Umfassende weltweite Krise – Die fünf zerstörerischen Gewitter des Sommers 2012 als Beschleuniger der Zeitenwende in den internationalen Machtverhältnissen


- Pressemitteilung des GEAB vom 17. März 2012 (GEAB N°63) -



Umfassende weltweite Krise – Die fünf zerstörerischen Gewitter des Sommers 2012 als Beschleuniger der Zeitenwende in den internationalen Machtverhältnissen
In seiner Ausgabe vom Januar 2012 sagte LEAP/E2020 voraus, dass im Jahr 2012 eine globale Zeitenwende anstehe. Das erste Quartal 2012 hat bereits an einigen Beispielen gezeigt, dass in der Tat eine Epoche zu Ende geht und eine neue beginnt:
. Russland und China beschließen, jegliche Interventionsversuche des Westens in Syrien vereiteln zu wollen (1);
. China und Russland, diesmal mit der Unterstützung Indiens und weiterer Länder (2), lassen keinen Zweifel daran, das von den USA und der EU beschlossene Ölkaufembargo gegen den Iran zu ignorieren oder zu umgehen (3);
. die Spannungen in den amerikanisch- israelischen Beziehungen nehmen zu (4);
. China (5) wie auch die anderen Staaten der BRICS (aber auch Japan und Euroland (6)) verstärken ihre Anstrengungen, ihre Abhängigkeit vom Dollar zu lockern;
. aus den Schwerpunktthemen des französischen Präsidentschaftswahlkamps lässt sich ein politischer Strategiewechsel im gesamten Euroland (7) ablesen;
. an gewissen Ereignissen und offiziellen Verlautbarungen lässt sich ablesen, dass Handelskonflikte zwischen den Blöcken knapp vor dem Ausbruch stehen (8).

Im März 2012 ist die Welt schon eine ganz andere als im März 2011, als die Vereinten Nationen sich vom Trio USA, Großbritannien und Frankreich eine Zustimmung zum Eingreifen in Libyen abpressen ließen. Im März 2011 gab es noch die Welt, die 1989 entstanden war, mit den USA als alleinige Supermacht und der Dominanz der westlichen Staaten in den internationalen Beziehungen. Im März 2012 befinden wir uns schon in der multipolaren Welt nach der Krise, in der sich noch entscheiden muss, ob die verschiedenen Pole in Kooperation miteinander oder Konfrontation gegeneinander stehen.

Entwicklung der chinesischen Währungsreserven und der US- Staatsanleihen als Anteil davon (2002 bis 2011) (in tausend Milliarden USD) (grün: Gesamtvolumen; lachsfarben: US- Staatsanleihen; rote Linie: Entwicklung in % des Staatsanleihenanteils am Gesamtvolumen) – Quellen: Bank des Volkes China / US- Finanzministerium / Wall Street Journal / DollarCollapse, 03/2012
Entwicklung der chinesischen Währungsreserven und der US- Staatsanleihen als Anteil davon (2002 bis 2011) (in tausend Milliarden USD) (grün: Gesamtvolumen; lachsfarben: US- Staatsanleihen; rote Linie: Entwicklung in % des Staatsanleihenanteils am Gesamtvolumen) – Quellen: Bank des Volkes China / US- Finanzministerium / Wall Street Journal / DollarCollapse, 03/2012
Wie LEAP/E2020 vorhergesagt hat, haben die "griechische Krise" (9) und die europäischen Gegenmaßnahmen sehr rasch die angebliche Eurokrise von den ersten Seiten der Medien und der Sorgenliste der Investoren und Märkte verbannt. Die kollektive Hysterie, die während des gesamten 2. Halbjahrs 2011 von den angelsächsischen Medien und den Euroskeptikern geschürt worden war, ist nun verpufft: Euroland hat sich als dauerhafte Struktur (10) erwiesen, der Euro steht wieder in der Gunst der Märkte und der Zentralbanken der Schwellenländer (11), das Tandem EZB und Eurogruppe hat gut zusammen gearbeitet und die privaten Investoren mussten einen Schnitt von bis zu 70% ihrer Forderungen gegen Griechenland akzeptieren, womit sich die Vorhersage von LEAP/E2020 von 2010 als richtig erwiesen hat, als wir einen Schnitt von mindestens 50% zu einem Zeitpunkt voraussagten, als niemand oder jedenfalls fast niemand sich so etwas vorstellen konnte, ohne sogleich eine „Katastrophe“ zu beschwören, die „das Ende des Euro bedeuten würde“ (12). Letztendlich gehorchen die Märkte immer dem Gesetz des Stärkeren, und lassen sich von ihrer Angst, noch mehr zu verlieren, leiten; da mögen die Hohen Priester des Ultraliberalismus auch noch so sehr das Gegenteil verkünden. Die Erfahrungen aus dieser Zeit werden die Regierungen mit großem Nutzen in Erinnerung bewahren; denn weitere Schuldenschnitte stehen an: In den USA, in Japan und in Europa. Wir werden darauf in dieser 63. Ausgabe des GEAB zurückkommen.

