Zunehmende Spannungen zwischen USA und Europa am Vorabend des G20-Treffens : Wall Street und Londoner City versuchen das EU-Bankensystem und den Euro zu destabilisieren


- Pressemitteilung des GEAB vom 18. März 2009 -



Zunehmende Spannungen zwischen USA und Europa am Vorabend des G20-Treffens : Wall Street und Londoner City versuchen das EU-Bankensystem und den Euro zu destabilisieren
LEAP/E2020 geht davon aus, dass die Staats-und Regierungschefs des G20, die sich am 2. April in London treffen, die Entscheidung zwischen zwei Alternativen, die sich ihnen bieten, treffen müssen:
Entweder gelingt es ihnen, das Projekt eines neuen internationalen Währungssystems zu lancieren und damit die Fundamente für eine neue finanzielle Weltordnung zu legen, an der alle wichtigen Volkswirtschaften der Welt fair beteiligt sind; dann kann die Krise in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren überwunden sein. Oder sie können ihre Bemühungen darauf beschränken, das gegenwärtige todgeweihte System noch etwas am Leben zu erhalten; dann wird allerdings die Welt ab Jahresende 2009 in eine Krise tragischen Ausmaßes von mindestens zehn Jahren Dauer stürzen.

In dieser 33. Ausgabe des GEAB beschreiben wir, was diese beiden Alternativen konkret bedeuten, zwischen denen unsere Regierungen noch bis Sommer 2009 wählen können. Wir gehen davon aus, dass danach die Alternative der kurzen Krise versperrt sein wird und der Lauf des Weltgeschehens in die Krisenphase des Zerfalls der öffentlichen Ordnung und der tiefen Krise von mehr als einem Jahrzehnt einmünden wird (1).

Wir weisen schon jetzt darauf hin, dass LEAP/E2020 am 24. März 2009 weltweit einen offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs veröffentlichen wird, mit dem wir versuchen wollen, unseren Beitrag zur Vermeidung eine langen und tragischen Krise zu leisten. Die Zeit drängt.

Die Lage ist umso beunruhigender als im Vorlauf de G20-Treffens vom 2. April wachsende Spannungen auftreten; es kommt inzwischen schon zu kaum versteckten Drohungen der einen und Versuchen der Manipulation der öffentlichen Meinungen der anderen Gipfelteilnehmer.

Wir werden darauf im einzelnen in der 33. Ausgabe des GEAB zurück kommen. Darüber hinaus werden wir eine Arbeit vorstellen wollen, von der wir ausgehen, dass sie für viele unserer Leser (auch in den USA, aus denen mehr als 20% unserer Abonnenten kommen) eine interessante Lektüre sein wird, weil sie fassungslos vor der Tatsache stehen, dass die großen westlichen Medien mit aller Macht die Illusion der Stabilität der USA (und damit auch der Stabilität unserer aktuellen Weltordnung) aufrecht erhalten wollen. Wir haben nämlich Voraussagen über den Zustand der US-Wirtschaft- und Sozialordnung in einem Jahr, also im Frühjahr 2010, erstellt. Die aktuellen Trends sind nunmehr so mächtig und erscheinen uns so nachhaltig, dass eine solche Vorhersage möglich und sinnvoll ist. Die gleichen Vorhersagen werden wir in folgenden Ausgaben des GEAB für die EU, Russland und China erstellen.

Kombiniertes Schaubild der allgemeinen Angst in den USA (blau : Angst vor einer schweren Krise ; grün : gefühlte Kaufkraft ; violett : Angst vor Arbeitslosigkeit) - Quelle : Chart of Doom, 02/2009
Kombiniertes Schaubild der allgemeinen Angst in den USA (blau : Angst vor einer schweren Krise ; grün : gefühlte Kaufkraft ; violett : Angst vor Arbeitslosigkeit) - Quelle : Chart of Doom, 02/2009
Weiterhin wollen wir in dieser Ausgabe eine weitere Manipulation in den Medien aufdecken, nämlich zu der angeblichen finanziellen Katastrophe, die sich in Osteuropa für die Banken der Eurozone anbahne. Seit ungefähr einem Monat ist viel darüber zu lesen.

Viele Leser werden sich daran erinnern, dass wir schon ab Dezember 2007, in der 20. Ausgabe des GEAB, vor der Immobilienblase in Mittel – und Osteuropa gewarnt hatten.

