ist - und dass, obwohl viele Häuser von den Banken erst gar nicht auf den Markt gebracht werden. Daraus lässt sich zweifelsfrei ermitteln, dass der US- Immobilienmarkt in einem Besorgnis erregenden Zustand ist. In den nach New York zehn größten US- Städten machen Zwangsvollstreckungen 56% der Immobilienangebote aus (23), wobei Städte wie Los Angeles (zweitgrößte Stadt der USA nach New York) oder Chicago (drittgrößte) einen Anteil von 67% erreichen, von Städten wie Detroit oder Miami gar nicht zu reden, wo der Anteil bei ungefähr 75% liegt. Auffallend ist auch die hohe Zahl der Angebote, für die die Preise gesenkt wurden. Lediglich der New Yorker Immobilienmarkt scheint in guter Verfassung zu sein; es gibt kaum Zwangsvollstreckungen und die Preise tendieren nach oben.

Genau so wenig wie 2009 sollte man also darauf vertrauen, dass der Preisanstieg von Dauer ist. Wieder einmal versuchen verantwortliche Stellen in den USA die Öffentlichkeit über den wahren Zustand der Wirtschaft und des Immobilienmarkts zu täuschen.

Und wie immer bei Täuschungen, wenn sie erst einmal aufgedeckt sind, geben sie den Blick frei auf eine Wirklichkeit, die bei Weitem schlimmer ist als man es sich vorgestellt hätte. Dann ist der Boden für Panik bereitet. Erinnern wir uns doch nur an Lehman Brothers. In nur wenigen Stunden musste die Welt von "Alles im grünen Bereich" auf "Alarmstufe Rot" umschalten.

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Noten:

(1) Quellen: New York Times, 25/09/2012; La Tribune, 01/10/2012

(2) In den Koalitionen, die die westlichen Staaten zur Durchsetzung ihrer geopolitischen Ziele eingehen, geht inzwischen alles drunter und drüber: In Syrien unterstützen Saudi- Arabien und Katar die angeblichen pro- westlichen Kräfte, die mit dem Assadregime im Krieg liegen; hingegen beliefern diese Länder im Norden der Sahelzone die Rebellen mit Waffen, gegen die Soldaten der Afrikanischen Union zu Feld ziehen sollen und dabei von der NATO unterstützt werden. Geostrategische Spagate dieser Art können nicht sehr lange durchgehalten werden - es sei denn, man glaubt, die saudi- arabischen Petro- Dollar können unbegrenzt Washington an der Kandare halten, wie Katar es mit Frankreich versucht und Kuweit und Dubai es schon mit Großbritannien geschafft haben. Quelle: France 24, 29/09/2012,

(3) Und diese "lauwarmen" Konflikte haben bereits spürbare und schmerzhafte Folgen: Verletzte bei anti-japanischen Krawallen, Erliegen einiger bedeutender wirtschaftlicher Aktivitäten zwischen den beiden großen asiatischen Wirtschafts- und Handelsmächten mit weltweiter Bedeutung (China und Japan), insbesondere im Autobau, beim Fremdenverkehr, Elektronik und öffentlichen Aufträgen. Die Rechnung dürfte teuer werden und lange noch nachwirken. In den Statistiken kann man die Folgen allerdings noch nicht nachweisen.

(4) Quellen: CNBC, 27/09/2012; Mish’s, 27/09/2012

(5) Sogar die Vorstände der Fed räumen inzwischen ein, dass sie den vollen Durchblick über die wirtschaftliche Lage in den USA eigentlich nicht mehr haben. Quelle: Les Echos, 20/09/2012

(6) Quelle: The Hill, 28/09/2012

(7) Quelle: Deutsche Welle, 20/09/2012

(8) Quelle: New York Times, 24/09/2012

(9) Quelle: Deutsche Welle, 04/10/2012

(10) Japan stellt sich immer drängender die Frage, welchen Mehrwert es für die nächsten 10 bis 20 Jahre daraus zieht, weiterhin unverbrüchlich an der Seite der USA zu stehen. Eine Zeitspanne von zehn bis zwanzig Jahre sind die kleinstmöglichen Zeiträume, die angesichts einer solchen historischen Entscheidung über Aufgabe oder Aufrechterhaltung einer Sonderbeziehung zu berücksichtigen sind. Und dennoch sind jetzt und heute wichtige Entscheidungen notwendig. Kein Wunder, dass die japanischen Nationalisten versuchen, den Streit um die Inseln auf die Spitze zu treiben. Quelle: Le Monde, 26/09/2012; Caixin, 24/09/2012

