'El 76% de los europeos creen que la crisis no finalizará antes de 2012' (GlobalEurometre de junio de 2009)
'76 percent of the Europeans estimate that the crisis will not be over by 2012' (GlobalEurometre June 2009)
'76% des Européens estiment que la crise ne sera pas terminée d'ici 2012' (GlobalEuromètre de juin 2009)
'76% der Europäer gehen davon aus, dass die Krise nicht bis 2012 beendet sein wird' (GlobalEurometer Juni 2009)
|
||
|
GLOBAL SYSTEMIC CRISIS Press clippings
Retrouvez le charme de l’orMoney Week
EU slams Sweden for overoptimistic budgetSwedish Wire
Trichet : l'euro, la crise et nousLe Point
Great Britain Stars in Its Own Greek TragedyDer Spiegel
Axa will leave wall Street in 10 daysEchos.eco
China asks US groups to back currency stanceFinancial Times
Subscribe this free Press Review
|
Der Goldkurs: Das Paradox wird erklärbar- Auszug GEAB N°34 (18. April 2009) -
Auf der ganzen Welt ist ein Paradox feststellbar, das sogar der allgemeinen Presse aufgefallen ist: Wegen der Krise haben die Investoren überwiegend ihr Geld aus den meisten Anlagenarten (Immobilien, Aktien, Devisen, Rohstoffe…) abgezogen. Viele haben ein Teil ihrer flüssigen Geldmittel in Gold angelegt. Dieser Trend ist so ausgeprägt, dass vieler Orts Goldmünzen und –Barren vergriffen waren. Dennoch, und hierin liegt das Paradox, oszilliert der Goldpreis seit Monaten um die 900-Dollarmarke, ohne je zum ultimativen Steilflug anzusetzen.
Im ersten Halbjahr 2008 wurde als Erklärung dafür allgemein akzeptiert, dass viele Investoren Verluste in anderen Anlagearten abdecken und dafür ihre Goldbestände hätten verkaufen müssen, so dass die gesteigerte Nachfrage einem ausreichenden Angebot gegenüber stand. Damals war das wohl auch noch zutreffend. Aber auch 2009 steigt der Preis nicht, obwohl diese Erklärung heute nicht mehr korrekt sein kann. Wir haben es unternommen, die richtige Erklärung hierfür aufzuspüren und nützliche Ratschläge für unsere Leser daraus abzuleiten. Allerdings ist eine Analyse des Goldmarkts besonders komplex, weil mehrere Parameter ihn bestimmen und zu seiner Intransparenz beitragen: 1. Der Goldmarkt ist ein Markt, der zum einen hoch spekulativ ist und auf dem die wildesten Informationen mit dem Ziel zirkulieren, den Markt zu manipulieren, zum anderen ist er ein echter Rohstoffmarkt mit einer Nachfrage der Realwirtschaft, insbs. für die Schmuckherstellung. 2. Der Goldmarkt ist bevölkert von Teilnehmer, die ihn für einen ganz besonders wichtigen halten, die häufig sogar ideologisch motiviert sind und Gold für einzigartig und die einzig legitime Basis von Wirtschaft und Geld halten. 3. Die Bewegungen am Goldmarkt werden von den Zentralbanken und den Regierungen mit Argusaugen verfolgt, da sie ihn in Krisenzeiten als Gefahr für die Papierwährungen fürchten, während sie gleichzeitig Gold als Wert zu schätzen wissen, den sie beschlagnahmen können, wenn ihnen in einer aus der Kontrolle laufenden Krise keine andere Wahl mehr bleibt (1). 4. Zuletzt ist der Goldmarkt der Markt, auf dem das Metall gehandelt wird, das seit Jahrtausenden Symbol für Reichtum ist und das Menschen schon in den Wahnsinn getrieben hat ! Enstscheidend für eine Analyse des Goldmarkts ist, scharf zwischen zwei Untermärkten zu trennen: 1. Zum einen den reellen Markt, auf dem real existierende Goldstücke und –Barren ausgetauscht werden, die man anschließend irgendwo unterbringen muss, ob in einem Banksafe, im Garten oder unter der Matraze. 