Gesamtbestand der öffentlichen Schulden in der Bilanz der nationalen Zentralbank (2002 bis 2012) - USA (violette), Großbritannien (grau), Euroland (violette gepunktet), Japan (grau gepunktet) - Quellen: Datastream / Zentralbanken / Natixis, 02/2012
Gesamtbestand der öffentlichen Schulden in der Bilanz der nationalen Zentralbank (2002 bis 2012) - USA (violette), Großbritannien (grau), Euroland (violette gepunktet), Japan (grau gepunktet) - Quellen: Datastream / Zentralbanken / Natixis, 02/2012
Gleichzeitig – und das trägt zu der zarten Euphorie bei, die die Märkte und viele Wirtschafts- und Finanzakteure in den letzten Monaten ergriffen hat – wiederholen die amerikanischen Finanzmedien wieder einmal – schließlich ist Wahljahr und man muss ja auch gegenüber einer Eurozone, die nicht auseinander bricht (13), das Gesicht wahren – die Kampagne von Anfang 2010 von den « grünen Pflänzchen » und von Anfang 2011 von dem „Aufschwung“ (14), um wieder einmal die Illusion von einem Amerika „am Ende des Tunnels“ zu wecken. Der wahre Zustand der USA zum Jahresanfang 2012 spiegelt sich jedoch in den depressiven Bilder Edward Hoppers (15) und nicht den farbenexzessiven Siebdrucken von Andy Warhol wieder. Wie schon in den Jahren 2010 und 2011 wird wieder einmal im Frühjahr die Wirklichkeit die Illusionen zum Platzen bringen.

In diesem Kontext, der um so gefährlicher ist, da alle Akteure sich der gefährlichen Illusion von einer baldigen Rückkehr in die Normalität hingeben, insbesondere fest an das « Anspringen des amerikanischen Wirtschaftsmotors » glauben (16), hält es LEAP/E2020 für notwendig, seine Leser zu warnen: Im Sommer 2012 wird diese Hoffnung sich als Fata Morgana herausstellen. Wir gehen davon aus, dass im Sommer 2012 sich fünf verheerende Schocks ereignen werden, die die unmittelbare Folge der sich vollziehenden Zeitenwende in den internationalen Machtverhätltnissen sind. Zu den schwarzen Wolken, die sich seit Beginn der Krise über der Wirtschaft und dem Finanzsystem zusammen brauen, stoßen nun die Gewitterwolken der geopolitischen Konflikte.

Damit werden nach unserer Auffassung fünf zerstörerische Gewitter im Sommer 2012 über uns hereinbrechen und damit auch den Prozess der globalen Zeitenwende beschleunigen:

. Erneutes Abgleiten der USA in die Rezession vor dem Hintergrund der europäischen Wirtschaftsstagnation und eines schwächeren Wachstums in den BRICS;
. die Zentralbanken am Ende ihrer Weisheit und der erneute Zinsanstieg;
. Chaos auf den Devisen – und Staatsanleihenmärkten
. Iran als der eine Krieg zuviel;
. erneuter Crash der Finanzmärkte und des Bankensektors.