(11) Der Dollar ist dabei, für China sein Status als Währung für Ölkäufe zu verlieren und wird insoweit vom Yuan ersetzt. Quelle: The Examiner, 12/09/2012

(12) Quelle: CNBC, 04/10/2012

(13) Quelle: China Daily, 25/09/2012; Les Echos, 02/10/2012

(14) Quelle: Libération, 25/09/2012; La Tribune, 04/10/2012

(15) Wie wir es vorhergesehen hatten und ganz im Gegensatz zu der überwiegend veröffentlichten Meinung über das Ende des Euro, den Austritt Griechenlands aus der Eurozone und andere Dummheiten, die beweisen, falls es eines Beweis überhaupt noch bedurfte, dass Wirtschaftswissenschaftler und andere wesensverwandte Experten gut beraten wären, ihre Kenntnisse in anderen Disziplinen zu erweitern, insbesondere in Politik, Geopolitik, Antizipation und den Funktionsweisen von Netzwerken und komplexen Systemen. Es würde ihrer Weitsicht auch sicherlich zu Gute kommen, wenn sie aufhörten, hinter ihrer Fassade der Wissenschaftlichkeit mehr oder weniger offen besondere wirtschaftliche und finanzielle Interessen zu vertreten. Nicht nur im Gesundheitsbereich und bei der Begutachtung von Medikamenten gibt es häufig Interessenkonflikte. Noch eine letzte Bemerkung sei uns gestattet: Weiterhin den Wirtschaftsnobelpreis immer und immer wieder an Amerikaner zu verleihen, wie auch dieses Jahr, ist nichts weiter als der Beweis der Blindheit, mit der eine ganze Disziplin geschlagen ist. Die gegenwärtige Krise ist der Beweis für das vollständige Scheitern des Wirtschaftsdenken, wie es im Westen seit 1945 dominierend war; und dennoch bringt man den Arbeiten und Forschungen von Universitäten und Wissenschaftlern, die seit 60 Jahren komplett auf dem Holzweg waren, den höchsten Respekt entgegen. Wäre so etwas in der Physik oder der Chemie denkbar? Dass Forscher ausgezeichnet werden, deren Hypothesen sich ständig als falsch herausstellen und die keine einzige in Versuchen zu belegen vermögen? Das zeigt, wie sehr dieser Wirtschaftsnobelpreis ein Marketingprodukt einer Ideologie ist, nicht anders als der Friedensnobelpreis (Obama, EU...?)

(16) Quellen: PressEurop, 12/10/2012; La Tribune, 12/10/2012

(17) Quellen: PressEurop, 20/09/2012; Der Spiegel, 15/10/2012

(18) Quelle : CNNmoney

(19) Vgl. z.B. The Niche Report, 05/09/2012.

(20) Quelle: AOL real estate, 13/07/2012.

(21) Quelle: Washington Post, 24/06/2012.

(22) Einer der größten Immobiliennetzauftritte und einer, mit dem es möglich ist, die angebotenen Zwangsvollstreckungen herauszufiltern und damit ihre Zahl zu ermitteln.

(23) 88 200 Zwangsvollstreckungen von 157 500 Angeboten.

Mardi 16 Octobre 2012
LEAP/E2020
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GEAB N°90 - Zusammenfassung

- 15. Dezember 2014 -

Umfassende weltweite Krise 2015 – Erdöl, Währungen, Finanzmärkte, Soziales, Mittlerer Osten : Schwerste Stürme ziehen über die westlichen Staaten dahin

- « Umfassende weltweite Krise : Das Ende des Westens, wie er nach dem 2. Weltkrieg entstanden war“
- Die Erdölkrise ist umfassend (systemisch), da sie einhergeht mit dem Ende der Erdölzeit
- Die neue amerikanische Wirklichkeit
- Europa nach der Ukraine-Krise : Viele Fragen bleiben offen
- Drei Aufgaben für das neue Europa : Überwindung der Ukraine-Krise, Wiederbelebung der europäisch- russischen Beziehungen, Vermeidung eines europäischen QE
- Mittlerer Osten : Der große Tanz der traditionellen Bündnisse
- Saudi-Arabien und der Iran : Die Verbündeten wechseln das Lager
- Und was bleibt von den « westlichen Werten » ?
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2015 – Eine neue Phase der umassenden weltweiten Krise: Die umfassende Erdölkrise
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(vgl. 81. Ausgabe des GEAB von Januar 2014): Erfolgsquote liegt bei 69%
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