Wir halten dieses Thema aber nur unter einem Blickwinkel für von besonderer Bedeutung: Es zeigt, wie Wall Street und die Londoner City versuchen (2), den Eindruck zu erwecken, die EU sei schwersten Verwerfungen ausgesetzt und der Eurozone drohe eine fast schon tödliche Gefahr. Ständig werden Informationen über die Kreditrisiken in Osteuropa in die Medien eingespeist. Gleichzeitig wird der Eindruck erweckt, die Regierungen der Euro-Länder würden die Krise nur zögerlich bekämpfen, ganz im Gegensatz zu den Amerikanern und Briten, die die richtigen massiven Maßnahmen ergriffen hätten. Hier geht es darum, die internationale Aufmerksamkeit von den Problemen des US- und britischen Bankenbereichs abzulenken und ganz nebenbei auch die Position der Euroländer im Vorfeld des G20-Gipfels zu schwächen.

Die Idee und ihre Umsetzung sind brillant: Man nehme ein Thema, das den Menschen schon häufig begegnet ist, so dass es Wiedererkennungswert besitzt und damit eine hohe Aufmerksamkeit garantiert; man gebe ein paar griffige Vergleiche hinzu, die von den Medien und Internet leicht aufgegriffen werden können (eine Eingabe von „Europäische Bankenkrise“ bei Google lässt einen das Ausmaß des Echos erkennen); das Ganze wird mit der Hilfe von einflussreichen, immer gerne den US-Interessen hilfreichen Organisationen und Persönlichkeiten zu einer Lüge zusammen gekocht. Mit diesem Rezept kann man vorüber gehend sogar die Weltöffentlichkeit glauben machen, der Krieg im Irak wäre ein Erfolg, die Subprime-Krise hätte keine Auswirkung auf die Banken, die Bankenkrise schlüge nicht auf die Realwirtschaft durch, die Krise wäre eigentlich harmlos, aber wenn sie schwerwiegend wäre, wäre sie jedenfalls unter Kontrolle!

Das hinreichend bekannte Thema ist die Trennung zwischen « Altes Europa » und « Neues Europa », zwischen einem reichen, satten und egoistischen Europa, und einem armen Europa, das die Zukunft verkörpere. Von Rumsfeld wurde dieses Bild für den Irakkrieg und von Großbritannien für die Erweiterung verwendet; schon seit mehr als zehn Jahren wird es uns immer wieder in verschiedenen Versionen von den angelsächsischen Medien und ihren Mitläufern serviert; einige britische Medien haben daraus sogar ihre Spezialität gemacht (3).

Die griffigen Vergleiche sind die folgenden: Ost-Europa ist die Subprime-Krise der EU (was nebenbei auch noch heißen soll, jeder hätte mit „seiner“ subprime-Krise zu kämpfen (4)); und eine Krise in Ost-Europa werde die gleichen schlimmen Folgen haben wie die Asienkrise 1997 (was sich sicherlich mit seiner Lage in Richtung der aufgehenden Sonne begründen läßt (5)).

Die Relaisstellen für diese Manipulation der öffentlichen Meinung sind zahlreich. Da findet sich erst einmal eine Rating-Agentur, nämlich Moody’s (6), die, wie auch die anderen Rating-Agenturen, ausschließlich in den Diensten der Wall Street steht, und im Vorfeld des Krisenausbruchs selbst „Elefanten im Wohnzimmer“ übersehen hat. Weder die Subprimes, noch die CDS, noch Bear Stearns, Lehman Brothers, AIG… nichts hat Moody‘s als Problem erkannt. Aber unerklärlicher Weise veröffentlicht die Finanzpresse weiterhin ihre Analysen und Bewertungen; vielleicht aus einem Anflug reinsten Mitleids oder auch in der Hoffnung, dass allein nach der statistischen Wahrscheinlichkeit sie irgendwann auch mal wieder etwas korrekt vorher sagen werde. Für die Vorhersage über Ost-Europa war das Medienecho überwältigend: „Moody’s habe rechtzeitig eine Bombe im Hinterhof der Eurozone entdeckt, deren Explosion das europäische Finanzsystem zerstören werde.“