In dieser 63. Ausgabe des GEAB analysieren wir im Detail die fünf Schocks des Sommers 2012.

Zusätzlich und in Zusammenarbeit mit dem Anticipolis Verlag, veröffentlichen wir einen weiteren Auszug des Buchs von Sylvain Périfel und Philippe Schneider « 2015 – Der Zusammenbruch des Immobilienmarkts in den westlichen Staaten » aus Anlass seines Erscheinens in französischer Sprachfassung. Darin analysiert Sylvain Périfel die Aussichten des Wohnimmobilienmarkts in den USA.

Schließlich stellen wir unsere monatlichen Empfehlungen vor, die sich in dieser Ausgabe auf Gold, Devisen, Finanzwerte, Aktien und Rohstoffe konzentrieren.

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Noten:

(1) Ein Artikel der CameroonVoice vom 06/03/2012 bietet eine interessante Gesamtschau dieser Blockadesituation, von der wir glauben, dass es hilfreich ist, sie genauso unter einem geopolitischen Blickwinkel wie unter einem humanitären zu analysieren, bei dem häufig viele Faktoren gerne unter den Teppich der „Selbstverständlichkeiten der gerechten Sache“ gekehrt werden. Wir müssen uns daran erinnern, dass der Angriff auf Libyen viele Menschen und die ganze Region in die Katastrophe geführt hat. Die neueste schreckliche Folge dieser Politik der westlichen Staaten ist die Destabilisierung eines Teils der Sahelzone, wie zum Beispiel Mali. Hierzu empfiehlt sich die sehr interessante Analyse von Bernard Lugan in Le Monde vom 12/03/2012.

(2) Und auch Japans, das versucht, es nicht zu sehr an die große Glocke zu hängen, aber auch gar nicht daran denkt, seine iranischen Ölimporte einzustellen. China und Indien hingegen erhöhen sogar ihre Importe und nutzen das Vakuum, das die westlichen Staaten hinterlassen haben. Die Inder nutzen nunmehr sogar den Iran als ihren Zugangsweg zu den Ölvorkommen Zentralasiens. Quellen: Asahi Shimbun, 29/02/2012; Times of India, 13/03/2012; IndianPunchline, 18/02/2012

(3) Warten wir doch einmal ab, ob die EU im zweiten Halbjahr 2012 noch zu ihre Entscheidung stehen wird. Wenn erst einmal Frankreich nach Präsidentschaftswahlen nicht mehr am amerikanischen Gängelband gehen wird, wird sich die europäische Außenpolitik in vielen Bereichen ändern.

(4) Viele Verantwortliche in Israel und den USA fragen sich, wie die Beziehungen zwischen den beiden Ländern noch sein werden, wenn die Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern über die Frage, ob ein Angriff auf den Iran notwendig ist, die konfrontativ wie noch nie in ihren bilateralen Beziehungen geführt wird, beigelegt sein wird. Einige gehen davon aus, dass die USA allmählich von Israel die „Schnauze voll“ haben werden, wie Gideon Levy in der Haaretz vom 04/03/2012 schreibt.

(5) Neueste Beispiele: Das Übereinkommen zwischen den BRICS über interne Devisenswaps und insbesondere die Verwendung des Yuan als Erfolg der chinesischen Bestrebungen, den Yuan zu einer internationalen Währung zu machen; und die Entscheidung Japans, in Absprache mit China chinesische Staatsanleihen zu kaufen. Peking verhält sich also ganz anders als Japan in den achtziger Jahren, als es trotz seiner Stellung als wirtschaftliche Großmacht nie gewagt hatte, aus dem Yen eine internationale Währung machen zu wollen. Allein daran sieht man, dass ein Vergleich zwischen dem China von heute und dem Japan von damals einfach nicht passt. Tokio stand unter amerikanischer Kontrolle, China ist es nicht. Quellen: FT, 07/03/2012; JapanToday, 13/03/2012