2. Der Goldmarkt als Wertpapiermarkt : Darauf werden Wertpapiere gehandelt, die einen Anspruch auf eine bestimmte Menge Gold einräumen, die der Verkäufer dem Käufer zu verschaffen verspricht, wenn dieser es verlangt. Der praktische Aspekt des Gold-Wertpapiermarkts ist einleuchtend : Gold muss nicht transportiert und gelagert werden, was für Käufer großer Mengen ein echtes Problem wäre. Damit wird ein quantitativer Handel möglich, der auf dem physischen Goldmarkt nicht möglich wäre. Allerdings erfordert er ein absolutes Maß an Vertrauen zwischen allen Markteilnehmern und den Aufsichtsbehörden. Insbesondere die Verkäufer müssen über jeden Zweifel erhaben sein und die Marktregeln präzise einhalten, die ihnen in der Regel vorschreiben, 90% des verkauften Goldes physisch vorrätig zu halten. Die Aufsichtsbehörden auf dem Goldmarkt müssen auch die faktische Möglichkeit haben durchzusetzen, dass die Verkäufer der Goldzertifikate die Regeln einhalten. Hierzu ist aber angesichts der Umtriebe der großen internationalen Banken und der unzureichenden Rigorosität der Aufsichtsbehörden der Finanzmärkte während der letzten zwei Jahre wenig Optimismus berechtigt. Die Banken haben sich wie Betrüger benommen und scheinen auch jetzt ihr Geschäftsgebaren nicht sonderlich geändert zu haben; und die Aufsichtsbehörden, insbs. an der Wall street und in der City of London, die die wichtigsten Goldmärkte weltweit sind, waren ihre Komplizen (2). Wir gehen davon aus, dass in der gegenwärtigen Situation, in der viele großen Banken und Finanzinstitute um ihre Überleben kämpfen müssen, es sehr naiv wäre zu glauben, dass die Aufsichtsbehörden an den Goldmärkten sich lediglich der Durchsetzung der bestehenden Regelungen im Interesse eines fairen und effizienten Marktes widmen würden. Denn das wäre nachteilig für den Dollar, das britische Pfund und überhaupt alle Papierwährungen – und für die Bilanzen und Ertragslage der großen Banken und Finanzinstitute, die schon heute um ihr Überleben kämpfen müssen. Wir gehen daher davon aus, dass der Gold-Wertpapiermarkt heute nicht mehr regelkonform funktioniert; dass viele der Verkäufer nicht mehr die Auflage erfüllen, 90% der gehandelten Goldmenge auch physisch zur Verfügung zu haben. Natürlich kann man nicht wissen, wie hoch der Deckungsgrad noch ist, aber es ist absolut möglich, dass er schon auf ein recht tiefes Niveau gefallen ist, und zwar so tief, dass der Markt zusammen brechen würde, wenn von heute auf morgen mehr als die Hälfte der Käufer die Einlösung ihrer Zertifikate und damit die Lieferung der ihnen als reales Gold zustehenden Goldmenge forderten (3). Es wäre ja nicht das erste Mal, dass Zertifikate auf Gold auf einen Schlag ihren Umtauscheinspruch verlören. Denn genau das war es, was die Regierung Nixon 1971 gemacht hat, als sie die Golddeckung des Dollars aufhob. Vor 1971 war der Dollar ein Stück Papier, das einen Anspruch auf Umtausch in eine bestimmte Menge Gold einräumte. Mit ihrer Verschuldenspolitik während des Vietnam-Kriegs benahmen die USA sich wie ein Verkäufer von Goldzertifikaten, der seine Versprechen nicht honorieren kann. Die Aufhebung der Golddeckung war nichts weiter als das öffentliche Eingeständnis der USA, ihre Verträge mit den Dollarbesitzern nicht mehr erfüllen zu können (4).