Weiterhin erhöhe man die Wahrscheinlichkeit dieser These mit der Hilfe von einigen Zeitungen, die erbitterte Euro-Gegner sind; wie z.B. der Telegraph, der ansonsten sehr gute Artikel über die Krise geschrieben hat, der aber, wohl verbittert durch den Absturz des britischen Pfunds und der britischen Wirtschaft, es an Objektivität gegenüber der Eurozone missen lässt. Man lanciert eine Information, die, da falsch, anschließend kassiert wird, was ihren Reiz als „Geheiminformation“, noch erhöht (7). In dieser ephemeren Nachricht wurde kolportiert, der Weltwirtschaft stünde ein „Finanztsunami“ bevor, weil die Banken des „Alten Europas“ sich auf den Finanzmärkten des „Neuen Europas“ ruiniert hätten (8). Die sich daraus entstehende Gerüchteküche halte man anschließend mit Hilfe der wichtigen amerikanischen und britischen Finanzmedien warm, wohl wissend, dass die dort kolportierten Geschichten von den anderen Medien übernommen werden.

Mit der EU lässt sich dieses Spiel sehr gut spielen, denn es vergeht viel Zeit, bis die Regierungen dort verstehen, wie ihnen mitgespielt wird, und noch mehr Zeit, bis sie reagieren, da sie sich so schnell oder überhaupt nicht auf eine notwendige Gegenreaktion einigen können. Das gibt der Manipulation die Möglichkeit, noch eine Extrarunde im Medienwald zu drehen. In dieser Neuauflage vom Alten gegen das Neue Europa spielt der ungarische Premier Minister Ferenc Gyurcsany die Rolle des « kleinen armen ost-europäischen Märtyrers“. Dabei wäre in Erinnerung zu rufen, dass die Ungarn schon seit mehr als zwei Jahren versuchen, ihn loszuwerden, weil er die Unklugkeit besass, nach der Wahl zuzugeben, gelogen zu haben, um seine Wiederwahl zu sichern. Dabei räumte er nebenbei auch ein, sein Land jenseits jeder Vernunft in die Verschuldung getrieben zu haben. Und ausgerechnet er legt wahnsinnige Zahlen für die Höhe eines notwendigen Rettungsplans des ost-europäischen Bankensystems vor, mit dem die „Alten Europäer“, die nicht sofort das Geldsäckel aufschnüren, wieder in die Rolle der Bösen oder der Ignoranten gedrückt werden. Deren Weigerung, mit diesen Summen einzuspringen, findet dann in der gesamten amerikanischen und britischen Presse entsprechendes Echo, wobei die Schlussfolgerung gezogen wird, dass die europäische Solidarität solchen Spannungen nicht gewachsen sein könnte. Dabei wird natürlich gerne unterschlagen, dass gerade die Polen und die Tschechen diejenigen waren, die die abartigen Forderungen des ungarischen Premierministers mit der größten Härte zurück gewiesen hatten (9). Die Destabilisierungsversuche gegen die Eurozone mit Hilfe von Angriffen aus dem Osten gehen also weiter. Erst die wiederholten Stellungnahmen der Regierungen der Eurozone, die Ankündigung eines bedeutenden Unterstützungsplans, mit dem die realen Risiken (im Gegensatz zu den scheinbaren) abgedeckt werden sollen, sowie die nachdrücklichen und klarstellenden Äußerungen der Regierungen und Zentralbanken Ost-Europas vermögen, die Manipulation in zu entkräften. Aber ganz aus der Welt ist sie noch nicht, wie man daran erkennen kann, dass in den besagten Medien weiterhin eine Parallele zwischen der US-Subprimekrise und der Immobilienkrise in den ost-europäischen Ländern propagiert wird; als ob Ungarn mit Kalifornien und Lettland mit Florida zu vergleichen wären.

Die Größe ist in der Wirtschaft- und Finanzwelt ein sehr wichtiger Faktor ; der Hund wedelt mit dem Schwanz, und nicht umgekehrt, wie offensichtlich einige uns gerne einreden würden.

Schon seit Dezember 2007, also zu einem Zeitpunkt, als die « üblichen Experten » von der Krise in Osteurope auch noch nicht den Schimmer einer Ahnung hatten, schrieb LEAP/E2020 über die Immobilienblase in Osteuropa (insbs. Lettland, Ungarn und Rumänien) und die damit verbundenen Risiken für die Kredit gebenden Banken (insbs. aus Österreich und der Schweiz). Aber wir haben immer die Auffassung vertreten, dass dies ein Problem sei, das auf die betroffenen Länder begrenzt bleiben werde.