(6) Die Banken Eurolands stellen ihre Kreditvergabe in US-Dollar ein. Quelle: JournalduNet, 23/02/2012

(7) Also das Ende des Sozial- Liberalismus, der während der letzten zwei Jahrzehnte an die Stelle der Sozial- Demokratie getreten war; und die Wiederbelebung der „Sozialen Marktwirtschaft“ als kontinentaleuropäisches Sozialmodell im Zentrum des Modells des rheinischen Kapitalismus. Von der Slowakei des neuen Premierministers Fico zum Frankreich des zukünftigen Präsidenten Hollande (dies ist nicht ein Ausdruck einer politischen Präferenz von LEAP, sondern das Ergebnis unserer in der 49. Ausgabe des GEAB vom November 2010 vorgestellten Vorhersagen), über das Italien von Mario Monti und einem Deutschland, in dem zukünftig Christdemokraten und Sozialdemokraten den europäischen Weg gemeinsam beschreiten müssen, da sie nur so die notwendigen Mehrheiten für die Ratifizierung der neuen europäischen Verträge zusammen bekommen, treten allmählich die Umrisse der zukünftigen wirtschaftlichen und sozialen Strategie Eurolands hervor: Höhere Steuerprogression, solidarische Sozialsysteme, Wirtschaftseffizienz, Kontrolle über die Finanzindustrie, Zollschranken usw.; zusammenfassend also eine rasche Abkehr vom angelsächsischen Modell, das seit 20 Jahren die große Mode in den europäischen Eliten war.

(8) Letzte Scharmützel: Die Klage der USA mit Unterstützung der EU und Japans vor der Welthandelsorganisation bezüglich der chinesischen Handelspolitik zu Seltenen Erden; die neuesten gegenseitigen Anschuldigungen der USA und der EU, wieder vor der WHO, wegen staatlicher Subventionen für Boeing und Airbus; der „Währungskrieg“, den Brasilien gegen die USA und die EU begonnen hat. Quellen: CNNMoney, 12/03/2012; Bloomberg, 13/03/2012; Mish's GETA, 03/03/2012

(9) Übrigens – vollkommen undenkbar vor gerade einmal drei Monaten – hat die Ratingagentur die Bonitätsnote Griechenslands angehoben. Quelle: Le Monde, 13/03/2012

(10) Es stellt sich damit die Frage nach der Demokratisierung Eurolands, wie wir bereits hervorgehoben haben. Eurolands Strukturen (EMS, EZB usw.) existieren schon. Es obliegt nun den politischen Akteuren und Kräften, innerhalb der nächsten zwei Jahre sicherzustellen, dass diese Strukturen der Kontrolle der Menschen in Europa unterworfen werden. Sie sollten nicht die Zeit verschwenden, den schönen Zeiten hinterher zu trauern, als die Bürger noch nicht einmal den Hauch einer Ahnung hatten, wie ihr Land seine Schulden verwaltete. Und die Politiker werden die notwendige demokratische Legitimation der Eurolandinstitutionen nicht erreichen, indem sie die Schuld auf die Technokraten schieben, die inmitten des Sturms die „Drecksarbeit“ gemacht haben, sondern indem sie neue Verfahren der Bürgerbeteiligung an den europäischen Entscheidungen entwickeln. Da ist es auch hilfreich zu wissen, dass im Europäischen Parlament die EVP- Fraktion, zu der die Parteien von Nicolas Sarkozy und Angela Merkel gehören, schon im Frühstadium einem parteienübergreifenden Vorschlag den Gar ausmachen wollen, 25 Europaabgeordnete aus gesamteuropäischen Listen, also mit der EU als einem großen Wahlkreis, wählen zu lassen. Nach unserer Auffassung ist dieser Vorschlag ein kleiner Schritt auf dem einzig möglich Weg zu einer Kontrolle der europäischen Entscheidungen durch die Menschen in Europa. Es ist äußerst bedauerlich, dass die, die immer die Notwendigkeit, die Menschen und Europa aneinander anzunähern, als Bekenntnis auf den Lippen tragen, in Wirklichkeit Spießgesellen derjenigen sind, die den ersten ernsthaften Versuch einer zaghaften Demokratisierung Europas sabotieren. Quelle: European Voice, 11/03/2012