Entwicklung der Goldverkäufe durch die Zentralbanken Frankreichs (rot), der Schweiz (blau), der Niederland (grün) und der restlichen Welt (orange) - Quelle : World Gold Council / VM Group , 02/2009
Natürlich hängt der Goldpreis auch vom Angebot am konkreten Metall ab. Dieses Angebot entsteht überwiegend durch Goldbergbau (wobei die Erträge relativ konstant sind) oder den Verkauf der Goldreserven von Zentralbanken oder internationalen Institutionen wie dem IWF (5). Mit massiven Verkäufen, ob öffentlich oder diskret, können die Staaten den Goldkurs manipulieren (6). Gegenwärtig ist der Verkauf staatlicher Goldreserven relativ stabil. Die Regierungen der Eurozone, z.B., haben kein Interesse an Goldverkäufen, da die nationalen Goldvorräte mit der Schaffung des Euros den nationalen Zentralbanken als Teil der Währungsreserven des Euro überlassen werden mussten. Der Sturm im internationalen Währungssystem, der mit Ende des Sommers 2009 über uns hereinbrechen wird, dürfte dazu führen, dass viele Regierungen versuchen werden, ihre Währungsreserven, insbs. ihre Dollarreserven, gegen Gold einzutauschen. In den USA repräsentieren die Goldreserven, die zu dem gegenwärtigen Preis auf 300 Milliarden Dollar geschätzt werden (7) (eine Zahl, die mit Vorsicht zu genießen ist, da es keine verläßlichen Informationen über die Höhe der US-Goldreserven gibt (8)), nur einen kleinen Bruchteil der Riesensummen, die die US-Regierung aktuell in der Krisenbekämpfung einsetzt. Jedoch zur Klarstellung: Wir wollen mit unserer Analyse keine Einschätzung über den Kursverlauf des Goldpreises abgeben, sondern über die Sicherheit einer Anlage; damit der Goldkäufer auch tatsächlich Gold in den Händen hält und nicht lediglich einen Fetzen Papier ohne Wert. Denn die Analyse der Situation läßt eigentlich nur den Schluss zu, dass die erhöhte Nachfrage am Goldmarkt mit Gold-Zertifkaten gedeckt werden, für deren Umtausch nicht ausreichend Gold zur Verfügung steht.
Daher empfehlen wir unseren Lesern, die nicht spekulieren wollen (wobei Spekulation immer heißt, das Risiko einzugehen, alles zu verlieren (9)), Investionen in Gold-Zertifikaten zu meiden und ausschließlich physisches Gold zu kaufen (10). Natürlich ergeben sich daraus die praktischen Zwänge seiner Lagerung. Aber angesichts der zu erwartenden Turbulenzen im internationalen Währungssystem im Sommer 2009 gehen wir davon aus, dass ein reales Risiko existiert, dass Inhaber von Gold-Zertifikaten ihre Investitionen vollständige verlieren werden, wenn die Verkäufer sich als unfähig erweisen werden, ihre Obligationen angesichts massiver Umwandlungsverlangen zu honorieren.
---------
Noten: (1) In vielen Ländern wurde schon der private Besitz von Gold verboten und/oder sein Verkauf an den Staat zu einem Spottpreis angeordnet. Im zwanzigsten Jahrhundert geschah dies z.B. in Amerika und in Deutschland. Die USA haben das Verbot des privaten Goldbesitzes von 1934 bis 1974 aufrecht erhalten. Daher warnen wir schon seit zwei Jahren unsere Leser davor, diese Gefahr zu unterschätzen und fordern sie auf, nach Vorzeichen für eine solche Reaktion bei ihren nationalen Regierungen zu achten; dennoch empfehlen wir zur Zeit, bis zu 30% Edelmetalle in seinem Portefolio zu halten. (2) Sources: TraderTech; Quid (3) Avery Goodman hat zwei sehr interessante Artikel zu diesem Thema veröffentlicht, in dem er zwei Fälle aufführt, die den Schluss nahelegen, dass zum einen der New York Stock Exchange bereits seine Goldvorräte für besondere Zertifikatsarten aufgebraucht hat, und zum anderen dass die EZB dem New Yorker Goldmarkt (also der COMEX) diskret mit Gold versorgt hätte, um einen Vertrauensverlust in den Goldmarkt zu verhindern. Quellen: SeekingAlpha, 27/03/2009; SeekingAlpha, 02/04/2009 (4) Wie auch Großbritannien 1931 in der Weltwirtschaftskrise. (5) Der IWF hat letztes Jahr bekannt gegeben, im Zuge seiner Neustrukturierung 