Natürlich stehen diese Banken und diese Länder vor Problemen, aber sie sind nicht gravierender als die heute üblichen Probleme des globalen Finanzsystems; und mit den Problemen der Finanzplätze New York, London und der Schweiz nicht zu vergleichen. Die Bank, die am häufigsten als im Zentrum der Krise stehend erwähnt wird, und deren Zusammenbruch eine Kettenreaktion durch alle Banken und Länder Ost-Europas auslösen werde, nämlich die österreichische Raiffeisenbank, konnte 2008 im Vergleich zum Vorjahr eine Gewinnsteigerung von 17% realisieren. William Gamble, einer der wenigen Analysten, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie die Lage in Ost-Europa tatsächlich aussieht, bemerkt zu Recht an, das dies eine Ertragslage ist, wie sie die britischen und amerikanischen Banken nicht in ihren kühnsten Träumen erhoffen können (10).

BSP der Europäischen Union (Eurozone und Mitgliedstaaten) – Quelle : Eurostat, 2008
BSP der Europäischen Union (Eurozone und Mitgliedstaaten) – Quelle : Eurostat, 2008
Denen, die sich in der Geografie der EU nicht so auskennen, mag man ja einreden können, dass eine Schlagzeile „Ungarn bankrott“ oder „Lettland bankrott“ vergleichbar wäre mit „Kalifornien bankrott“. Für die, die wegen Unternehmenskonkurse ihre Arbeit verlieren, ist dies natürlich vergleichbar. Aber für die weiteren Folgen hört die Vergleichbarkeit auf. Denn Kalifornien, das massiv unter der subprime-Krise leidet, ist der bevölkerungsreichste und reichste Staat der USA, wohin gegen Lettland ein armer EU-Mitgliedstaat ist, dessen Bevölkerung gerade einmal 1% der EU-Gesamtbevölkerung ausmacht, während in Kalifornien 12% der Amerikaner wohnen (11). Ungarns BSP entspricht gerade einmal 1,1% des Eurozonen-BSP (12), Lettlands 0,2%. Ungarn läßt sich daher eher mit Oklahoma (13) vergleichen, aber nicht mit Kalifornien und auch nicht mit Florida. Es kann also keine Rede davon sein, dass Schwierigkeiten am ost-europäischen Immobilienmarkt vergleichbare Auswirkungen in Europa haben könnten wie die subprime-Krise in Kalifornien und Florida auf den Rest Amerikas. Die gesamten neuen Mitgliedstaaten der EU machen einmal gerade 10% des BSP der EU aus; und ihre reichsten oder bevölkerungsstärksten (wie Tschechien oder Polen) sind von der Immobilienkrise kaum betroffen.

Im schlimmsten Fall ist mit einem Forderungsausfall von 100 Milliarden Euro, also 130 Milliarden Dollar, zu rechnen (14); dabei hat der gegenwärtige Wertverlust des Schweizer Franken die Situation sogar etwas entspannt. Geht man aber von der höchsten Schätzung von 100 Milliarden aus, bleibt dies eine Summe, die im Vergleich zum gesamten EU-Finanzsystem nicht überwältigend ist (15). Im übrigen hat sich die EU bereits an die Spitze eines Konsortiums gesetzt, das bis zu 25 Milliarden Euro, also ein Viertel des im schlimmsten Fall entstehenden Forderungsausfalls, zur Sicherung der Lage aufzubringen bereit ist (16).

Und letztendlich ist hier noch einmal das Argument der letzten Ausgabe des GEAB zu wiederholen: Die Immobilien in Ost-Europa werden einen Wert behalten, wenn der auch zugebener Maßen geringer sein wird als 2007/2008; denn nach 50 Jahren Kommunismus fehlt es einfach an komfortablem Wohnraum und adäquaten Gewerberäumen. Dahingegen sind die Immobilien, die in den Spekulationszeiten in den USA gebaut wurden, am Bedarf vorbei entstanden, von häufig zweifelhafter Qualität, und in den Staaten, die besonders betroffen sind, schon jetzt vom Verfall bedroht. In den USA geht bei Eigentümern, der Wirtschaft, den Banken und den Gläubigern real existierendes Eigentum verloren.

In der Komplexität dieser Krise ist es sehr wichtig, die Trends und Faktoren zu erkennen, die tatsächlich gefährlich werden können, und sich nicht von Gerüchten oder Fehlinformationen aufs Glatteis führen zu lassen.