(11) Sogar die Financial Times, die doch eine Schlüsselrolle in der Hysteriekampagne gegen den Euro einnahm, muss inzwischen einräumen, dass die Schwellenländer und ihre Volkswirtschaften die europäische Gemeinschaftswährung wieder zu schätzen gelernt haben. Quelle: Financial Times, 26/02/2012

(12) Wir wollen all dies unbedingt noch einmal in Erinnerung rufen, denn niemand sollte zu schnell vergessen, wie die herrschende veröffentlichte Meinung 2010/2011 die Investoren dazu verleitet hat, griechische Schulden zu kaufen, da damit sehr viel Geld zu verdienen wäre! Häufig haben die selben Meinungsführer eine Parität zwischen Dollar und Euro vorhergesagt, was viele Marktteilnehmer entsprechend der selben Logik dazu gebracht hat, für ihre Euro Dollar zu kaufen. Diese „Experten“, denen auf den ersten Seiten der Zeitungen und in den Finanzsendungen der Sender immer Platz eingeräumt wird, sind Schuld daran, dass die, die ihrem „Sachverstand“ vertrauten, viel Geld verloren haben. Wer die Zukunft vorhersehen möchte, muss auch sein Gedächtnis frisch halten!

(13) Wir dürfen nicht vergessen, dass ohne diese kollektive Hysterie ob der Eurokrise ab Jahresende 2011 die USA nicht länger ihre enormen Defizite hätten finanzieren können. Wall Street und die Londoner City mussten das Bild eines Europas am Abgrund zeichnen, um sicherzustellen, dass ihre eigenen Anleihen noch weiter Abnehmer fanden. Heute, wo diese Propaganda nicht mehr greift, ist es lebenswichtig geworden, die Lage in den USA schön zu zeichnen, da ansonsten die ausländischen Quellen zur Finanzierung der US- Wirtschaft versiegen würden. Vgl. die 58. bis 61. Ausgabe des GEAB.

(14) Zur Erinnerung: Zur Jahresmitte 2010 galt die besondere Aufmerksamkeit des IWF der Vermeidung der „Gefährdung des Aufschwungs». Und im Januar 2011 stellten sich die Experten die Frage, wie man den am Besten vom „Aufschwung“ profitieren könne, der sich aus den berühmten „Schlüsselindikatoren“ ablesen ließe. Quellen: FMI, 07/07/2010; CreditInfocenter, 27/01/2011

(15) Wir möchten anmerken, dass wir bei LEAP überwiegend große Bewunderer der Fähigkeiten von Hopper sind und ihn hier zitieren, weil er der herausragende Maler einer Zeit war die als « Goldenes Zeitalter » der Mittelklasse gilt, die er dennoch grundsätzlich in einer sehr depressiven Stimmung dargestellt hat. Wir können uns lediglich versuchen vorzustellen, wie heute wohl die Stimmung in seinen Bildern wäre, angesichts einer untergehenden Mittelklasse in einem „Eisernen Zeitalter“, das über die USA hereingebrochen ist.

(16) Wir erinnern auch daran, dass dies das Grunddogma ist, auf das das gesamte weltweite Wirtschafts- und Finanzsystem aufbaut. Und in der nunmehr drei Jahre dauernden Krise arbeitet dieser Motor zum ersten Mal seit 1945 nicht mehr so, wie die Welt es gewohnt ist. Also muss der Eindruck, koste es, was wolle, so lange wie möglich aufrecht erhalten werden – es könnte ja immer noch ein Wunder geschehen. Im Sommer 2012 wird sich wirklich das düstere Umfeld aufhellen, aber nur durch die Gewitterblitze – auf ein Wunder wird man vergeblich warten. Es wird vielmehr noch schlimmer kommen.

Samedi 17 Mars 2012
LEAP/E2020
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