400 Tonnen Gold verkaufen zu wollen. Und die Äußerungen des G20 von London über die Goldverkäufe des IWF sind alles andere als klar. Handelt es sich dabei um diese 400 Tonnen, wie letztes Jahr angekündigt, oder um weitere Mengen? Jedenfalls wird die Vollversammlung des IWF darüber zu entscheiden haben. Quelle: Reuters, 02/04/2009 (6) Für eine Übersicht über die globalen Goldreserven: Wikipedia. (7) Quelle: Watoday, 09/03/2009 (8) Seit einigen Jahren haben Änderungen in der Bezeichnung der verschiedenen Bestandteile der US-Goldreserven dazu geführt, dass nicht mehr eindeutig ihre Menge ermittelt werden kann. Ihre Nutzung durch den ESF (Exchange Stabilization Fund, dessen Intervention auf dem Devisenmarkt LEAP/E2020 schon im Sommer 2008 angeprangert hat, ist Anlaß für Spekulationen, dass die physischen US-Goldvorräte viel niedriger sind, als sie nach den offiziellen Verlautbarungen sein dürften. Quelle: MarketOracle, 31/01/2007 (9) Wir erinnern noch einmal daran, dass unsere Empfehlungen sich nie an Spekulationserwägungen orientieren. Und dass die, die sie dennoch dafür missbrauchen, dass Risiko eines Totalverlust wie jeder Spekulant tragen müssen. Angesichts der umfassenden staatlichen Rettungspläne für Banken ist dies eine Selbstverständlichkeit, die in Vergessenheit zu geraten scheint, so dass ein solcher Hinweis seine Berechtigung hat. (10) Und damit auch ihre Zertifikate alsbald in physisches Gold umzuwandeln. Lundi 31 Août 2009
In der selben Rubrik:
|
GEAB N°43 - Zusammenfassung- 16. März 2010 -
In der Krise verliert die Finanzwirtschaft ihre Vorrangstellung in der Weltwirtschaft; die Macht von Londoner City und Wall Street schwindet
Als LEAP im Februar 2006 vorhersagte, dass eine Krise von ungeheurem Ausmaß vor dem Ausbruch stünde, für die wir den Namen „umfassende weltweite Krise“ wählten, gründeten wir unsere Voraussage auf eine ganzheitliche Analyse, die nicht nur wirtschaftliche, finanzielle und Währungs-Faktoren berücksichtigte, sondern gerade auch das geopolitische Umfeld. Mit Hilfe dieser ganzheitlichen Analyse wagen wir auch heute die Voraussage, dass in der Welt, die aus der Krise hervorgehen wird, die Realwirtschaft wieder die ihr zustehende zentrale Rolle in der Wirtschaftstätigkeit einnehmen wird, aus der sie in den letzten Jahrzehnten durch die virtuelle Wirtschaft der Finanzindustrie gedrängt worden war... (Seite 2) Abonnieren Sie Die fünf Abschnitte der weltweiten Phase des Zerfalls der Welt – und öffentlichen Ordnung (Seite 8) Beginn der Phase der Auflösung der Welt- und öffentlichen Ordnung (Seite 13) 1. Abschnitt: Währungskonflikte und Finanzkatastrophen (Seite 13) 2. Abschnitt: Handelskonflikte (Seite 15) 3. Abschnitt: Staatenpleiten (Seite 15) 4. Abschnitt: soziale und politische Krisen und Unruhen (Seite 17) 5. Abschnitt: Außenpolitische Krisen (Seite 18) Lesen Sie die Pressemitteilung Vorsicht Gefahr: Eine Rangliste von acht Staaten, deren Anleihen noch giftiger sind als die griechischen Unter Verwendung der neuesten Informationen hat das LEAP/E2020-Team seine Rangliste der konkursgefährdeten Staaten vom Herbst 2009 noch einmal überprüft und angereichert. Daraus ergibt sich eindeutig, dass acht Staaten in einer heikleren Situation sind als Griechenland. Das bestätigt unserer Vorhersage, dass Griechenland nur der Baum ist, hinter dem man den Wald nicht sieht… (Seite 19) Abonnieren Sie Strategische und praktische Empfehlungen Devisen, Aktien/Anleihen; Wie lässt sich der Grad des politischen und sozialen Risikos eines Landes messen? (Seite 21) Abonnieren Sie Der GlobalEurometer - Ergebnisse & Auswertung Auch bei den Sorgen über soziale und politische Unruhen wechselt die Mehrheit wieder die Seite, und zwar mit Brio. Inzwischen teilen 76% diese Sorgen, während im Vormonat noch 57% glaubten, dass es nicht dazu kommen werde… (Seite 24) Abonnieren Sie |
Subscribe to our free Press Review