Wir hoffen, dass diese Erläuterung Aufschluss gibt, was es mit der sich angeblich im Osten anbahnenden Bankenkatastrophe wirklich auf sich hat (17). Vielleicht ist sie auch nützlich, um allgemein darüber zu informieren, wie Manipulationen geplant und durchgeführt werden. Damit ist es möglich, hinter die Berichterstattung der großen Finanzmedien zu blicken und dort die Tatsachen auszumachen, mit deren Hilfe allein man in der Lage ist, sich ein genaues Bild von der Situation zu machen.

Wenn es der G20-Gipfel von London nicht schafft, die Weichen so zu stellen, dass der Zerfall der öffentlichen Ordnung vermieden werden kann, werden diese Manipulations- und Destabilisierungsversuche sich vermehren, wobei jedes Lager versuchen wird, die Glaubwürdigkeit der Gegner zu unterminieren. In diesem Nullsummenspiel (18) wird, per Definition, der Gewinn des Einen immer die Verluste der Anderen sein.

----------
Noten:

(1) Vgl GEAB N°32

(2) Aufgegriffen von allen Medien und Finanzexperten, die sich in diesen beiden Städten finden, von denen die meisten noch nicht einaml den Ansatz einer Idee von Finanzproblemen oder Immobilienblasen in Osteuropa hatten, ,als LEAP/E2020 im Dezember 2007 sie schon vorhersagte.

(3) Daher ist es nicht überraschend, dass Marketwatch in einem Artikel die diesbezüglichen Vorwürfe der tschechischen Zentralbank wiederkäut. Quelle : Marketwatch, 09/03/2009.

(4) Was aber schlichtweg falsch ist. Kein Land außer den USA und Großbritannien steht vor einer vergleichbaren Lage.

(5) Jedoch sind die Staaten Ost-Europas, die von der Krise betroffen sind (Ungarn, Baltische Staaten, Bulgarien, Rumänien) in der Weltwirtschaft vernachlässigbar, wohin gegen die süd-ost-asiatischen Länder wesentliche Teilnehmer der Globalisierung in den neunziger Jahren waren.

(6) Quelle : Reuters, 17/02/2009

(7) Was dazu führt, dass selbst hervorragend informierte Webseiten nicht wissen, wie sie diese « Information » werten sollen, was wiederum zu ihrer Glaubwürdigkeit beiträgt. Ein Beispiel dafür ist Gary North vom 19.02.2009 auf der Webseite LewRockwell.com.

(8) Quelle : Telegraph, 15/02/2009

(9) Quelle: EasyBourse, 01/03/2009

(10) Quelle : SeekingAlpha, 26/02/2009

(11) Quelle : Statistiken 2007, US Census Bureau.

(12) Quelle : Statistiken 2008, Eurostat. Und die Baltischen Staaten stehen unter der besonderen Obhut der skandinavischen Länder, insbs. Schwedens, für das es wichtig ist, das die Region nicht in eine unkontrollierbare Krise schlittert. Quelle: International Herald Tribune, 12/03/2009

(13) Quelle : Statistiken 2008, Bureau of Economic Analysis, US Department of Commerce.

(14) Quelle : Baltic Course, 05/03/2009

(15) Und geradezu lächerlich im Vergleich zu den hunderten Milliarden, die die amerikanische und britische Regierung immer und immer wieder in ihre Banken stecken müssen.

(16) Quelle : Banque Européenne d'Investissement, 27/02/2009

(17) Wir wollen uns hier noch nicht einmal mit der Vermischung mit der Ukraine beschäftigen (die sogar Nouriel Roubini, von dem wir normaler Weise bessere Einsichten lesen dürfen, mit befördert hat - Quelle: Forbes, 26/02/2009); nicht nur zählt sie nicht zur EU, sondern wurde auch mit der "Orangenen Revolution" ein treuer Vassal Washingtons und Londons . Der gegenwärtige Zusammenbruch der Ukraine ist lediglich ein Risikofaktor für die EU wie auch sonst jeder unstabile Staat an ihren Grenzen. Wofür ihr Zusammenbruch aber wirklich steht, ist der Fall der "Washingtoner Mauer", also einer Schwächung der Position Amerikas in der Welt, denn Russland wird seinen traditionellen Einfluss in der Ukraine wieder erlangen. Zu einem Zeitpunkt, als an Wall Street oder der City die großen Banken Pleite gehen oder verstaatlicht werden, ist es schon unglaublich, dass uns eingeredet werden soll, dass die wahren Probleme in Europa lägen. Hier dienten die "Bäume in Europa" um den Wald in den USA und Großbritannien zu verdecken. Einige sind wohl dieser Manipulation gutgläubig aufgesessen. Denn die Geschichte klang ja sehr glaubhaft. Und wie sagen die Italiener: Wennn es auch nicht wahr ist, so war es doch schön erzählt.

(18) Und das gesamte Verhältnis der Staaten und Regionen wird sich ab Ende 2009 zu einem Nullsummenspiel entwickeln, wenn nicht eine neue Weltordnung, mit neuen Spielregeln, bis zum Sommer 2009 auf den Weg gebracht sein wird.

Jeudi 19 Mars 2009


GEAB N°46 - Zusammenfassung

- 17. Juni 2010 -

Die umfassende weltweite Krise im zweiten Halbjahr 2010: Die vier „Single Points of Failure“ der Weltordnung
Nach Auffassung von LEAP/E2020 wird sich der Zerfall der Welt – und öffentlichen Ordnung im zweiten Halbjahr 2010 erneut beschleunigen. Jedem der vier „Single Point of Failure“ der Weltordnung, nämlich der Außenpolitik, den Finanzmärkten, der Wirtschaft und dem sozialen Frieden droht der Kollaps und damit der Kollaps des gesamten Systems... (Seite 2)
Abonnieren Sie

Die Staatschulden der westlichen Staaten und die Gefahr ihrer Zahlungsunfähigkeit
Bis zum Ende des Jahres werden die Lehren aus der « Griechenlandkrise » gezogen sein... Der Rest der Welt wird erkennen, dass nicht nur die EU-Länder unter zu hoher Schuldenlast leiden, sondern dass alle westlichen Staaten davon betroffen sind, ja dass sogar die wichtigsten Staaten unter ihnen de facto zahlungsunfähig sind… (Seite 5)
Abonnieren Sie

Europäische Sparpakete ; wenn dem Streben nach konsolidierten Haushalten der Vorrang vor Konjunkturprogrammen und Wachstum eingeräumt wird.
In der Eurozone diktiert Deutschland den Kurs der neuen Sparpolitik. Deutschland legt deren Grundzüge fest, und die anderen Euro-Länder können nicht anders, als diesen Vorgaben zu folgen... (Seite 9)
Abonnieren Sie

Inflation in China ; Chinas Exporte lassen weltweit die Preise steigen
Wie wir schon in der 35. Ausgabe des GEAB vom Mai 2009 schrieben, erschöpfen sich allmählich die Wirkungen des chinesischen Konjunkturprogramms, was zu zwei, miteinander in Verbindung stehenden Problemen führt ... (Seite 14)
Abonnieren Sie

Das Schrumpfen der US-Wirtschaft ; von der schleichenden Verarmung der Unter- und Mittelklasse zum harten Sparprogramm der US-Bundesregierung
Nur noch wenige Monate liegen vor den Neuwahlen des US-Kongresses im November 2010. Diese Wahlen sind für die aktuelle Regierung die erste große Bewährungsprobe an den Urnen... (Seite 17)
Lesen Sie die Pressemitteilung

Weitere Elemente der Methodik der politischen Antizpation: Quellen / Organisation der Forschungsteams
Auszüge aus dem Handbuch der politischen Antizipation, das LEAP im Oktober 2010 herausgeben wird (Seite 22)
Abonnieren Sie

Strategische und praktische Empfehlungen für das zweite Halbjahr 2010
« Anleihen der US-Städte, - Gemeinden und –Kreise » : Der große Anleihencrash des zweiten Halbjahrs 2010
Devisen: Der Sturm nimmt im zweiten Halbjahr an Stärke zu – immer höher werden die Wellen schlagen
Aktienmärkte: Sie werden mit dem bisher Undenkbaren konfrontiert
Gold, Edelmetalle, Bargeld, Immobilien … (Seite 27)
Abonnieren Sie

Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung
Und die Befragten sind – was beim GlobalEurometer sehr selten ist – einstimmig der Auffassung, dass Asien und die EU eigentständige Rating-Agenturen gründen sollten, um somit von der Willkür von Moody’s, Fitch und Standard&Poor unabhängig zu werden… (Seite 31)
Abonnieren Sie

Sondermitteilungen für unsere Leser
Seminar EU-Russland, Nizza, 23./24. September 2010
Akademie für politische Antizipation, Ausbildungsjahr 2010-2011 (Seite 33)
Abonnieren Sie